Kategorie: Nur mal zeigen

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

2008 während eines Näh-Wochenendes habe ich diese drei Tannenbäume genäht. Meine Freundinnen haben auch welche genäht, vielleicht hätten wir sie alle zusammenstellen und den Wald fotografieren sollen.

Anhand einer Schablone werden sechs gleiche Stoffteile ausgeschnitten. Jeweils zwei werden verstürzt, dabei unten eine Öffnung lassen. Durch die werden die Teile gewendet und sorgfältig ausgearbeitet. Anschließend werden alle drei vorbereiteten Teile aufeinander gelegt und mittig durch alle Lagen miteinander verbunden. Die entstandenen Sechstel werden stramm ausgestopft und die Öffnungen mit Handnähstichen geschlossen. Fertig sind die Bäumchen. Die größte Tanne ist ca. 30 cm hoch.

An meinen fehlte mir ein wenig weihnachtlicher Glanz. Deswegen habe ich an die Spitzen „Tannenbaumkugeln“ gehängt. Die goldenen Perlen lagen noch aus der Perlenbastelphase im Vorrat und ich freue mich, dass sie eine Verwendung gefunden haben.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Advent, Advent

Advent, Advent

Hätte ich doch bloß letzte Woche nicht alles hergezeigt, nun habe ich mal wieder nichts Neues fertig. In Arbeit sind die Pulswärmer, aber noch nicht einmal der erste ist beendet. Es lag zuviel anderes an.

Unter anderem auch die Adventsdekoration und die ist fertig. Dabei habe ich auch zwei dieser niedlichen Engel ausgepackt und aufgehängt. Fertig geworden sind sie 2016, die Vorlagen hatten wir aber ein paar Jahre eher in Dänemark gekauft.

Bei dieser Technik werden die Schablonen aus dünner Pappe ausgeschnitten. Wer es etwas voluminöser mag, klebt auf die Teile dünnes Volumenvlies. Die Stoffstückchen werden mit reichlich Nahtzugabe ausgeschnitten und um die Schablonen geheftet oder geklebt. Das ist so ähnlich wie bei EPP.

Der große Unterschied ist der, dass man jede Figur zweimal näht und die beiden Teile dann links auf links zusammennäht. Dadurch entstehen leicht dreidimensionale Figuren, die von beiden Seiten schön anzusehen sind. Ich habe mir den Spaß gemacht, den Engelchen Gesicht und Haare zu geben.

In dänischen Patchworkläden gibt es unzählige Vorlagen mit Motiven rund ums Jahr.

Dieser kleine Engelchor stimmt uns jetzt auf die Adventszeit ein.

Ein buntes Sammelsurium

Ein buntes Sammelsurium

habe ich heute anzubieten.

Zuerst habe ich angefangen, das Stickherz zu quilten. Aus dem Stickleinen, dem Volumenvlies und der Flanellrückseite habe ich Probe-Sandwiches zusammengestellt. Anschließend die Nähmaschine auf Quiltbetrieb umgerüstet und freudig losgelegt. Aber das Ergebnis war nicht so wie gewollt. Um überhaupt etwas am Projekt zu tun, habe ich die Maschine wieder mit dem normalen Nähfußchen ausgrüstet und einmal rund um das Herz gesteppt. Und dann erstmal wieder ein paar Tage beiseite gelegt.

Aber es nützt ja nichts, quilten muss sein. Und so habe ich parallel zur ersten Runde um das Herz weitere Linien gesteppt – Echoquilten nennt man diese Technik. Ganz fertig bin ich noch nicht, aber so sieht es jetzt aus.

Nicht das, was ich wollte, aber ich glaube, das wird ein guter Kompromiss.

Und dann kommt meine Schwägerin um die Ecle und will sich eine Nähmaschine kaufen. Und ich darf mit aussuchen. Das gefällt mir gut, anderer Leute Geld ausgeben. Und was soll ich sagen, nun hat sie die neuere und schönere Maschine – nur quilten kann sie damit nicht. Okay, will sie auch nicht. Aber eine Schneiderschere musste sie auch noch kaufen und dafür und damit auch ganz klar ist, wofür die Schere da ist, habe ich ihr ein Scheren-Etui genäht.

