Schlagwort: Patchwork

Ordner-Hülle „Memory“

Ordner-Hülle „Memory“

Ein leider trauriger Anlass brachte mir eine meiner ersten Arbeiten zurück. Diesen Einkaufsbeutel habe 2002 für meine Tante genäht. Auch damals schon aus den Resten der Reste. Deswegen konnte ich z.B. die Mastspitzen der Segelboote nicht retten, es war einfach keine Nahtzugabe mehr da. Aber Tante und Onkel haben den Beutel geliebt und benutzt. Nun ist er wieder bei mir und ich werde ihn zu einer weiteren Ordner-Hülle umarbeiten, ich konnte ihn einfach nicht wegwerfen lassen.

Also habe ich ihn gewaschen und aufgetrennt.

Schade, der Stoff hat doch mehr gelitten als ich gedacht hatte. Da hilft nur noch abschneiden und dann muss ein neuer Rand drumrum. Innenbeutel und Griffe sind leidergar nicht mehr zu gebrauchen.

Und da waren sie, die Mastspitzen in der oberen Reihe, noch ein wenig kürzer. So etwas würde ich heute nicht mehr machen. Da muss man einfach mehr Stoff kaufen und mit dem Verschnitt leben, meist findet sich dafür ja auch noch eine Resteverwertung. Der neue Stoff passt gut, die Farbe liegt irgendwo zwischen den Booten und den Segeln und kleine Sterne hat er auch.

Nun muss mittels Rückseite und dünnem Vlies noch ein Sandwich draus werden. Gequiltet habe ich die senkrechten und waagerechten Nähte. Die waagerechten Quiltlinien gehen über den gepatchten Teil in die umgeschlagenen Klappen weiter, damit ich auch dort etwas Stabilität bekomme.

Mein ganz persönliches Erinnerungsstück an Tante und Onkel ist fertig und verschönert den alten Schulordner, der meine Strickanleitungen beherbergt.

Dänemark 1

Dänemark 1

Nachdem ich das Projekt Schweden abgeschlossen habe, habe ich das Material und die ersten Überlegungen für Dänemark rausgeholt. Seit mehr als 20 Jahren machen wir Urlaub an der Jammerbucht, in der Nähe von Lökken. Schon lange habe ich die Idee, einen Wandquilt zu machen, nun geht es los.

Oben im Beitragsbild liegt die Stoffauswahl bereit. Darüberhinaus gibt es nur Ideen und vage Vorüberlegungen.

Mein erster Ansatz war eine Landschaft aus Wasser, Strand und Dünen im Hintergrund und darin verteilt ein paar „Fotos“ von Sehenswürdigkeiten. Nach meinen Erfahrungen mit dem Schweden-Quilt hat sich das nun erledigt, ich werde traditioneller arbeiten.

Natürlich habe ich bei Ausstellungen, in Büchern und Zeitschriften immer mal wieder Ideen aufgeschnappt und daraus werde ich mir jetzt aussuchen, was zu mir und meinem Quilt passen könnte. Toll war der Tipp, auch Landschaftquilts in Reihen zudenken. Und ich werde die Reihen sogar in Blöcke unterteilen.

Da mir auch das Format nicht so richtig gefiel, habe ich auf ein Quadrat mit 4 x 4 Blöcken umgestellt. Mit Notizzettelchen habe ich eine erste Aufteilung vorgenommen.

Mit Papier und Stiften habe ich einen neuen Entwurf gezeichnet.

Vielleicht drängeln sich die „Fotos“ in der Mitte, da sollte ich wohl noch ein wenig hin und her schieben. Und bevor es mit den einzelnen Blöckchen im Detail weitergeht, muss ich jetzt entscheiden, wie groß sie werden sollen. Jedes Blöckchen 20×20 cm groß? Oder ist das zuviel, reichen 15x15cm?

