Kategorie: Sticken

Mini-Leuchtturm 2

Mini-Leuchtturm 2

Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht, Kreuzstich nach Vorlage auf Aida-Stoff. Das habe ich sehr lange nicht mehr gemacht, warum eigentlich nicht? Weil freies Sticken auch toll ist, weil Kreuzstich auf Leinen feiner ist, weil es so viel andere Techniken gibt, die mir auch Spaß machen oder die entdeckt werden wollen.

Jetzt aber dieser kleine Leuchtturm. Fertig gestickt ist er etwas größer als ein 7×10 cm großes Foto, dafür muss ich mir noch einen kleinen Bilderrahmen besorgen. Dann kann ich ihn aufhängen und mich daran erfreuen.

Hier möchte ich aber jetzt zeigen, warum bei diesen Arbeiten die Konturen so wichtig sind. Oben im Beitragsbild sind alle Kreuzstiche gestickt, es ist eindeutig zu erkennen, worum es geht. Und eigentlich ist das Bild fertig. Aber dann kommt die Aufgabe, mit einfädigem Garn Konturen zu sticken. Und plötzlich wird alles viel klarer, deutlicher. Es lohnt sich wirklich, diese letzten Stiche auch noch zu sticken. Und in diesem Fall beleben ein paar Möwen das Bild sogar noch.

Ob ich diesem Leuchtturm schon mal in natura gesehen habe? Auf der Packung von permin of Copenhagen steht leider weder Name noch Ort. Trotzdem ist er schön und weckt die Reiselust.

Mini-Leuchtturm 1

Mini-Leuchtturm 1

Und plötzlich durfte sich unser Häkel-Büdel-Club mal wieder treffen, mit Abstand natürlich und draußen bei viel frischer Luft. Schön war’s. Gehäkelt habe ich nicht, das sehen wir sowieso nicht so eng. Hauptsache eine Handarbeit dabei und einen netten Abend mit Freundinnen verbringen.

Hervorgeholt habe ich eine Stickpackung von permin of copenhagen. Meine Freundin hatte diesen Leuchtturm schon vor Jahren gestickt und weil sie weiß, dass ich Leuchttürme auch gerne mag, hat sie mir einfach den Rest der Packung geschenkt. Einige Fäden waren reichlich vorhanden, andere etwas knapp. Aber das ist bei meinem Lager kein wirkliches Problem und so konnte ich ergänzen und loslegen.

So richtig viel habe ich nicht geschafft, aber er ist schon zu erkennen und Kreuzstich macht mal wieder Spaß.

Janker aufgefrischt

Janker aufgefrischt

Im letzten Augenblick habe ich das Strickkgarn beiseite gelegt und durch Stickgarn ersetzt. Das Perlgarn hatte ich noch in verschiedenen Farben und so hatte ich die Möglichkeit, die Jacke bunt zu besticken. Außerden glänzt das Garn und erhöht so den Effekt.

Zuerst wollte ich nur die äußere Kante besticken. Dazu habe ich das rosafarbene Garn und den Schlingstich gewählt. Begonnen habe ich am Halsausschnitt hinten in der Mitte und dann einmal links- und einmal rechtsrum um die ganze Kante. Hinten, unten in der Mitte, treffen die beiden Schlingen sich wieder.

Das sah schon mal gut aus, aber die Jacke insgesamt war mir immer noch zu trist. Mein nächstes Opfer wurden die Knopflöcher, die ich mit dem Knopflochstich in gelb umrundet habe. Davon sieht man allerdings viel zu wenig, wenn ich die Knöpfe schließe. Wo kann denn noch mehr Gelb hin?

Zuerst fielen mir die Kanten der Taschen ins Auge. Da passte der Knopflochstich perfekt. Und wenn ich schon mal dabei bin, auch gleich um die Ärmelkanten rum.

Fertig? Nein noch nicht, die Ärmelnähte wollen auch verschönert werden. Für den Stich in grün habe ich nur einen englischen Namen, Chevron Stitch.

Nun ist die Jacke einsatzbereit, muss ja nicht so schnell sein.

Stickmappen Freies Sticken

Stickmappen Freies Sticken

Vier Geburtstagskerzen kann ich heute anzünden! Am 16. Juni 2017 habe ich hier den ersten Beitrag veröffentlicht. In diesen vier Jahren habe ich regelmäßig geschrieben, zuerst zweimal, später einmal wöchenlich. Das macht mir inzwischen Probleme, weil ich weniger handarbeite und in mancher Woche nichts Neues oder keine nennenswerten Fortschritte einer Arbeit zu zeigen habe. Deswegen werde ich zukünftig häufiger mal Bilder von Arbeiten zeigen, die vor meiner Blog-Zeit entstanden sind. Und wenn mir mal gar nichts einfällt, mache ich eine Pause – das muss einfach auch mal sein.

