Schlagwort: Patchwork

Projektmappenhülle 2

Projektmappenhülle 2

Da mich der Streifen-Quilt noch eine Weile begleiten wird, sollte er eine standesgemäße Aufbewahrung haben. Darum habe ich die Projektmappenhülle vom Bernima-Blog jetzt fertiggestellt. Begonnen hatte ich im Oktober, fertig werden sollte sie im letzten Jahr bei einem gemeinsamen Nähtag meiner Patchworkgruppe. Daraus wurde dann leider nichts.

Es waren alle Teile vorbereitet, den Stand habe ich im oberen Foto festgehalten. Jetzt habe ich zuerst die Innentaschen mit dem Reißverschluss versehen. Dabei habe ich die Rückseite mit der durchsichtigen Vorderseite verbunden. Anschließend musste ich ein wenig nachschneiden, damit die Innentaschen in den Umschlag passten.

Die Innentaschen habe ich mit ganz vielen Klammern auf dem Umschlag befestigt und mit einen großen Stich einmal außen herum alles befestigt.

Die gleiche Runde habe ich noch zweimal gemacht, um das Binding anzunähen. Zuerst auf der Innenseite und danach von außen. Das war schwieirg, weil sich das Vinyl schlecht schieben lässt. Tipp von Bernina, ein Stück Stoff unterlegen. Aber von Mitnähen stand da nichts, musste ich aber ausprobieren. Tja, wer keine Arbeit hat, macht sich welche.

Zuletzt habe ich noch ein Knopfloch in die Verschluss-Lasche genäht und an der passenden Stelle auf der Vorderseite den Knopf befestigt.

Dann konnten Anleitung, „Gitter-Stoff“ und die fertigen Blöckchen einziehen.

So macht die Arbeit gleich doppelt so viel Spaß.

Spenden – Quilt 4

Spenden – Quilt 4

Bei meinen Resten lagerten auch jede Menge Streifen, fein säuberlich sortiert nach Breite. Daraus sollten LogCabin Blöcke werden. Das wird nun nichts, denn aus der Spenden-Quilt-Aktion ist noch eine halbe Bettdecke vom Schweden über. Und dafür will ich nun ein Top aus Streifenblöcken nähen. Die Technik dafür habe ich im letzten Beitrag „Schnelle Quilts aus Streifen“ beschrieben.

Aus den 6 von 48 benötigten Blöcken lässt sich noch lange kein Quilt nähen, auch nicht für Kinder. Aber hier ist schon mal zu sehen, wie der überall gleiche Mittelstreifen Struktur gibt.

Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis der Quilt fertig wird.

Schnelle Quilts aus Streifen

Schnelle Quilts aus Streifen

Es ist nicht meine Idee und sie schlummert auch schon ein bisschen länger. Aber nun will ich mal ausprobieren, wie man einen Quilt aus Streifen mit einem Gitter nähen kann. Und das ohne langwierige Planungen und Zeichnungen.

Gezeigt hat mir einen Quilt in der Art und Weise Sigrid, die schon damals viele Charity-Projekte unterstützte und dafür jegliche Art vom Resten verwendete. Genäht wird auf Papier. Und das nicht, weil der Muster so kompliziert wäre, sondern damit man sich das Ausmessen sparen kann, weil man sofort sieht, ob der Streifen noch passt oder schon zu kurz ist. Aber der Reihe nach.

Jeder Block hat in der Mitte einen gleichen Streifen. Links und rechts davon werden die kunterbunten Reste-Streifen angenäht. In meinem Versuch sind diese Mittel-Streifen uni grau und 4 cm breit geschnitten.

Aus dünnem Papier, das muss man später natürlich ausreißen oder evtl. (Windel)-Vlies, das könnte nach dem Nähen drin bleiben, schneidet man sich Papier-Quadrate in der gewünschten Größe aus, bei mir 18 cm (inkl. Nahtzgabe). Auf jedem Quadrat makiert man zuerst eine Diagonale. Auf einer Seite markiert man zusätzlich die Anlegelinien für den ersten Mittel-Streifen, genau die halbe Streifenbreite ab Diagonale, bei mir 2 cm.

