Was für ein Chaos, im großen Beutel der Garnvorrat, im kleinen der Jackenkörper, im Fadensammler das Knäuel, mit dem ich gerade arbeite, dazu 5 Nadeln und immer die Anleitung dabei, damit die Streifenfolge richtig wird und ich an den richtigen Stellen Maschen abnehme, damit der Ärmel unten enger wird – Hilfe!
Das hatte ich nicht bedacht, als ich mich entschieden habe, diese Reste-Jacke als RVO zu arbeiten. Aber nun ist es so und ich muss da durch. Aber richtig Spaß macht es nicht und deswegen zieht es sich ein bisschen sehr hin.
Es ist vollbracht, hurra. Und meinem Mann fiel ein toller Name ein.
Aber der Reihe nach. Gequiltet habe diesen Wandbehang mit der Nähmaschine. Die beiden Außenseiten habe ich unterschiedlich eng nebeneinander mit Linien gesteppt. Den „Bilderrahmen“, also die weißen Streifen und den Leuchturm selber habe ich mit dem Schmalkantenfuß knapp neben der Naht gequiltet. Zuletzt habe ich die applizierten Fensteröffnungen einmal rundrum gesteppt.
Für das Binding habe ich einen Streifen rot erst zusammen und anschließend angenäht, die letzte Naht auf der Rückseite habe ich mit der Hand geschlossen und dabei die Aufhängung eingearbeitet. Fertig!
Der Wandbehang ist ca. 60 x 70 cm groß geworden und sein Name lautet: Der verrückte Leuchtturm. Warum? Weil der Leuchtturm Rubjerg Knude (den ich fotografiert und nachgearbeitet habe) nördlich von Löcken vor ein par Jahren tatsächlich verrückt wurde. Im Laufe der Zeit wurde soviel Material von der Steilküste abgetragen, dass sie ihm gefährlich nahe kam. Beherztes Eingreifen vermied den Absturz, indem der Turm in einer spektakulären Aktion ca. 100 Meter weit zurückgezogen wurde. Nun können wir ihn hoffentlich noch viele Jahre besuchen.
Zwei Jahre hat mich das Projekt in der Werkstatt begleitet, in Gedanken noch viel länger. Ich bin froh, dass es nun beendet ist und wende mich neuen zu.
Nach langer Zeit melde ich mich mal wieder. Inzwischen habe ich viel gelesen, Urlaub gemacht und Nordlichter geguckt, aber gehandarbeitet habe ich nicht. Deswegen ging es hier auch nicht weiter. Aber damit ist nun Schluss.
Zur Erinnerung die ersten beiden Fotos. Oben die Kuppel des Turms, inzwischen mit den eingestickten Details. Und hier die Version des Tops, die ich eigentlich als endgültig vorgestellt hatte.
Aber irgend etwas störte mich. Wochenlang bin ich immer mal wieder hingegangen und habe es mir angeschaut, es wurde nicht besser. Zuviel Dünen? Falsche Perspektive? Keine Nordsee? Keine Idee, kein Plan, einfach abwarten.
Und dann habe ich den Hintergrund in Streifen getrennt und mit denen alles mögliche ausprobiert. Am Ende kam das dabei heraus.
Die Nordsee ist dabei und die Steilküste und auch ein paar Dünen, jetzt bin ich zufrieden. Leider ist von meinem in mühseliger Arbeit entstandenem Hintergrund fast nichts mehr zu sehen, aber er umarmt den schönen Leuchtturm und stärkt ihm den Rücken.
Vorder- und Rückseite sehen nun so aus.
Alle Teile sind zusammengenäht und werden nicht mehr verändert. Ich glaube, es gab noch nie ein Projekt, bei dem ich soviel getrennt, neu genäht und am Ende sogar (weg)geschnitten habe. Der Leuchtturm hat seine Alleinstellung erkämpft und behauptet und ich bin damit ziemlich glücklich.
Fest vorgenommen habe ich mir, mit der Fertigstellung gleich weiter zu machen.
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