Schlagwort: Sterne der Hoffnung

Sterne der Hoffnung 7

Sterne der Hoffnung 7

Der Rest eines Restes – wurde noch gebraucht. Man sollte immer vor dem Quilten eine Probe auf den Originalstoffen machen. Besonders wichtig war es in diesem Fall, denn erstens ist die alte Bettwäsche ziemlich dick und zweitens habe ich zum ersten Mal das bauschige Vlies 295 verwendet.

Also habe ich einen MugRug zusammengenäht und das Sandwich geheftet. Das Quilt-Ergebnis ist oben im Beitragsbild zu sehen und hat mir gut gefallen, so dass ich mich an den großen Quilt getraut habe.

Gequiltet habe ich ein Karo in zwei Schritten. Im ersten habe ich im Abstand von 24 cm, dem Maß der großen Blöcke, waagerechte und senkrechte Linien gesteppt. Dieser Anblick bot sich mir am nächsten Morgen.

Ich habe bewusst nur mit dem Sonnenlicht fotografiert, da es von der Seite kam und man deswegen die Quiltlinien besser erkennen kann.

Im zweiten Schritt werde ich jetzt jeweils in der Mitte zwischen den Linien noch einmal in beide Richtungen quilten. Danach werden durch alle großen Sterne gleichmäßige Quiltlinien gehen, die kleinen bleiben frei. Die Decke hat dann ein Karo-Stepp mit 12 cm Abstand.

Zum Quilten habe ich einen Schmalkantenfuß benutzt. Der hat vorne eine Feder, die sich ihren Weg entlang der Nahtlinien sucht. Okay, es geht nicht von allein, erleichtert mir aber die Arbeit.

Und ja, es ist der gleiche Quilt. Das Foto zeigt mal wieder sehr deutlich die falsche Farbwiedergabe bei Kunstlicht, das ich einsetzen musste, um den Bereich unter der Nähmaschine auszuleuchten.

Sterne der Hoffnung 6

Sterne der Hoffnung 6

Gestern passte es endlich, das Wetter spielte mit und mein Mann und ich hatten auch Zeit. Ein Projekt dieser Größe kann ich nicht allein handhaben, das müssen wir zu zweit machen, wir sind inzwischen schon ein eingespieltes Team.

Zuerst haben wir auf der Terrasse eine Lage Malerfolie ausgelegt und mit Metallstangen beschwert. Darauf haben wir anschließend die drei Lagen ausgebreitet, angefangen mit der Rückseite.

Dann kamen das Vlies und das Top. Da ich von dem Rückseitenstoff noch etwas für die Kissenrückwand benötige, haben wir versucht, die Lagen materialsparend an einer Webkante des Rückseitenstoffes auszurichten. Alle Lagen müssen möglichst faltenfrei und gerade ausgelegt werden, zum Glück war es windstill.

Der Sprühkleber wird immer auf das Vlies gesprüht. Dazu haben wir das Paket viermal jeweils zur Hälfte aufgeklappt. Die jetzt freiliegende Hälfte des Vlieses wird eingeprüht und anschließend werden die Lagen wieder ausgelegt und gatt gestrichen.

So sieht es dann zwischenzeitlich aus und gibt euch ausnahmsweise mal den Blick auf die Rückseite des Tops frei.

Zum Trocknen habe ich das Sandwich über Nacht in der Werkstatt ausgebreitet. Da liegt es nun und wartet auf das Quilten. Garn habe ich schon ausgesucht und die Maschine mit einer Top-Stitch-Nadel ausgerüstet. Nun muss ich mich nur noch trauen, anzufangen.

Sterne der Hoffnung 5

Sterne der Hoffnung 5

Dieses Projekt ruht, weil ich mich nicht entscheiden konnte, wie ich es quilten soll. Inzwischen ist klar, dass es nur maschinengeführt gehen wird. Damit fallen bei dieser Größe alle großartigen Muster aus, ein Drehen und Wenden unter der Maschine ist einfach nicht drin. Es werden also mit ziemlicher Sicherheit gerade Linien im Nahtschatten.