Drei Scheren hätten darin Platz, ob sie wohl mal soviele haben wird?

Und last not least sind auch die Beinstulpen fertig.

Hoffentlich nie wieder kalte Füße. So, das war’s für diese Woche.

Stickmappen Freies Sticken

Stickmappen Freies Sticken

Vier Geburtstagskerzen kann ich heute anzünden! Am 16. Juni 2017 habe ich hier den ersten Beitrag veröffentlicht. In diesen vier Jahren habe ich regelmäßig geschrieben, zuerst zweimal, später einmal wöchenlich. Das macht mir inzwischen Probleme, weil ich weniger handarbeite und in mancher Woche nichts Neues oder keine nennenswerten Fortschritte einer Arbeit zu zeigen habe. Deswegen werde ich zukünftig häufiger mal Bilder von Arbeiten zeigen, die vor meiner Blog-Zeit entstanden sind. Und wenn mir mal gar nichts einfällt, mache ich eine Pause – das muss einfach auch mal sein.

Da wir gerade beim Thema „Freies Sticken“ sind, habe ich heute Fotos von meinen Stickmappen vorbereitet. Als die Kursunterlagen von Anne Lange kamen, hatten die Materialien wenig mit den mir bekannten Stickutensilien zu tun. So kam es, dass ich ziemlich viel lose rumliegen hatte und auch ein Mitnehmen zu Handarbeitstreffen umständlich war. Irgendwie brauchte ich eine Tasche, um die Hilfsmittel, das Stickmaterial und die angefangene Arbeit einzupacken. Und die ich am Zielort einfach nur auf zu klappen brauchte und gleich loslegen konnte.

Wie konnte ich das alles unter einen Hut bringen? Moment mal, das geht doch mit Briefmappen. Papier, Umschläge, Stift – alles in einer Mappe, die aufgeklappt wird und man kann den Brief schreiben. Das Prinzip habe ich um zwei Trennblätter ergänzt und herausgekommen ist zuerst diese kleine Stickmappe. Natürlich sind lange Griffe dran, damit ich sie mir unterwegs umhängenkann.

Gestaltet habe ich sie in der mir damals neuen Crazy-Technik. Dabei werden unterschiedliche Formen von Stoffstückchen zusammengesetzt, begradigt, wieder angenäht, begradigt – so lange, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Die Nähte werden anschließend mit Stickstichen verziert.

Aufgeklappt sieht es darin so aus. Vorne ein Fach für die angefangene Arbeit. Zwischen den Trennblättern liegen üblicherweise die Garne und ganz hinten die (eckigen!) Stickrahmen und die Zwingen, mit denen die an der Tschplatte befestigt werden.

Die Fächer vorne und hinten habe ich mit Taft „gefüttert“, damit nicht soviel Fussel dran hängen bleiben. Im inneren Fach habe ich Thermolam verwendet. Das Material hat Hafteigenschaften und die Garne rutschen nicht alle in einer Ecke zusammen, wenn man die geschlossene Tasche mit sich herumträgt.

Auch die Rückseite ist in Crazy-Technik gestaltet, allerdings weniger aufwändig bestickt.

Mit dieser kleinen, ca. 30×30 cm großen, Stickmappe bin ich gut durch Annes Stickkurs gekommen. Die letzte Aufgabe in dem Kurs war, ein Monogramm zu gestalten.

Das lag fertig da, als ich den Stoff für die Weste kaufte und mir den größeren Rahmen wünschte und bekam. Auch dieses Projekt sollte standesgemäß aufbewahrt werden und transportfähig sein. Was lag also näher, als noch eine, etwas größere Stickmappe zu nähen. Am Ende war die mit ca. 40×40 cm deutlich gößer und wegen der großen Zwingen sehr viel schwerer, also eher eine Schultertasche. Dafür habe ich lange, gefütterte Schulterriemen genäht.

