Schlagwort: Patchwork

Scrappy

Scrappy

Heute stelle ich Scrappy und die Geschichte dazu vor. Fertiggestellt habe ich diese Decke im Mai 2010. Sie ist nach der Anleitung „Autumn Splendor“ aus dem Buch Quilt-Lovers Favorites Vol. 1 genäht.

Dazu hatten sich zwei Quilt-Freundinnen und ich verabredet. Ich hatte zu dem Zeitpunkt viele Reste (=Scraps) liegen und wir hatten vereinbart, für dieses Projekt auch Stoffe zu tauschen, so dass wir alle drei keine „Herbststoffe“ gekauft, sondern vernäht haben, was wir hatten.

Diese Art von Quilts nennt man Medaillon-Quilts, weil sie in Runden um das Mittelteil gedacht und genäht werden. Die Original-Mitte ist appliziert, eine Technik, die ich damals noch nicht beherrschte. Deswegen habe ich mir einen Block gesucht, der annähernd gleich groß war und ihn mit einem zusätzlichen Rand passend gemacht.

Danach ging es anhand der Anleitung in Runden weiter. Damit aus dem Quadrat ein Rechteck wird, werden an zwei gegenüberliegenden Seiten Reihen eingebaut. Auch das war gut erklärt und stellte keine Schwierigkeit dar.

Aber irgendwannn dämmerte mir, dass die Decke nach der Anleitung zuende genäht, ein Riesenteil werden würde. Dafür hatte ich keine Verwendung, eine Kuscheldecke reichte mir völlig aus. Also habe ich auf die letzte Runde aus 30-cm-Blöcken verzichtet und stattdessen den Streifenrand genäht. Einige Streifen habe spitze Ecken gekommen, das lockert ein wenig auf.

Scrappy ist ca. 135×170 cm groß, mit der Maschine genäht und mit der Hand gequiltet.

Mir erzählt diese Decke Geschichten, weil ich Stoffe erkenne und daran denken kann, in welchen Projekten ich sie für wen verwendet habe. Manche habe ich geschenkt bekommen und einige auch eingetauscht. Sie ist eine schöne Erinnerung für mich.

Brief-Ecken nähen

Brief-Ecken nähen

Von Briefecken sprechen wir PatchworkerInnen, wenn sie eine diagonale Naht haben. Dazu muss man an den beiden benachbarten Seiten Streifen annähen, die länger sind. Beim Annähen muss die Nahtzugabe an Anfang und Ende frei bleiben. Im zweiten Schritt wird das Top über Eck diagonal zusammengelegt und genau in der Verlängerung wird die Naht der Ecke markiert. Nähen, Nahtzugabe zurückschneiden, ausbügeln und fertig.

Bisher habe ich die Randgestaltung meiner Arbeiten in Runden gedacht und genäht. Das hätte in diesem Fall also eine Runde Blinker in rot, eine Runde grau und eine Runde blau bedeutet, 12 Briefecken.

Das kann es doch nicht sein, wie wäre es, wenn ich erst die drei Streifen pro Seite zusammennähe und dann die diagonalen Ecken in einem Rutsch? Das muss doch das gleiche sein – oder? Es hilft nur ausprobieren. Und dann habe ich auch noch daran gedacht, die Nahtzugaben in die jeweils entgegengesetzte Richtung zu bügeln, so dass ich die Nähte später gut ertasten und stecken kann.

So sieht das nun aus.

Jetzt den Quilt diagonal zusammenlegen und die Ränder aufeinander stecken. In Verlängerung der diagonalen Kante die Nahtlinie makieren. Dabei mit Hilfe der Makierung auf dem Lineal auf die 45° Ausrichtung achten.

Genau den Endpunkt der Nähte zwischen Bild und Blinker finden und von dort nach außen nähen, diese Naht an Anfang und Ende verriegeln. Überstehenden Stoff nahtzugabenbreit abschneiden, wenden und ausbügeln.

Vielleicht habe ich das Rad neu erfunden, aber so habe ich es zum ersten Mal gemacht und es gefällt mir gut, auch wenn ich die 100% nicht ganz erreicht habe. Die kleine Abweichung quiltet ich einfach weg – vielleicht.

Little Amsterdam 4

Little Amsterdam 4

Geschafft, das Top ist fertig. Ich habe aus dem Vorlagenbuch Little Amsterdam der North Sea Quilters nur den zentralen Block genäht und mit einem Rahmen eingefasst.

Der Rahmen besteht aus einem schmalen Kontraststreifen, dem Blinker, in rot und je einem Rand in grau und blau. Wichtig waren mir die Briefecken, die verstärken den Eindruck eines Bilderrahmens. Das finde ich für diesen kleinen Wandbehang sehr passend.

Zum ersten Mal habe ich nicht jede Runde einzeln genäht, sondern habe alle Streifen einer Seite erst zusammengenäht und dann angesetzt. Vielleicht habe ich das Rad jetzt neu erfunden, aber das hat mir so gut gefallen, dass ich dazu nächste Woche einen extra Beitrag veröffentlichen werde.