Da wir gerade beim Thema „Freies Sticken“ sind, habe ich heute Fotos von meinen Stickmappen vorbereitet. Als die Kursunterlagen von Anne Lange kamen, hatten die Materialien wenig mit den mir bekannten Stickutensilien zu tun. So kam es, dass ich ziemlich viel lose rumliegen hatte und auch ein Mitnehmen zu Handarbeitstreffen umständlich war. Irgendwie brauchte ich eine Tasche, um die Hilfsmittel, das Stickmaterial und die angefangene Arbeit einzupacken. Und die ich am Zielort einfach nur auf zu klappen brauchte und gleich loslegen konnte.

Wie konnte ich das alles unter einen Hut bringen? Moment mal, das geht doch mit Briefmappen. Papier, Umschläge, Stift – alles in einer Mappe, die aufgeklappt wird und man kann den Brief schreiben. Das Prinzip habe ich um zwei Trennblätter ergänzt und herausgekommen ist zuerst diese kleine Stickmappe. Natürlich sind lange Griffe dran, damit ich sie mir unterwegs umhängenkann.

Gestaltet habe ich sie in der mir damals neuen Crazy-Technik. Dabei werden unterschiedliche Formen von Stoffstückchen zusammengesetzt, begradigt, wieder angenäht, begradigt – so lange, bis die gewünschte Größe erreicht ist. Die Nähte werden anschließend mit Stickstichen verziert.

Aufgeklappt sieht es darin so aus. Vorne ein Fach für die angefangene Arbeit. Zwischen den Trennblättern liegen üblicherweise die Garne und ganz hinten die (eckigen!) Stickrahmen und die Zwingen, mit denen die an der Tschplatte befestigt werden.

Die Fächer vorne und hinten habe ich mit Taft „gefüttert“, damit nicht soviel Fussel dran hängen bleiben. Im inneren Fach habe ich Thermolam verwendet. Das Material hat Hafteigenschaften und die Garne rutschen nicht alle in einer Ecke zusammen, wenn man die geschlossene Tasche mit sich herumträgt.

Auch die Rückseite ist in Crazy-Technik gestaltet, allerdings weniger aufwändig bestickt.

Mit dieser kleinen, ca. 30×30 cm großen, Stickmappe bin ich gut durch Annes Stickkurs gekommen. Die letzte Aufgabe in dem Kurs war, ein Monogramm zu gestalten.

Das lag fertig da, als ich den Stoff für die Weste kaufte und mir den größeren Rahmen wünschte und bekam. Auch dieses Projekt sollte standesgemäß aufbewahrt werden und transportfähig sein. Was lag also näher, als noch eine, etwas größere Stickmappe zu nähen. Am Ende war die mit ca. 40×40 cm deutlich gößer und wegen der großen Zwingen sehr viel schwerer, also eher eine Schultertasche. Dafür habe ich lange, gefütterte Schulterriemen genäht.

Das Monogramm ziert die Vorderseite.

Die aufgeklappte Variante mit dem Material hatte ich im Beitrag zu der Ordnerhülle gezeigt. Hier oben als Beitragsbild sieht man das hintere Fach, in dem wegen der Größe dieser Tasche sogar Platz für ein Nähetui und das Buch mit den Stickstichen ist. Der kleine Rahmen hielt mit einer kleinen Zwinge, dieser große Rahmen ist so schwer, dass er mit zweien sicherer ist.

Die Rückseite ist in Barghello-Technik genäht. Dabei werden erst Stoffstreifen aneinander genäht, die später in rechten Winkeln zu den Nähten zerschnitten und versetzt neu zusammengenäht werden. Dadurch entstehen Wellen. In der Technik hatte ich schon einen Beutel genäht, die restlichen Stoffe reichten für die Stickmappe und so passen diese beiden nun zusammen und können gemeinsam auf Reisen gehen.

Auch der Beutel kommt mit einem Stickdetail daher. Der Schmetterling auf der Klappe wurde von einer Frau in Afghanistan gestickt. Diese schöne Aktion hat Pascal Goldenberg initiert und so verbinden Fäden die Frauen hier und da.

Vier Jahre, schon eine lange Zeit. Aber es macht mir noch heute, 266 Beiträge später, Spaß und ich freue mich, wenn ihr meinen Blog weiterhin besucht.

LiBellchen 2

LiBellchen 2

Hatte ich gesagt, ich hätte keine UFOs, UnFertigeObjekte? Sind gut versteckt, aber jetzt habe ich wieder eines hervorgeholt. Es war während der Patworktage online, als ich vor dem Laptop saß und zuhörte. Die Hände waren frei, hatten nichts zu tun.