Mein Bauerngarten 5

Mein Bauerngarten 5

Wie vermutet, kommen auch die Monate Juli und August als Doppelpack daher. Roswitha hat sich für diese beiden Blöcke ein ganz neues Design ausgedacht. In einem Rahmen aus Hexagons soll ein schöner Stoff präsentiert werden. Das passt bei mir gar nicht, da ich mit Stoffresten arbeite. Ich habe weder schönen, noch Hintergrundstoff in der benötigten Größe dabei. Also eine sehr gute Ausrede, um auch dieses Mal das Thema Handnähen zu umschiffen.

Ich werde das Design vom letzten Monat aufgreifen und in die Mitte kommt der Flechtstern aus dem Sternenerwachen. Im Beitragsbild zeige ich die fertig zugeschnittenen Dreiecke und Quadrate, aus denen der Flechtstern zusammengesetzt wird.

Ausgebreitet habe ich die Teile auf einem mit Flanell bezogenen und leicht gepolsterten Sortierbrett, damit sie mir nicht verrutschen und durcheinander geraten. Nun schön langsam und Schritt für Schritt zusammennähen. Zwischendurch immer wieder kontrollieren, trimmen und bügeln.

Die Aufgabe für Juli und August ist erledigt.

Nun fehlt noch der große Mittelblock, 40×40 cm wird er werden. Ich freue mich schon sehr auf Roswithas Idee, bin aber gedanklich auch schon vorbereitet, wenn ich mir wieder selbst etwas aussuchen darf.

Schweden 7

Schweden 7

Nachdem ich mit dem Maschinenquilten fertig war, habe ich die Ränder angenäht.

Zum freien Sticken wird die Arbeit auf einen flachen Rahmen gepinnt, der dann mit Schraubzwingen am Tisch befestigt wird. Das hat den Vorteil, dass ich mit beiden Händen arbeiten kann, weil ich keinen Rahmen halten muss.

Mit verschiedenen Garnen und mit verschiedenen Stichen habe ich die Gräser im Vordergrund gestickt. Einen Teil der losen Fäden habe ich auf der Rückseite vernäht, die rechts unten brauche ich später noch.

Links und rechts vom gelben Streifen habe ich in der Naht gequiltet. Erst danach habe ich die Halme der rechten Gräser zuende aufgestickt. Sie fallen jetzt ein wenig aus dem Rahmen. Für das Binding habe ich wieder den gelben Stoff gewählt, es war ja Sommer und die Sonne schien.

Außer den Gräsern sind mir auch ein paar Kieselsteine aus dem Rahmen gefallen. Damit habe ich zum ersten Mal die dritte Dimension in eine meiner Arbeiten eingearbeitet.

Mein kleiner Wandbehang „Sommer auf Blidö“ ist ca. 45 x 60 cm groß. Entstanden ist er nach dem Besuch des Kurses Landschaftsimpressionen mit Gudrun Brückner-Krebbel nach meinen Foto.

Schweden 6

Schweden 6

Auf zum Endspurt! Das Projekt liegt nun schon wieder so lange rum, es muss jetzt fertig werden.

Da ich mich mit dem Vordergrund so schwer getan habe, habe ich mich erstmal um die Randgestaltung gekümmert. Nach mehreren Versuchen an der Design-Wall habe ich mich für einen schmalen Streifen in Gelb entschieden. Damit will ich das Bild zusammenhalten. Drumherum gibt es nur Wasser und Himmel, ich bin ja gedanklich auf einer Insel. Auch einen Namen habe ich mir ausgedacht. “ Sommer auf Blidö“ soll mein Erinnerungsquilt heißen. Blidö ist die Insel im Schärengarten vor Stockholm, wo ich 2019 das Foto aufgeommen habe, das mir als Vorlage dient.

Bevor ich die Ränder annähen kann, muss ich quilten. Im Vordergrund habe ich erste Gräser mit der Nähmaschine gestickt/gequiltet. Aber irgendwie sind sie mir zu „dünn“. Da werde ich auf jeden Fall in freier Sticktechnik weitere Halme wachsen lassen.