An diesem Projekt muss ich nun das Sandwich herstellen und danach quilten.

Tischläufer New Hexagon 4

Tischläufer New Hexagon 4

oder: Aus eins mach zwei!

Nachdem genug Hexagons fertig genäht waren, konnte ich sie mal zur endgültigen Größe auslegen. Kaum war das geschehen, kamen mir erste Zweifel, ob ich so einen Tischäufer wirklich brauche und beutzen würde.

Wohl eher nicht und dann wäre es schade ihn fertig zu stellen, weil er wahrscheinlich auf Nimmerwiedersehen in einem Schrank verschwinden würde. Zwischenzeitlich war mir aber aufgefallen, dass die Farben sich auch im Garten gut machen würden. Aber so einen großen Tischläufer brauche ich da auch nicht und außerdem habe ich zwei Tische.

Das war die Lösung! Statt eines großen Läufers gibt es zwei kleine sechseckige Decken, für jeden Tisch eine. Aus dem ursprünglich geplanten Farbverlauf wird es jeweils ein Deckchen in eher kühlen und den warmen Farben geben. Die kann ich dann ganz nach Lust und Laune einsetzen.

Also legte ich die gelben Hexagons beiseite und holte das Vorlagenbuch heraus. Schnell hatte ich zwei weitere Blöcke gefunden und die Schablonen geschnitten. Nun muss ich Stoffe auswählen und dann geht es weiter.

Little Amsterdam 3

Little Amsterdam 3

Hier waren die Bauarbeiter sehr fleißig. Zuerst habe ich die Häuser zusammengenäht, einige Details sind appliziert. Die Applikationen habe ich im ersten Schritt mit Vliesofix aufgebügelt und danach die Konturen nachgenäht. Meine ältere Nähmaschine kennt dafür nur den eng gestellten Zick-Zack-Stich. Die jüngere bot einen Zierstich, der dem Handstich sehr ähnlich sieht, den habe ich verwendet. Das sah dann schon sehr nach Arbeit aus, zwei Nähmaschinen nebeneinander am Arbeitsplatz.

Das Wasser der Gracht musste ich leider stückeln, aber ich wollte den Stoff einfach gerne für dieses Projekt verwenden. Die Stoffe für die beiden Brückenteile sind zugekauft und hatten die richtige Größe, so dass ich sie in einem Stück schneiden konnte. Auch sie sind, bzw. werden, mit Vliesofix aufgebügelt und anschließend verschönert.

Nachdem der untere Teil fixiert war, konnte ich den oberen aufstecken und danach die Häuserzeile ausrichten.

Und nun wird es richtig spannend. Mit Hilfe des oberen Brückenteils sollen die Häuserzeile und die Brücke zusammengefügt werden. Zuerst also genau ausrichten und danach bügeln. Dann gibt es aber kein Zurück mehr, was einmal klebt, klebt für immer.

Auf dem Foto oben sind auch schon die ersten Überlegungen zur Randgestaltung zu sehen.

Mal wieder etwas aus der Restekiste …

Mal wieder etwas aus der Restekiste …

Ganz viele kleine Quadrate habe ich zu dem auf der Spitze stehendem Quadrat zusammengenäht. Ergänzt wird das üblicherweise mit Dreiecken zu einem weiteren, größeren Quadrat.

Ich brauchte aber ein Rechteck und da ich sowieso in der Restekiste wühlte, fielen mir die Streifen in die Hand. Also habe ich die verwendet und solange angesetzt, bis ich die geplante Größe erreicht hatte. Gequiltet habe ich mit der Nähmaschine.

Und was ist nun daraus geworden? Ich habe noch je einen Ober- und Untertritt angefügt und zwei Kreise angenäht – na, was könnte das sein?

Meine neu bezogene Nackenrolle – endlich fertig.

Die stand schon lange auf der To-do-Liste und ich kann wieder etwas davon abhaken.

Little Amsterdam 2

Little Amsterdam 2

Für dieses Projekt habe ich inzwischen die Häuser „gebaut“ und die Stoffe für Brücke und Wasser im Vordergrund vorbereitet. Danach habe ich alles auf die Designwall gesteckt – fast fertig!

Natürlich nicht, es liegt noch viel Arbeit vor mir. Zuerst muss ich die vielen Applikationen, die z.Z. nur aufgebügelt sind, mit einem Applikationsstich festnähen. Danach kann ich die Häuser miteinander und den unteren Brückenteil mit dem Wasser verbinden. Mit Hilfe des oberen Brückenteils werden diese beiden Teile dann vereint – spannend, ich werde berichten, wie es mir ergangen ist.

