Schlagwort: Patchwork

Kleines Deckchen „Herzflimmern“

Kleines Deckchen „Herzflimmern“

Kurz vor dem Valentinstag hat Regina Grewe uns ein paar tanzende Herzen zum Nähen auf Papier geschenkt – vielen Dank!

Vier davon habe ich in Regenbogenfarben genäht und zu einem kleinen, ca. 30 x 30 cm großen, Deckchen zusammengefügt. Reginas Namen „Herzflimmern“ habe ich einfach übernommen.

Für diese kleine Arbeit habe ich Stoffe aus der Restekiste verwendet. Sie sollte Farbe in unseren kalten und grauen Winter bringen. Deswegen habe ich mich auch für ein farbiges Binding entschieden.

Die Farbwechsel sollten schon genau passen und deswegen habe ich die Länge der Streifen genau ausgemessen und den Streifen vor dem Annähen zum Ring geschlossen. Das Nähen der Ecken ist ein wenig friemelig, aber das Ergebnis zählt.

Deckchen Herzflimmern auf PP-Vorlagen von Regina Grewe mit der Nähmaschine genäht und handgequiltet.

Schönes Valentinstags-Wochenende!

Lasagne 3

Lasagne 3

So viele Quadrate aus zwei Dreiecken. Das müsste doch locker für eine Kissenplatte reichen- dachte ich. Weit gefehlt.

55 Streifen hatte ich zusammengenäht. Also 54 geteilte Quadrate. Die musste ich ersteinmal bügeln und trimmen. Aus den ursprünglich 6,5 cm breiten Streifen wurden Quadrate mit 4 cm Kantenlänge, zusammengenäht also nur noch 2,5 cm. Jeweils 4 davon habe ich zu Windmühlen verarbeitet, die nun wieder netto 5, mit Nahtzugabe also 6,5 cm hatten und zu den restlichen Streifen passten.

13 Windmühlen hatte ich, die Kissenplatte sollte 50 x 50 cm groß werden, ich wollte ja die große Decke hineinpacken. Ich brauchte also 10 x 10 Quadrate á 5 x 5 cm, 100 minus 13 – da fehlen wohl noch einige.

An diesem Punkt des Projektes hatte ich eigentlich keine Lust mehr, das würde mich ewig viel Zeit kosten. Aber auf der anderen Seite passen diese Stoffe so gar nicht zu all meinen anderen, was sollte also daraus werden? Und wegwerfen, dafür stecke schon zu viel Arbeit drin. Also bin ich ganz tief in meine Restekisten gestiegen und habe geschnippelt. An Ende waren die 100 Quadrate zusammen und ich konnte sie zur Kissenplatte zusammennähen.

Aus nur 9 Teilen habe ich anschließend die Rückseite genäht, Vorderseite mit Vlies und Rückseite verstürzt und die Kissenplatte gequiltet.

Die passte sehr gut unter die Nähmaschine und ich habe Quadrate gequiltet, einen Viertel Inch innen neben den Nähten, damit es mit der äußeren Runde, knappkantig abgesteppt, zusammenpasste.

Um das Quilting der großen Decke nicht zu stören, habe ich die Kissenplatte danach mit der Hand auf die Rückseite genäht und sie freudig hineingepackt.

Wer mich kennt, ahnt, dass das Ergebnis mich nicht befriedigt hat. Woran mag es liegen? Ich kann nur Vermutungen anstellen. Zu einem liegt es wohl an dem Vlies, das sich nicht bauscht und „stopfen“ lässt. Zum anderen habe ich die Öffnung an die Außenseite verlegt. In der Anleitung stand, man sollte die obere, innere Seite offen lassen. Aber das erschien mir unpraktisch, ich will mich doch nicht mit den Füßen in dem Kissen verheddern.

Also habe ich die Kissenplatte wieder abgetrennt und nun gehen eine kleine und eine große Decke getrennte Wege.

Ob das mit meinem Quillow noch mal was wird?

Lasagne 2

Lasagne 2

Nach den vielen kleinen Projekten im Dezember habe ich nun wieder die große Decke hervorgeholt. Da ich mich mit Namen immer schwer tue, bleibt sie ganz einfach „Lasagne“, nicht wirklich ein Name, sondern eher der Hinweis auf die geschichteten Streifen, die hier zum Ganzen wurden.