Da habe ich mir die Schachtel mit dem LiBellchen herausgeholt. Diese Kleinigkeit habe ich hier im Juni 2017 vorgestellt. Zur Erinnerung: Ein LiBellchen ist eine kleine dreidimensionale Arbeit, die erst in English Paperpiecing zusammengenäht und ausgestopft wird. Danach wird sie bestickt und weiter verziert.

Ich habe immer mal wieder daran weitergestichelt, aber zwischendurch keine Fotos gemacht.

Fertig ist meine Interpretation nach der Idee „LiBellchen – Schmuckobjekte von Liesel Niesner“ in Gestalt eines Oktagons. Und wozu das Ganze? Einfach nur um es auszuprobieren und mich daran zu freuen.

Sets Wichtel 3

Sets Wichtel 3

Hohlsaum schön und gut, ich konnte mich aber nicht dazu durchringen. Zwischenzeitlich war ich dann bei einer „Quilt“-Variante mit Vlies, Rückseite und Einfassung. Aber wozu eigentlich? Diese Sets werden zu Frühstück und Kaffee benutzt und bestimmt nicht, wenn Rotkohl- und Bratensoße-Flecken drohen und heiße Speisen auf den Tellern landen.

Also habe ich mich für Briefecken entschieden. Die verschiedenen Stadien sind oben im Beitragsbild zu erkennen. Zuerst werden an den Knifflinien Fäden herausgezogen, dann kann man die Säume toll umlegen, sie legen sich fast von allein.

An den vier Ecken muss überstehender Stoff weggeschnitten werden. Da habe ich einen Augenblick länger rumprobiert, wollte auf keinen Fall zuviel abschneiden. Anschließend den Saum zweimal umlegen. Ich habe vor und nach dem Nähen gebügelt, dann näht es sich leichter. Fertig!

Mit meinen Wichtel-Sets wünsche ich eine schöne Adventszeit!

Sets Wichtel 2

Sets Wichtel 2

Nur langsam komme ich hier voran, das Sticken auf dem Leinen ist nicht mehr so einfach wie früher.

Auf dem oberen Bild ist mal wieder deutlich zu erkennen, wie so ein paar kleine Konturstiche den letzten Schliff geben. Alle fünf Wichtel sind ähnlich, aber nicht gleich, eine schöne Vorlage.

Auf zum zweiten Set.

Da sind sie jetzt alle, fertig gestickt warten sie auf den Rahmen. Tja, und da muss ich noch ein wenig in mich gehen. Ein gestickter Hohlsaum würde nicht nur gut passen, sondern ist eigentlich ein MUSS – nur, wenn ich es doch nicht mehr so gut sehen kann?

Eine Handarbeitslupe? So alt bin ich dann wohl doch noch nicht. Eine neue Lesebrille? Wäre vielleicht eine Überlegung, ich möchte ja gerne noch das eine oder andere machen.

Sets Wichtel 1

Sets Wichtel 1

Montag treffe ich zum ersten Mal wieder meine Mädels vom Häkelbüdelclub. Was soll ich bloß machen, der Strickkorb ist leer. Und für das schöne Garn, das hier noch liegt, habe ich zwar eine grobe Idee, aber noch nichts Konkretes. Mal sehen, ob sich nicht was Anderes findet.

Und richtig, da gibt es doch ein Stick-Projekt. Das habe ich hier 2018 auch schon mal erwähnt. Lange ist es her, also kurz zur Erinnerung. Auf einer Weihnachts-Kreativmesse lachten mich die Wichtel an, also schnell gekauft. An einem anderen Stand gab es einen Rest Leinen, gerade passend für zwei Tischsets. Das wäre doch nett für die Adventszeit.

Wie schön, dass die jedes Jahr wiederkommt, ich werde es also 2020 noch einmal versuchen, diese Sets fertig zu stellen. Sie liegen vermutlich seit 2016, denn diese Jahreszahl steht auf der Vorlage vom Kreuzstichkontor Susanne Schütt.

LiBellchen

LiBellchen

Gestickt habe ich schon lange nicht mehr, schade eigentlich. Denn es liegt ein angefangenes LiBellchen herum und wartet auf Fertigstellung.

LiBellchen wurden von Liesel Niesner entwickelt und von ihrer Tochter Hilde Klatt liebevoll in einem Buch in Szene gesetzt. Nach einen Online-Stickkurs bei Anne Lange fühlte ich mich fit genug, diese Herausforderung anzunehmen. Außerdem lagen da ja noch die schönen Garne aus Annes Werkstatt.

Zuerst wird die Grundform, bei mir ein Oktagon – ein rundliches Kissen basierend auf einer Achteckform – , genäht und ausgestopft. Anschließend wird sie frei bestickt und mit Perlen etc. verziert.

Das kann doch nicht so schwer sein – dachte ich und legte los. So sieht es bis jetzt aus.

 

 

Ob ich es wohl in diesem Sommer fertig bekomme? Ihr werdet es erfahren.