Zwischendurch habe ich aber auch den Himmel nachgearbeitet. Dadurch, dass im Mittel- und Vordergrund extrem gequiltet ist, wölbte er sich. Um das zu beseitugen, habe ich auch im Himmel noch ein wenig mehr gequiltet.

Vorm Handsticken habe ich die Ränder angenäht.

Nun kann ich die Arbeit auf dem großen Stickrahmen befestigen und den Vordergrund ausfüllen.

Zweite Projektmappenhülle

Zweite Projektmappenhülle

Ist das nun Re- oder Up-cycling oder gar schon Transformation? Ich weiß nicht. Ich weiß nur, dass die Projektmappenhülle vom Bernina-Blog sehr praktisch ist und ich für ein zweites Langzeitprojekt noch eine weitere haben möchte. Und das möglichst schnell und ohne viel Zeit mit dem Zusammensetzen des Umschlages zu vertrödeln. Was könnte ich nehmen?

Da! Eine Tasche, die ich selten bis gar nicht benutzt habe. Und die vorher schon mal eine Tischdecke war, ebenfalls ungenutzt. Gerade noch rechtzeitig vor dem endgültigen Auftrennen habe ich das Bild oben gemacht. Es sieht so aus, als wenn ich die Taschenteile komplett als Umschlag für die Projektmappenhülle verwenden kann. Vielleicht sogar die Klappe wieder als Verschluss, der Knopf liegt auch noch da. Fehlen nur noch die Reißverschlüsse, Stoff für die Innentaschen und das Vinyl, das sollte sich doch wohl alles finden lassen.

Alles da! Dann geht es nun an das Zusammensetzen.

Es läuft gut. Und dank des Tipps, Papier unterzulegen, wenn das Vinyl nicht so gut rutscht, ist dieses Mal auch die letzte Naht keine Problem gewesen. Danke, Anke!

Da sind sie nun, die beiden Schwestern.

Die neue habe ich gleich mit dem Dauerprojekt Mawerik Stars bestückt. In der einen Tasche sind die fertigen Sterne, in der anderen die Zuschnitte für die nächsten.

Ich bin für den kommenden Nähtag mit meiner Gruppe gerüstet.

Mein Bauerngarten 4

Mein Bauerngarten 4

Heute ist der zweite -Stern an der Reihe. Für die Mitte habe ich aus dem gleichen Stoff wie beim ersten einen andern Ausschnitt gesucht. Die Farben für die Zacken sollen zum Mittelstoff und zu den Blöcken oben und unten passen. Die farbintensiven AGF-Stoffe machen sich gut als Partner der Tildastoffe.

Die Zacken, die aus Flying-Geese-Blöcken bestehen, habe ich wieder in der no-waste-Methode gearbeitet. Der Sternen-Neuner-Block bildet die Mitte für den neuen Neuner-Block, der sich wiederum in die rechte Seite des Gesamtwerkes einfügt.

Jetzt einmal alle fertigen 6 Blöcke in der richtigen Ausrichtung.

Seht ihr die kleinen Schnipsel auf den Blöcken? Das sind meine Hilfszettelchen, mit denen ich die Blöcke nach Reihe und Platz in der Reihe kennzeichne. Dann sitzen sie beim nächsten Auspacken und Aufhängen sicher in der gleichen Reihenfolge.

Mit diesem Projekt bin ich auf dem Laufenden und kann es beruhigt beiseite legen.

Mein Bauerngarten 3

Mein Bauerngarten 3

Die Monate Mai und Juni kommen in diesem BOM von Country Rose Quilts als Doppelfolge daher. Es werden die beiden Seiten links und rechts. Der Aufbau der Blöcke ist gleich, jeweils die vier Ecken als LogCabin gestaltet, die größere Mitte als 20×20 cm Block. Roswitha lieferte zwei unterschiedliche Vorlagen für EPP und ich war eigentlich willens, die beiden Handnähblöcke zu arbeiten. Aber nach einem Blick auf die Stoffvorräte habe ich davon Abstand genommen. Die wunderschönen Blöcke sind sehr kleinteilig, deswegen hätte ich jede Menge Stoff verbraucht. Ich war mir nicht sicher, dass meine Vorräte dann für alle übrigen Blöcken reichen würden.