Das Top lag also fertig bereit und der Weihnachtsmann brachte mir das Buch „Walk 2.0“ von Jacquie Gering. Darin habe ich sofort geblättert und mit ein paar ihrer Tricks und Anregungen den Mut gefasst, das Riesentop – fast 140 x 210 cm – mit meiner kleinen Pfaff zu bearbeiten.

An einem windstilleren Tag hat mein Mann geholfen, die Lagen zu kleben. Hinterher war klar, dass es bei uns nie wirklich windstill ist, aber mit den kleinen Falten auf der Rückseite muss und kann ich gut leben.

Zuerst habe ich alle waagerechten Nähte gequiltet. Anschließend quer dazu Zick-Zack-Linien. Das ergibt das Muster „Arrows“ aus dem neuen Buch.

Nächste Herausforderung war dann fast 7 Meter Binding. Da ich absolut keine Lust hatte, die letzte Naht mit der Hand auf der Rückseite zu schließen, habe ich mich für Sue’s Magic Binding entschieden. Das ist die zweifarbige Variante, die zuerst auf der Rückseite und danach auf der Vorderseite mit der Maschine angenäht werden kann.

Fertig!

Und noch ein Detailfoto vom Quilting „Arrows“ nach Jacquie Gering.

Die Decke ist nun fertig. In einer kleinen Schachtel liegen aber noch all die vorbereiteten Dreiecke und andere restliche Stoffe. Soll ich noch einen Versuch „Quillow“ starten?

Guten Rutsch,

Guten Rutsch,

aber vorher muss ich noch ein paar Geschenke zeigen.

Nach einem PP-Schnitt von Regina Grewe sind diese Strandhäuser entstanden. Ich habe sie zu zwei Tisch-Sets für meinen Bruder und seine Frau verarbeitet.

Die Stoffe waren eigentlich für etwas Anderes gekauft, aber nun passen sie gut in deren neues Zimmer.

Noch viel länger lag eine Fertigpackung von Malen&Quilten, Gunhild Müller. Wo und wann genau ich „Bärbels kleine Tasche“ gekauft habe, weiß ich nicht mehr. Aber jetzt brauchte ich ein Geschenk für eine liebe Freundin und habe sie herausgeholt. Zuerst habe ich die Einzelteile vorbereitet.

Aus Futter mit Innentasche, Außentasche, Taschenklappe, Trageriemen und Aufhängeschlaufen habe ich das kleine Umhängetäschchen zusammengefügt. Der Stoff für die Klappe wurde mit Hilfe eines speziellen Vlieses gekrumpelt. Dafür habe ich das Vlies dicht auf den Stoff gesteppt und es anschließend mit Dampf aus dem Bügeleisen zum Schrumpfen gebracht. Ein interesssanter Effekt.

Einen Sonnentag habe ich genutzt und ein Foto von der fertigen Tasche im Garten gemacht.

Ein aufregendes und arbeitsreiches Jahr geht zu Ende, ich wünsche einen guten Rutsch ins neues Jahr!

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

2008 habe ich diesen kleinen Bruder von meinem großen Weihnachtsbaum für eine Freundin genäht. Sie hatte sich in den großen verliebt, aber keinen Platz, so einen Wandbehang aufzuhängen. Beim Durchblättern meiner Hefte fand ich dann diese 60 cm hohe Variante.

Die sichbare Streifenbreite beträgt stellenweise nur einen Zentimeter, der Zuschnitt also 2,5. Das war schon ein wenig friemelig, aber LogCabin näht sich leicht und es ging flott voran.

Ein wenig überlegt habe ich beim Kerzenschein. Für meinen habe ich dafür Flammen aus goldenem Stoff geschnitten und appiliziert. Bei diese Größe – Kleine – hatte ich keine Chance. Da ich nebenher auch mal mit Perlen gearbeitet hatte, wusste ich, dass es Perlen in Tropfenform gibt. Die habe ich dann tatsächlich auch im Laden gefunden und konnte die Kerzen an diesem Weihnachtsbaum entzünden.

Meine Freundin hat sich riesig über den kleinen Bruder gefreut und einen schönen Platz für ihn gefunden.