Das Monogramm ziert die Vorderseite.

Die aufgeklappte Variante mit dem Material hatte ich im Beitrag zu der Ordnerhülle gezeigt. Hier oben als Beitragsbild sieht man das hintere Fach, in dem wegen der Größe dieser Tasche sogar Platz für ein Nähetui und das Buch mit den Stickstichen ist. Der kleine Rahmen hielt mit einer kleinen Zwinge, dieser große Rahmen ist so schwer, dass er mit zweien sicherer ist.

Die Rückseite ist in Barghello-Technik genäht. Dabei werden erst Stoffstreifen aneinander genäht, die später in rechten Winkeln zu den Nähten zerschnitten und versetzt neu zusammengenäht werden. Dadurch entstehen Wellen. In der Technik hatte ich schon einen Beutel genäht, die restlichen Stoffe reichten für die Stickmappe und so passen diese beiden nun zusammen und können gemeinsam auf Reisen gehen.

Auch der Beutel kommt mit einem Stickdetail daher. Der Schmetterling auf der Klappe wurde von einer Frau in Afghanistan gestickt. Diese schöne Aktion hat Pascal Goldenberg initiert und so verbinden Fäden die Frauen hier und da.

Vier Jahre, schon eine lange Zeit. Aber es macht mir noch heute, 266 Beiträge später, Spaß und ich freue mich, wenn ihr meinen Blog weiterhin besucht.

Frohe Ostern!

Frohe Ostern!

In März haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr 5 Mittwoche, das bedeutet also auch 5 Beiträge im Monat. So schnell gibt es gerade nichts Neues und deswegen habe ich diesen Osterhasen hervorgeholt. Er begleitet uns schon seit 2008 und ist nach einer PP-Vorlage von Ula Lenz genäht. Wenn ich es richtig erinnere, war es ein Mystery.

Schöne Ostertage, ich nähe und stricke weiter und melde mich wieder.

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

2008 habe ich diesen kleinen Bruder von meinem großen Weihnachtsbaum für eine Freundin genäht. Sie hatte sich in den großen verliebt, aber keinen Platz, so einen Wandbehang aufzuhängen. Beim Durchblättern meiner Hefte fand ich dann diese 60 cm hohe Variante.

Die sichbare Streifenbreite beträgt stellenweise nur einen Zentimeter, der Zuschnitt also 2,5. Das war schon ein wenig friemelig, aber LogCabin näht sich leicht und es ging flott voran.

Ein wenig überlegt habe ich beim Kerzenschein. Für meinen habe ich dafür Flammen aus goldenem Stoff geschnitten und appiliziert. Bei diese Größe – Kleine – hatte ich keine Chance. Da ich nebenher auch mal mit Perlen gearbeitet hatte, wusste ich, dass es Perlen in Tropfenform gibt. Die habe ich dann tatsächlich auch im Laden gefunden und konnte die Kerzen an diesem Weihnachtsbaum entzünden.

Meine Freundin hat sich riesig über den kleinen Bruder gefreut und einen schönen Platz für ihn gefunden.

Blätter, Blätter, …

Blätter, Blätter, …

Nun verfärben sie sich wieder, der Herbst hält mit Macht Einzug und wird sie in Kürze wohl von den Bäumen und durcheinander wirbeln.

Bereits 2006 sind meine Ahornblätter entstanden. Weil es schon so lange her ist, weiß ich es nicht mehr genau, aber wahrscheinlich habe ich die herbstlichen Stoffe als Paket gekauft.

Das Blattmuster besteht aus Quadraten und diagonal geteilten Dreiecken. Bei dieser Vorlage wird auch der Stiel gepacht, er besteht also aus einem schmalen Streifen, der zwischen die Dreiecke genäht wird.

