Kategorie: Nur mal zeigen

Sommer, Sonne, Strand

Sommer, Sonne, Strand

Im Juni 2012 habe ich für meine Freundin diese Strandtasche genäht. Wenn ich mich recht erinnere, hat sie sich die bunten Stoffe selbst gekauft.

Gemeinsam haben wir dann überlegt, dass ein wasserabweisender Stoff für den Boden sinnvoll sei, der lag noch bei mir und wartete auf seinen Einsatz. Die Tasche hat eine gewisse Größe, musste also ein festes Vlies haben, damit sie stehen bleibt und nicht in sich zusammenfällt. Außerdem wird sie wegen ihres Volumens beim Beladen schnell auch schwer, deswegen laufen die Tragegurte unter dem Boden durch und sind an der Grifffläche mit Stoff und Vlies ummantelt, damit sie nicht so einschneiden. Und ein Verschluss war gewünscht, realisiert mit einer Lasche und einem Knopf.

Ein echtes Gemeinschaftsprojekt, dessen Umsetzung mir viel Spaß gemacht hat. Und noch mehr Spaß macht es dann, wenn man sieht, dass die Ergebnisse auch wirklich benutzt werden, hier ein Beweisfoto, vermutlich von Strand im Sankt-Peter-Ording.

Erinnerungsquilt

Erinnerungsquilt

Heute zeige ich einen Wandbehang aus der Zeit vor meinem Blog, deswegen gibt es nur diese beiden Bilder und keine von seiner Entstehung.

2014 habe ich ihn meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt. Genäht habe ich ihn hauptsächlich aus Hemden meines verstorbenen Vaters, zwei seiner Seidenkrawatten fanden auch Verwendung.

Diese Art von Quilts, s.g. Medaillon-Quilts, plant und arbeitet man von der Mitte aus. Man beginnt also mit einem Mittelmotiv und näht darum herum in Runden weiter. Das ist ein bisschen Rechnerei und manchmal hilft trotzdem nur noch ein Zwischenstreifen, damit die Blöcke alle zusammenpassen.

Meine Mitte ist ein Doppelter Sägezahn-Stern, auf englisch Double Sawtooth Star. Das kleine, mittlere Quadrat ist ein Teil einer Seidenkrawatte.

In der ersten Runde fliegen Flying Geese zu den Herzen. Hier habe ich außer Hemden auch wieder Krawatten verwendet. Und ja, außer den stets korrekten, hell- bis dunkelblauen Oberhemden, fand sich auch das orangene, wahrscheinlich ein Freizeithemd. Und orange und blau, die Gegenfarben, das passt ja immer. Da ich nur zwei Herzen einbauen wollte, habe ich die übrigen Ecken mit anderen Motiven aufgefüllt.

Ein schmaler, orangener Rand hält die Mitte optisch zusammen, bevor die zweite Runde kommt. Hier habe ich mit Gänsen, Windmühlen und Freundschaftssternen gespielt. In der letzten Ecke habe ich Freundschaftsbänder verwoben.

Da der Platz begrenzt war und es mir so gefiel, kommt der Quilt ohne Rand aus und wird nur durch das wieder orangene Binding abgeschlossen.

Der Wandbehang ist ca. 1 x 1 m groß, mit der Maschine genäht und handgequiltet und hat einen schönen Platz bei meiner Mutter gefunden.

Yoga-Socken

Yoga-Socken

Mittwochs ist mein Yoga-Tag. Deswegen zeige ich heute mal meine Yoga-Socken – oder sind es eher Stulpen?

Alles fing damit an, dass es in unserem Yoga-Raum in der VHS ziemlich fußkalt ist. Unsere Lehrerin besteht aber auf Barfuß-Yoga, weil man einen besseren Halt und Stand hat.

Ob das mit den kalten Füßen so ähnlich ist, wie mit den kalten Händen? Da brauche ich nämlich manchmal nur Stulpen und habe trotz der freien Finger eine warme Hand. Sprach man früher nicht von Pulswärmern?