Mal eben schnell

Mal eben schnell

und die Folgen. Nach ein wenig Überlegung zeige ich nun doch, was mir am Wochenende passiert ist. Das kleine Deckchen war so gut wie fertig, es fehlte nur die letzte Naht, nämlich das Binding auf der Rückseite mit der Hand an zu nähen.

Leider war das Sandwich ein wenig zu dick und das Binding war etwas zu knapp, es war sehr stramm und machte keinen Spaß. Aber das ist ja kein Problem, abschneiden geht immer. Tja – und da war ich dann zu schnell und habe in das Binding geschnitten. Ich habe ziemlich laut geschimpft.

Aber es war ja eigene Dummheit und so habe ich mich an die Reparatur gemacht. Dafür habe ich das Binding stellenweise wieder abgetrennt, damit ich den beschädigten Streifen herauslösen konnte. Glücklicherweise war noch Stoff vorhanden. Den kaputten Streifen habe ich als Schablone benutzt und einen neuen, genau passenden eingefügt. Dann das Binding wieder angenäht. Danach die Rückseite mit Handstichen angenäht.

Fertig ist das kleine Deckchen für meinen Beistelltisch. Die drei Stoffe, aus denen ich die Windmühlen genäht habe, sind aus dem Adventskalender von CountryRoseQuilts, den ich mir in diesem Jahr spendiert habe und dessen Inhalt mir viel Freude macht.

Das Deckchen ist ca. 20 x 40 cm groß und mit der Nähmaschine genäht und gequiltet.

Lasagne-Quilt 1

Lasagne-Quilt 1

So sieht es aus, wenn die vielen Streifen für diesen Quilt nacheinander durch die Maschine geschickt werden. Eine Patchworkfreundin hatte ausgetüftelt, wieviele Streifen für eine Kuscheldecke benötigt werden und ich brauchte nur noch abzuzählen und zusammenzunähen.

Verwendet habe ich zwei Jelly-Rolls, das sind fertig zugeschnittene Streifen verschiedenener Stoffe, die zur Rolle gewickelt im Ganzen verkauft werden. Die Anzahl reichte nicht, aber ich konnte im Patchworkladen meines Vertrauens zukaufen und habe sogar fertig geschnittene Streifen mitnehmen können, klasse Service, danke Mara.

Die Streifen werden diagonal aneinander genäht. Um Garn zu sparen, habe habe ich in Kette genäht. Und ich habe alle Streifen zweimal genäht, mit einem halben Inch Abstand. Auf diese Weise sind die Restdreiecke gleich zusammen genäht. Was daraus werden soll, weiß ich noch nicht, aber ich bin vorbereitet.

Nach dem Nähen der langen Schlange werden die Nahtzugaben (Dreiecke) abgeschnitten und die Schlange gebügelt. Danach werden Anfang und Ende rechts auf rechts gelegt und der Streifen zusammengenäht. Das hat ziemlich lange gedauert, denn da kommen viele Meter zusammen.

Dieses Zusammenlegen und -nähen wird so lange wiederholt, bis die gewünschte Breite erreicht ist.

Das Top ist fertig, die Streifenfolge zufällig. Die Nähsucht ist befriedigt und nun ist der Kopf wieder frei, die Nähstube wird zur Weihnachts-Werkstatt.

Schweden 2

Schweden 2

Wie war das noch mit Hinter-, Mittel- und Vordergrund? Ist schon etwas her, der Kunstunterricht in der Schule. Oder war es Deutsch, Thema Bildbeschreibung?

Anders als beim Quilten, denn da fängt man tunlichst in der Mitte an und arbeitet sich nach Außen, muss ich dieses Bild von Hinten nach Vorne aufbauen. Dafür habe ich zuerst ein paar Wolken gequiltet, die kommen leider wegen des gemusterten Stoffes nicht so gut raus.

Im Anschluss habe ich die Inseln im Hintergrund genäht. Die sind noch etwas zu dünn, da muss ich noch einmal drüber gehen, vielleicht in grün?

Auf meiner Felseninsel stehen Bäume. Was hatte Gudrun im Kurs gesagt? Baumkronen gerne in Konfetti-Technik mit Tüll. Hmmm… gefällt mir nicht so richtig. Deswegen habe ich grüne Stoffreste auf Vlisofix gebügelt, kleine Kreise ausgeschnitten und aufgebügelt.