Das Sandwich muss noch montiert werden, aber dazu brauchen wir ein paar Tage schönes Wetter, denn ich will kleben und würde das gerne draußen machen.

Diese Decke wird zu einem Quillow. Das ist ein Kunstwort aus Quilt und Pillow, es handelt sich also um eine Decke im Kissen. Dafür wird auf der Rückseite ein Kissenbezug angenäht, in den die zuammengelegte Decke hineingeschoben werden kann.

Also habe ich die Stoffreste herausgesucht und müsste jetzt noch ein paar weitere Sterne nähen, auf geht’s.

Bisher sind wirklich nur Reste vom großen Quilt drin. Der mittlere Stern ist ein Stern der Hoffnung. Aus seinen Resten werden die Windmühlen. Alles andere sind kleine Maverick Stars, mal in bunt auf weiß, mal anders rum.

Das geht ziemlich flott, auch das muss mal sein.

Sterne der Hoffnung 4

Sterne der Hoffnung 4

Nun ist er fertig, der Signaturblock. Er ist handgestickt in grün, der Farbe der Hoffnung.

Danach habe ich ihn erst in seine Reihe eingefügt, anschließend die Reihe an die übrigen Reihen genäht. Drumherum gibt es einen Rand – auch wieder in grün. Das hat aber ehrlicherweise weniger mit Hoffnung als mit den Farben der Rückseite zu tun. Die wird aus einem Stoff mit dem Namen Terrazzo sein. Den gab es im mehreren Farbvarianten und bei meinen bunten Steinchen passte nur das Grün zu den Stoffen der Vorderseite. Und nun passt das eben auch super zum Thema, Glück muss man haben.

Und dann habe ich versucht, das Top zu fotografieren. Gar nicht so leicht, 120 x 200 cm aufzunehmen. Ich bin extra auf eine Leiter geklettert, aber meine Arme sind zu kurz und so kam das dabei heraus.

Viele der anderen Sterne der Hoffnung, die genäht wurden, werden jetzt mit der Hand gequiltet. Da habe ich schon tolle Varianten gesehen. Aber mit meinen dicken Stoffen, das Top allein hat schon ein ziemliches Gewicht, habe ich dazu keine Lust. Aber auch das Quilten mit der Maschinen wird aufgrund vieler dicker Naht-Treffpunkte kompliziert werden.

Ich werde noch ein wenig drumherum schleichen und Ideen schmieden, verwerfen und irgendwann loslegen.

Sterne der Hoffnung 3

Sterne der Hoffnung 3

Inzwischen habe ich nach den 24 Vorlagen von der Patchwork Gilde insgesamt 64 Sterne genäht. Für die kleinen Varianten habe ich den einen oder anderen Block umgerechnet oder mit nur 50 Prozent die Vorlagen ausgedruckt. Jeweils 4 kleine und große Sterne bilden eine Reihe, 8 davon gibt es in meinem Projekt. Ursprünglich wollte ich auch die Anzahl der Blöcke mit einem farbigen Hintergrund genau festlegen, aber das erwies sich als unrealistisch. Also habe ich am Ende nach Gefühl verteilt, umsortiert und jetzt für gut befunden.

Reihe für Reihe habe ich die Blöcke dann zum Arbeitsplatz an der Nähmaschine getragen und zusammengenäht. Anschließend die Reihen aneinander. Alles keine Problem – doch! Da ich mit eingefärbter, alter Bettwäsche genäht habe, gibt es Nahtstellen, die meine Maschine kaum überwinden konnte. Und dass ich mich gegen Zwischenstreifen entschieden habe, hat das Verfahren nicht vereinfacht. Aber meine Maschine und ich sind Sieger geblieben.

Auch die untere Hälfte ist zusammengenäht, allerdings noch nicht mit dem oberen Teil verbunden. Und in der letzten Reihen tut sich ja eine Lücke auf?!