Ich habe mich sehr bemüht, aus den vier verschiedenen Stoffen acht unterschiedliche Blätter zu nähen. Das klappte aber nur, weil ich neben der Stoffauswahl auch die Reihenfolge ändern konnte. Alle Stiele sind gleich und ich habe auch nur einen Hintergrundstoff verwendet. Die braunen Stoffe habe ich auch für das Binding benutzt.

Der ehemalige Tischläufer ist ca. 45 x 90 cm groß. Genäht habe ich ihn mit der Nähmaschine, gequiltet habe ich von Hand. Inzwischen habe ich einen Tunnel an eine Schmalseite genäht, damit er uns im Herbst als Wandbehang begleiten kann, denn, wie schon erwähnt, haben Tischläufer bei uns keine gute Zeit. Aber auf das Foto passte er so besser.

Sommer, Sonne, Strand

Sommer, Sonne, Strand

Im Juni 2012 habe ich für meine Freundin diese Strandtasche genäht. Wenn ich mich recht erinnere, hat sie sich die bunten Stoffe selbst gekauft.

Gemeinsam haben wir dann überlegt, dass ein wasserabweisender Stoff für den Boden sinnvoll sei, der lag noch bei mir und wartete auf seinen Einsatz. Die Tasche hat eine gewisse Größe, musste also ein festes Vlies haben, damit sie stehen bleibt und nicht in sich zusammenfällt. Außerdem wird sie wegen ihres Volumens beim Beladen schnell auch schwer, deswegen laufen die Tragegurte unter dem Boden durch und sind an der Grifffläche mit Stoff und Vlies ummantelt, damit sie nicht so einschneiden. Und ein Verschluss war gewünscht, realisiert mit einer Lasche und einem Knopf.

Ein echtes Gemeinschaftsprojekt, dessen Umsetzung mir viel Spaß gemacht hat. Und noch mehr Spaß macht es dann, wenn man sieht, dass die Ergebnisse auch wirklich benutzt werden, hier ein Beweisfoto, vermutlich von Strand im Sankt-Peter-Ording.

Erinnerungsquilt

Erinnerungsquilt

Heute zeige ich einen Wandbehang aus der Zeit vor meinem Blog, deswegen gibt es nur diese beiden Bilder und keine von seiner Entstehung.

2014 habe ich ihn meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt. Genäht habe ich ihn hauptsächlich aus Hemden meines verstorbenen Vaters, zwei seiner Seidenkrawatten fanden auch Verwendung.

Diese Art von Quilts, s.g. Medaillon-Quilts, plant und arbeitet man von der Mitte aus. Man beginnt also mit einem Mittelmotiv und näht darum herum in Runden weiter. Das ist ein bisschen Rechnerei und manchmal hilft trotzdem nur noch ein Zwischenstreifen, damit die Blöcke alle zusammenpassen.

Meine Mitte ist ein Doppelter Sägezahn-Stern, auf englisch Double Sawtooth Star. Das kleine, mittlere Quadrat ist ein Teil einer Seidenkrawatte.

In der ersten Runde fliegen Flying Geese zu den Herzen. Hier habe ich außer Hemden auch wieder Krawatten verwendet. Und ja, außer den stets korrekten, hell- bis dunkelblauen Oberhemden, fand sich auch das orangene, wahrscheinlich ein Freizeithemd. Und orange und blau, die Gegenfarben, das passt ja immer. Da ich nur zwei Herzen einbauen wollte, habe ich die übrigen Ecken mit anderen Motiven aufgefüllt.

Ein schmaler, orangener Rand hält die Mitte optisch zusammen, bevor die zweite Runde kommt. Hier habe ich mit Gänsen, Windmühlen und Freundschaftssternen gespielt. In der letzten Ecke habe ich Freundschaftsbänder verwoben.

Da der Platz begrenzt war und es mir so gefiel, kommt der Quilt ohne Rand aus und wird nur durch das wieder orangene Binding abgeschlossen.

Der Wandbehang ist ca. 1 x 1 m groß, mit der Maschine genäht und handgequiltet und hat einen schönen Platz bei meiner Mutter gefunden.