Beim ersten Versuch, der oben im Bild zu sehen ist, stimmten die Proportionen nicht, also die Schnipsel wieder einsammeln, ergänzen und neuer Versuch.

So passt es besser. Jetzt will ich den Felsen bearbeiten. Die Kreise gingen mir auf meinem Mustertuch gut von der Hand. Hier sind sie leider sehr krakelig geworden. Das Stickvlies ist sehr steif und ich habe es vermutlich ungleichmäßig geschoben. Also erstmal kreative Pause und dann mit neuem Schwung wieder an die Arbeit.

Schweden 1

Schweden 1

Noch im Kurs Landschaftsimpressionen mit Gudrun Brückner-Krebbel im Februar hatte ich den Hintergrund für mein eigenens Projekt „Erinnerung an Schweden 2019“ zusammengestellt und genäht.

Tja und dann kamen so viele andere Sachen, dass ich nicht die Ruhe für diese, mir noch ungeläufige Technik hatte. Es war so ein wenig wie die Angst vor dem neuen Schulheft, der leeren weißen Seite beim Briefeschreiben. Aber nun ist die Nähstube fast aufgeräumt und es gibt keine Ausreden mehr.

Also frisch ans Werk. Erster Schritt ist ein Entwurf. Da hatte ich eine erste Version schon im Februar gemacht, angelehnt an ein Foto, dass ich im Schärengarten bei Stockholm an der Anlegestelle bei unserem Ferienhaus gemacht hatte. Danach hatte ich im Februar auch die Stoffe ausgesucht und aufgeteilt.

Nun habe ich alles Material und den ersten Entwurf herausgeholt und ausgelegt. Eine Kopie vom Entwurf habe ich dann coloriert, Details ergänzt.

Da hängen sie nun, der Papierentwurf und der Stoffhintergrund.

Bevor es ans Quilten und Sticken geht, sollte ich den Stoff begradigen. Und dann muss ich noch Vlies aufbügeln und die Stickunterlage mit Nadeln befestigen. Aber dann geht’s los, ganz bestimmt……

Buchecken

Buchecken

Bucheckern würden auch gut in die Zeit passen, aber es ist kein Schreibfehler, die sind nicht gemeint. Lesezeichen meine ich und diese werden nicht zwischen die Seiten gelegt, sondern auf die Seitenecken gesteckt. Natürlich eine Idee aus dem Internet und leider wieder nicht darauf geachtet, wer sie sich ausgedacht hat. Ich gelobe Besserung.

Aus ganz vielen, alten Stoffzuschnitten habe ich jeweils drei zusammenpassende herausgesucht. Die Stoffe für die Ecke und die Vorderseite habe ich mit einer Gewebeeinlage verstärkt. Gewebeeinlagen gibt es für verschiedene Anwendungen und sie haben den Vorteil, das sie weniger steif sind als Vliese. So bekommen die Ecken etwas Stabilität, sind aber nicht so fest, dass es beim Aufstecken Eselsohren gibt.

Danach ging es ans Trimmen, immer alle drei Lagen auf einmal. Und schon sieht es alles wieder viel sauberer aus. Es erstaunt mich immer wieder, wie Soffe im Laufe der Zeit ausfransen, sie liegen doch nur rum. Aber manchmal schaut man eben doch mal durch, grabbelt rum, es bleibt nicht aus.

Dieses Projekt habe ich „industriell“ gearbeitet. Also immer den gleichen Arbeitsschritt bei allen 28 Ecken hintereinanderweg. Das geht schneller, als wenn man jedes Teil einzeln fertig stellt und dabei immer wieder das Handwerkszeug oder den Arbeitsplatz wechseln muss.

Nach dem Trimmen habe ich den Stoff für die Ecke diagonal gefaltet und gebügelt. Anschließend alle drei Lagen geschichtet und abgesteppt – Wendeöffnung nicht vergessen! Ecken knapp abschneiden, wenden, ausformen, bügeln und knappkantig absteppen, dabei die Wendeöffnung schließen. Fertig!

Und was ich damit jetzt mache? In eine Schachtel packen und Mitgebringsel zur Hand haben, wenn ich sie brauche.