Nach ein paar Runden durch das Internet hatte ich einige Yoga-Socken gesehen und während des Strickens meiner letzten Socken reifte die Idee, mir selber Socken ohne Ferse und Spitze zu stricken.

Für einen engen Sitz habe ich die ganzen Socken in einem Rippenmuster, 1 rechts, 2 links, gestrickt. Statt die Ferse auszuarbeiten, habe ich die Maschen an Ende des Schaftes einfach abgekettet und in der nächsten Runde mit einem zusätzlichen Faden wieder angeschlagen. Der Fußteil ist relativ kurz, endet vor dem Ballen, damit ich sicher stehe und nicht wegrutsche. Alle Maschen abgekettet und fertig.

Zuerst war es ein wenig gewöhnungsbedürftig, mit Teil-Socken unterwegs zu sein, inzwischen gefällt es mir sehr gut und die Füße sind nicht mehr ganz so kalt.

Frohe Pfingsten!

Frohe Pfingsten!

Im Moment bin ich euch nur einen Tag voraus, sprich, ich habe noch keine nennenswerten Fortschritte erzielt. Deswegen brauche ich euch weder das Cape für Mutti, noch das Deckchen zu zeigen. Woher nehme ich also den Beitrag für heute?

Ich bin fündig geworden, natürlich liegt auch in meiner Wrekstatt das eine oder andere UFO – unfertige Objekt – herum. Wann es allerdings fertig wird – keine Ahnung. Aber ich kann mich gedanklich damit ja schon mal beschäftigen. Dazu habe ich das Material ausgebreitet und fotografiert.

Eigentlich bin ich schon ziemlich weit. Aus Stoffstreifen habe ich Logcabin-Blöcke genäht, das sollten die Taschenaußenseiten werden. Auch die Randstreifen sind fertig, die habe ich mit Web-Band mit der Skyline von Hamburg, meiner Heimatstadt, verschönert. Ausnahmsweise habe ich sogar Leder-Taschengriffe besorgt und auch schon Futer- und Seitenteile zugeschnitten und Reißverschlüsse bereitgelegt.

Aber brauche ich wirklich noch eine Tasche? Leider habe ich nicht notiert, wann ich mit diesem Projekt begonnen habe, aber viele andere Taschen, große und kleine, haben es auf jeden Fall überholt:

Und das ist nur die Auswahl der Taschen, die ich in Werkstatt aufbewahre, es gibt noch mehr. Also eher NEIN – keine neue Tasche. Was mache ich aber aus den Logcabin-Blöcken?

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern frohe Pfingsten!

Zwergenhaus

Zwergenhaus

So lautete der Titel eines Workshops, den Martina Hilgert-Vervoort während der Patchworktage online 2020 am letzten Wochenende angeboten hat.

Die Technik, Stoffschnipsel unter einer Lage Tüll zu sichern und diese dann mit Quiltstichen zu verschönern, interessierte mich schon länger. Also hatte ich mir die Materialliste heruntergeladen und war voller Tatendrang. Rückseite, Vlies und verschiedene Stoffstücke waren vorhanden. Auch Tüll hatte ich mir schon gesorgt. Nach Fachberatung in einem großen Hamburger Kaufhaus hatte ich mich allerdings für dunkelbraunen entschieden. Gewünscht war weißer, weil auch auf weißem Hintergrund gearbeitet werden sollte. Wird wohl auch mit dem dunklen gehen, schließlich hatten wir uns im Laden ja was dabei gedacht.

Der Sonnabend war da, die Patchworktage online gingen an den Start. Neben vielen anderen interessanten Programmpunkten wurde der Workshop in vier Teilen über die beiden Tage verteilt dargeboten. Beim ersten Teil gab es Problemem mit dem Ton, so dass ich eigentlich nur ihre Beispiele gesehen habe. Daraufhin habe ich dann mein Häuschen zusammen gestellt und war ziemlich erstaunt, als ich sah, wie Martina ihre Häuschen gebaut hat. Sie nahm nämlich Abschnitte, Reste aus dem Papierkorb. So etwas hatte ich gerade nicht zur Hand, der Papierkorb war leer.