Tischläufer New Hexagon 3

Tischläufer New Hexagon 3

Nachdem außer den ersten Hexagons nun auch die ersten Hintergrunddreiecke fertig sind, habe ich mal ausgelegt. Die Teile sind noch nicht zusammengenäht, weil der Transport dann schwierig wird. Bei dieser Technik nähe ich über Papier-/Pappschablonen. Und die bleiben solange drin, bis alle Seiten festgenäht sind. Das dauert also noch eine Weile und solange bleiben die Einzelteile Einzelteile.

Die Idee war, einen Farbverlauf zu gestalten. Der wird erst so richtig zu erkennen sein, wenn alle Hexagons genäht sind, aber einen ersten Eindruck bekommt man jetzt schon. Und solange nichts zusammengenäht ist, kann ich auch noch alles verschieben.

Die Frage der Hintergrundfarbe hat mich ein wenig beschäftigt. Hell wollte ich nicht, wir haben einen hellen Holztisch. Schwarz bringt die Fraben schön raus, war mir aber zu dunkel und traurig. Ich denke, das dunkle Blau ist eine gute Alternative.

So, nun muss ich neue Schablonen schneiden und Stoffe zusammenstellen, vorschneiden und das Spiel geht von vorne los, ich freue mich drauf.

Little Amsterdam

Little Amsterdam

Vor vier Jahren waren wir für ein paar Tage in Amsterdam. Da durfte ein Besuch bei de Haan en Wagenmakers natürlich nicht fehlen. Praktischerweise liegt gleich nebenan ein weiterer Patchworkladen, Birdblocks nennt er sich. Da fiel meinem Mann und mir gleich ein großer Wandbehang mit Amsterdam-Bezug ins Auge. Er heißt „Little Amsterdam“ und wurde von den „North Sea Quilters“ 2007 entworfen. Wir haben nur einen Augenblick überlegt und die Anleitung und ein kleines Päckchen mit typisch holländischen Mustern für Fenster und Ornamente gekauft. Alles andere wollte ich zuhause kaufen, kann ja nicht so schwierig sein – dachte ich. Das Problem ist nur, wenn ich das Original gesehen habe, gehen mir die Stoffe nicht mehr aus dem Kopf. Ich fand also nichts Passendes.

An diesem Punkt rettete mich eine Patchworkfreudin und lud mich zum Färben ein, sie brauchte auch gerade blaue Stoffe. Wir haben versucht, das Blau aus den Muster-Stoffen zu treffen und durch unterschiedliche Intensität Abstufungen geschaffen. Dann haben wir uns überlegt, türkis wäre eine gute Ergänzung und haben auch davon ein paar Abstufungen gefärbt. Damit hatte ich zwar die Stoffe für die Häuser, den Himmel und das Wasser, aber die Brücke – es wollte sich einfach nichts finden lassen.

Ein Jahr später führte uns unser Weg wieder nach Amsterdam. Ein paar Stunden nur, aber da wir ja gerade da gewesen waren, hatten wir Zeit, noch einmal in den Patchworkladen zu gehen. Die Damen konnten mit den Original-Stoffen auch nicht mehr dienen, aber sie wussten ja, worum es ging und konnten mir gute Alternativen anbieten. Glücklich zog ich von dannen.

Nachdem ich nun noch ein paar Jahre um die Stöffchen rumgeschlichen bin, habe ich mich jetzt entschlossen, mit diesem Projekt zu beginnen. Da ich keine Verwendung für einen 2×2 m großen Quilt habe, werde ich nur den inneren Block nähen, also die kleineren Häuser mit der Gracht und der Brücke.

Hallo, Baby!

Hallo, Baby!

Ein Quilt für…, nein, den Namen werde ich hier nicht verraten. Das wäre den Eltern sicher nicht recht. Ein Mädchen wurde geboren und ich konnte endlich die Tilda-Stoffe heraussuchen, die ich vor längerer Zeit gekauft hatte.

Erst beim Auseinanderfalten habe ich realisiert, wie klein die Zuschnitte sind. Eigentlich stand es auf der Banderole, aber Papier ist geduldig. Aus zwei mehr oder weniger kontrastreichen Stoffen haben ich zuerst die Windmühlen genäht. Deren Maß war dann die Grundlage für die Quadrate. Drei davon habe ich, um auch kleinere Stoffstücke verbrauchen zu können, noch unterteilt.

Der Rand drumherum und der Binding-Streifen mussten natürlich auch gestückelt werden, aber das ist eben Patchwork.

Gequiltet habe ich mit der Maschine in parallelen Linien zu den Nähten, echoquilten sagt man dazu auch. Ich habe ein bauschiges Volumenvlies benutzt und finde den entstandenen Steppdecken-Charakter richtig gut.

Dies ist das erste Teil, das ich an einem Wochenende fertig gestellt habe – nun ja, die Decke ist nur ca. 80 x 100 cm groß, aber immerhin. Nun wünsche ich mir, dass mein Werk erst einmal der Mutti und später der Tochter gefällt, damit sie auch benutzt wird.