Kein Grund zur Panik, da fehlt noch ein Block. Es wurde nämlich ein Signaturblock angeboten. Das ist ein Block, auf dem sich die Patcherin/Quilterin verewigen kann. Ich habe mich auch für einen Signaturblock entschieden, muss den aber, in Ermangelung einer Stickmaschine, mit der Hand sticken.

Dafür habe ich mir aus dem Internet Symbole für die Sterne und die Hoffnung, einen Anker, gesucht und zusammen mit meinen Initialen, der Jahreszahl und dem KFZ-Kennzeichen für Pinneberg zu einem Blöckchen komponiert. Nun muss ich mich zurückversetzen ins Jahr 2008. Damals habe ich nämlich den online-Stickkurs zum Thema freies Sticken bei Anne Lange gemacht und kann das Gelernte hier nun mal wieder anwenden.

Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, hoffe ich in dem Stitch Tool Anregungen zu finden.

Zusätzlich werde ich auf jeden Fall auch ein Label für die Rückseite anfertigen, das dann die ausführlichen Informationen zu diesem Quilt beinhalten wird.

Sterne der Hoffnung 2

Sterne der Hoffnung 2

24 Stern-Vorlagen hat uns die Patchwork Gilde Deutschland zur Verfügung gestellt, vielen Dank an Bärbl, die sie angefertigt hat. Für mein Layout, es soll ja eine Kuscheldecke werden, benötige ich je 32 große und kleine Sterne. Soll heißen, ich bin noch längst nicht fertig. Am rechten Rand ist der Rückseitenstoff zu sehen und dazwischen die beiden Randstreifen-Varianten, ich neige zu der grünen.

Die ersten drei, vier Reihen sind gefüllt und da das Umsortieren der Blöcke auch mal ein Ende haben muss, werde ich die jetzt zusammennähen.

Die Größe des Projektes erforderte mehr Fläche, als meine Design-Wal bietet. Deswegen habe ich mir Hilfe des Vlieses eine zweite „gebastelt“. Dafür habe ich das Vlies über eine Leiste gelegt und diese mit Schraubzwingen am Regal befestigt. Natürlich nicht, ohne vorher herausgesucht zu haben, was ich in den nächsten Wochen zu brauchen vermutete. Die Sterne sind mit großen Stecknadeln fesgeteckt.

Kritisch beäugt wird das ganze von Lisa und Jan, zwei Waldorfpuppen, die ich vor 25 Jahren genäht habe und die mir in der Werkstatt Gesellschaft leisten.

Aber zurück zum Projekt. Am unteren Ende tun sich große Lücken auf, leider auch im Stoffvorrat, den ich jetzt erst einmal auffüllen muss.

Da die letzten Sterne als Reste-Sterne konzipiert waren, sind sie alle eher bunt geworden. Daher werde ich wohl noch ein paar ruhige, einfarbige nähen. Mal sehen, zu welchen ich noch einmal Lust habe, da waren nämlich ein paar ganz kniffelige dabei, die werden es eher nicht werden.

Sterne der Hoffnung 1

Sterne der Hoffnung 1

Die Patchwork Gilde hat zu einer Mitmachaktion aufgerufen, vorerst bis Ostern gibt es jeden Tag einen Sternenblock zu nähen.

Ich habe die selbstgefärbten Stoffe hervorgeholt. Da mir nach Frühling und Sommer ist, bekommen sie einen hellen Hintergrund. Da muss ich wohl noch etwas nachbestellen, sonst wird der Stoff nicht reichen. Und dabei fällt mir auch gleich eine tolle Rückseite in den Warenkorb, so war das nicht gedacht.

Eigentlich werden alle Sterne in 24-cm-Blöcken angeboten. Irgendwie war mir danach, kleine und große zu kombinieren und so werde ich die, die in 12 cm angeboten werden, auch in 12 cm nähen. Ob und wie ich am Ende hinkomme, wird sich zeigen. Vorerst wird jeder Stern einmal genäht. Allerdings bin ich schon vom hellen Hintergrund abgewichen, jeder 4. Stern wird „andersrum“ genäht, also weißer Stern auf farbigem Hintergrund.

Ich gehe dann mal wieder ans Werk.