So blieb ich bei dem, was ich mir ausgedacht hatte und nun habe ich kein Zwergenhaus, sondern wohl eher das Haus des Försters. Auch egal. Ich habe bei diesem Projekt frei gequiltet und einiges von dem, was ich in dem Kurs Landschaftsimpressionen bei Gudrun Brückner-Krebbel gelernt habe, angewendet.

Der kleine Wandbehang st ca. 30×40 cm groß und verschönert unsere Terrasse. Und ich habe gelernt, dass dunkler Tüll auf hellen Hintergrund nicht so toll aussieht.

Urlaubsvertretung

Urlaubsvertretung

Stellt euch vor, es ist Urlaub und keiner darf hin. So ergeht es uns gerade, aber wir machen das Beste daraus, nur kam „Handarbeiten“ dabei etwas zu kurz. Darum kann ich nicht mit aktuellen Fortschritten dienen und bin mal wieder tief in meine Foto-Ordner eingestiegen.

Etwas mit Urlaub, für mich immer gerne wieder Strand und Meer, sollte es zu tun haben. Und hier ist es noch etwas mehr, denn die Stoffe habe ich im Urlaub in Dänemark gekauft.

2005 war das Hobby für mich noch relativ neu und wir waren mal wieder in meinem Lieblings-Patchwork-Laden in Fjerretslev. Da hing ein großer Attic-Window-Wandbehang mit einem tollen Blick aus dem Sprossen-Fenster auf Dünen, Strand und Meer. Natürlich waren alle Stoffe für das Projekt im Laden vorrätig und ich habe mir ein kleines Paket davon mitgenommen. Einen großen Wandbehang traute ich mir damals noch nicht zu und Attic-Window hatte ich auch noch nie gehört. Aber eine schöne, große Einkaufstasche, die wollte ich mir gerne nähen.

Tja, genäht habe ich sie, nach der Vorlage „Snow Crystals“ aus dem Aufklapp-Kalender „365 Quilt Blocks a Year“. Und groß war sie auch, so 45 bis 50 cm in Quadrat werden es wohl gewesen sein, denn der Block allein ist schon 16 Inch, also ca. 40 cm groß. Aber benutzt habe ich sie nie, denn sie ist schon lange nicht mehr hier. Eine gute Freundin brauchte ein Geschenk für eine gute Freundin und ich habe sie weggegeben. Wenn ich es recht erinnere, wurde sie nach Dänemark verschenkt.

Aus den Stoffresten hatte ich mir ein Sortiment an Täschchen und sonstigem Zubehör genäht, das mich erst viele Jahre bei meinen Kurs-Abenden und heute noch auf dem Nähtisch begeitet.

So ist immer ein bisschen Urlaub.

Frohe Ostern!

Frohe Ostern!

Mit diesem fleißigen Osterhasen wünsche ich schöne Ostertage, für viele von uns sicher ganz anders als gewohnt.

Dieser Miniwandbehang, ca. 40×40 cm groß, begleitet meine Familie schon ein wenig länger durch die Ostertage. Vermutlich war es ein Frühlingsmystery von Regina Grewe, aber aus welchem Jahr? Ich weiß es leider nicht mehr und es lässt sich auch nicht mehr sicher nachvollziehen. Einen Eintrag habe ich gefunden mit zwei Jahreszahlen, 2006 und 2008. Das könnte passen, denn ich erinnere mich, dass ich das Mystery zwar mitgenäht hatte, aber die Fertigstellung etwas länger gedauert hat.

Tulpenfeld

Tulpenfeld

Diese Woche ist Frühlingsanfang, dazu passt doch mein Tulpenfeld.

Genäht habe ich diesen kleinen Wandbehang schon 2009. Deswegen gibt es erstens keine Entstehungsfotos und zweitens leider keine ordentliche Dokumentation.

Die Stoffe habe ich „auf einer Patchworkveranstaltung im Raum Hannover“ gekauft. Es sind „Stoffe mit Geschichte“. Hierbei handelt es sich um alte Bett- und Tischwäsche, die neu eingefärbt, in Stücke geschnitten und zu kleinen Paketen zusammengestellt, angeboten wurde.