Und da sie uns ja schon mehrfach gesagt hat, es sei unser Quilt und unsere Entscheidung, habe ich mich für zwei gleiche Sterne entschieden, die sich dann nur in der Farbe unterscheiden werden. Damit es ein bunter Bauerngarten wird, brauche ich aber mehr als drei Stoffe für einen und habe noch ein paar Stoffe ausgesucht.

Damit die Motive der Tildastoffe gut zu erkennen sind, habe ich einen Stern mit großer Mitte ausgewählt. Die Zacken habe ich in einer Schnellschneidemethode gearbeitet und fast keinen Abfall produziert, war also sehr sparsam. Und weil ich die Blöcke mit der Maschine nähen kann, habe ich den ersten auch schon fertig.

Damit ist die Aufgabe für den Mai erledigt, der Juni steht in den Startlöchern.

Und nur weil es so besser zu fotografieren war, liegen die Streifen im Foto auf der Seite, im Quilt stehen sie andersrum und dann stehen all die Tempel auch wieder richtig rum.

Projektmappenhülle 2

Projektmappenhülle 2

Da mich der Streifen-Quilt noch eine Weile begleiten wird, sollte er eine standesgemäße Aufbewahrung haben. Darum habe ich die Projektmappenhülle vom Bernima-Blog jetzt fertiggestellt. Begonnen hatte ich im Oktober, fertig werden sollte sie im letzten Jahr bei einem gemeinsamen Nähtag meiner Patchworkgruppe. Daraus wurde dann leider nichts.

Es waren alle Teile vorbereitet, den Stand habe ich im oberen Foto festgehalten. Jetzt habe ich zuerst die Innentaschen mit dem Reißverschluss versehen. Dabei habe ich die Rückseite mit der durchsichtigen Vorderseite verbunden. Anschließend musste ich ein wenig nachschneiden, damit die Innentaschen in den Umschlag passten.

Die Innentaschen habe ich mit ganz vielen Klammern auf dem Umschlag befestigt und mit einen großen Stich einmal außen herum alles befestigt.

Die gleiche Runde habe ich noch zweimal gemacht, um das Binding anzunähen. Zuerst auf der Innenseite und danach von außen. Das war schwieirg, weil sich das Vinyl schlecht schieben lässt. Tipp von Bernina, ein Stück Stoff unterlegen. Aber von Mitnähen stand da nichts, musste ich aber ausprobieren. Tja, wer keine Arbeit hat, macht sich welche.

Zuletzt habe ich noch ein Knopfloch in die Verschluss-Lasche genäht und an der passenden Stelle auf der Vorderseite den Knopf befestigt.

Dann konnten Anleitung, „Gitter-Stoff“ und die fertigen Blöckchen einziehen.

So macht die Arbeit gleich doppelt so viel Spaß.

Spenden – Quilt 4

Spenden – Quilt 4

Bei meinen Resten lagerten auch jede Menge Streifen, fein säuberlich sortiert nach Breite. Daraus sollten LogCabin Blöcke werden. Das wird nun nichts, denn aus der Spenden-Quilt-Aktion ist noch eine halbe Bettdecke vom Schweden über. Und dafür will ich nun ein Top aus Streifenblöcken nähen. Die Technik dafür habe ich im letzten Beitrag „Schnelle Quilts aus Streifen“ beschrieben.

Aus den 6 von 48 benötigten Blöcken lässt sich noch lange kein Quilt nähen, auch nicht für Kinder. Aber hier ist schon mal zu sehen, wie der überall gleiche Mittelstreifen Struktur gibt.

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis der Quilt fertig wird.