Mir fielen, wahrscheinlich im Frühling, die Farben ins Auge, die mich sofort an Tulpen erinnerten. Also kaufte ich die beiden Pakete, gelb/orange/rot für die Blüten und verschiedene Grüntöne für die Stiele und Blätter.

Tulpen wollte ich aber nicht nähen, die hatte ich schon. Da fielen mir irgendwann – und leider muss ich zugeben – „irgendwo in einer Patchworkzeitschrift“ die Faltideen ins Auge. Davon habe ich dann mehrere Blöckchen in unterschiedlichen Farbzusammenstellungen genäht.

Die Anregung für die Stiele stammt von Bernadette Mayr. Sie hat vor längerer Zeit ihre neuen Bücher und die dafür fotografierten Original-Quilts in Hannover präsentiert. Das waren immer schöne Veranstaltungen, mit vielen tollen Anregungen. Und das eine oder andere Buch von ihr hat auch den Weg in mein Bücher-Regal gefunden.

Als Rand habe ich braun wie Erde gewählt und im Binding ein paar Restschnipsel der Tulpenstoffe verarbeitet. Genäht und gequiltet ist das Tulpenfeld mit der Nähmaschine, es ist ca. 55×75 cm groß.

Es ist eines der wenigen Teile, die ich mit einem gestickten Monogramm versehen habe, diese Idee habe ich schnell wieder aufgegeben. Und das ist auch gut so, denn auf einem Label steht dann doch mehr Information und ich könnte jetzt genauer berichten.

Kleine Geschenke

Kleine Geschenke

erhalten die Freundschaft. In diesem Sinne sind diese beiden Kleinigkeiten entstanden.

Die kleine Tasche kann Kosmetik oder Stifte oder anderen Kleinkram aufnehmen. Gewünscht war „rot/gold“ aber nicht zu weihnachtlich. Für dieses Täschchen habe ich zuerst ein Sandwich genäht, dieses im zweiten Schritt mit dem Reißverschluss zu einer Rolle geformt. Zuletzt werden Ecken abgenäht und dann erscheint diese Form.

Das andere ist ein Steck-Etui für einen E-Book-Reader. Die Beschenkte ist Katzenfan, aber das ist ja nicht zu übersehen. Die Hülle ist ziemlich eng, damit der Reader nicht rausrutschen kann und verstärkt, damit der Bildschirm geschützt ist. Aufgrund des Formates des Katzenstoffes hatte ich nicht viel zu patchen, zum Zerschneiden waren sie mir zu schade. Ergänzt habe ich einen schwarz/weißen Stoff mit Schrift, schien mir gut zu passen. Erst beim Nähen habe ich gesehen, dass es sich um Namen bekannter Patchwork-Blöcke handelt.

Beide Teile sind inzwischen bei ihren neuen Besitzerinnen angekommen. Es macht Spaß, zwischendurch auch mal etwas zu nähen, das schnell fertig ist.

Glück im Unglück

Glück im Unglück

hatte ich hier. Dieser Grand Foulard ist seit vielen Jahren bei uns im Einsatz. Irgendwann haben wir einen Riss hineingemacht. Niemand war es, keiner weiß, wann und womit das passiert ist. Gefunden habe ich es neulich, als ich mal wieder Frühchenquilts auf dem Bett ausbreitete, um sie zu fotografieren und beim hin und her plötzlich in die große Decke fasste.

Was ist das? Panik, denn so ein Bassetti-Teil ist wertvoll. Zuerst habe ich den Riss gar nicht wiedergefunden, so gut versteckt er sich.

Nachdem ich mich vom Schreck erholt hatte, habe ich das Flick-Material zusammengesucht. In die Öffnung habe ich zuerst ein Stück Stickvlies geschoben und die offenen Kanten darauf gebügelt. Nun konnten sie nicht mehr wegrutschen. Passendes Nähgarn war auch vorhanden und damit habe ich den Riss übernäht. Man sieht es fast gar nicht – hurra.

Und so sieht es aus, denn man 2,5 x 2,5 m Tagesdecke in die Nähmaschine eingefädelt hat.