An die Hilfslinie legt man den ersten Mittel-Streifen aus dem einheitlichen Stoff, vielleicht hell oder dunkel, bei mir grau, mit der rechten Seite nach oben. Damit er nicht verrutscht, kann man ihn feststecken oder heften oder mit Textilklebestift fixieren.

Jetzt ist der erste bunte Streifen an der Reihe. Aussuchen, probeweise auflegen und wenn die Länge passt, genau rechts auf rechts, Kante an Kante anlegen. Nähfüßchenbreit steppen, ausstreichen oder bügeln und den nächsten Streifen auswählen, nähen, bügeln.

Fortfahren, bis das erste Dreiecke benäht ist. Danach die Arbeit wenden und das zweite Dreieck ausfüllen.

Den fertigen Block sorgfältig ausbügeln. Den überstehenden Stoff abschneiden.

Das Papier entferne ich erst, wenn alle Böcke fertig sind. Sobald mehrere Blöcke genäht und ausgelegt sind, erkennt man das Muster. Ich denke, eine gerade Anzahl von Blöcken ergibt ein schönes Muster, aber vielleicht gefällt ja auch etwas anderes.

Mein Bauerngarten 2

Mein Bauerngarten 2

Was für eine Überraschung, als ich Teil vier vom Bauerngarten angeschaut habe. Das steht sinngemäß, mach, was dir gefällt und in deinen Quilt passt. Wie gut, dass ich schon eine Idee hatte.

Die vier ersten Blöcke bilden in Roswithas Layout die Ecken des Quilts. Mit den Blöcken zwei und drei habe ich schon zwei gleiche für zwei gegenüberliegende Ecken. Es lag es also nahe, auch den ersten Block noch einmal zu nähen, um auch hier den Gegenspieler in der Ecke gegenüber zu gestalten.

Dafür habe ich mir Stoffe ausgesucht, die im ersten nicht enthalten sind, zu sehen oben im Beitragsbild.

Hier sind alle vier Ecken zusammen. So nahe werden sie sich im fertigen Quilt nicht wieder kommen.

Schade, schon wieder vorbei der Spaß für diesen Monat, bin sehr gespannt, wie es weiter geht.

Spenden-Quilts 3

Spenden-Quilts 3

Letzten Endes habe ich mir Hilfe von den Damen aus meiner Patchworkgruppe geholt. Gemeinsam haben wir Quiltfäden vernäht und Bindings auf der Rückseite mit der Hand angenäht. Insgesamt sind acht Kinderquilts fertig geworden.

Im Beitragsfoto oben sind die beiden Schummelquilts mit den Tiermotiven aus Afrika und der einzelne mit den Fahrzeugen zu sehen.

Hier die drei kleinen aus den Quadraten.

Die kleinen sind ungefähr 70 x 100 cm groß.

Und das sind die beiden großen, ca. 100 x 140 cm groß.

Und wenn uns Corona nicht dazwischen gekommen wäre, wären sie jetzt schon auf dem Weg zu den Kindern.

Mein Bauerngarten 1

Mein Bauerngarten 1

Warum fängst du immer wieder was Neues an, mach doch erstmal angefangene Projekte fertig! warnt eine innere Stimme. Aber es hat wieder nicht geklappt. Und warum? Weil mir manchmal die Ruhe fehlt, Angefangenes, was zwischendurch lange liegengeblieben ist, wieder in die Hand zu nehmen, mich wieder rein zu denken und es fertig zu stellen – wie jetzt bei dem Schweden-Quilt. Weil manchmal die Hände selbstständig arbeiten können und der Kopf sich mit neuen Herausforderungen beschäftigen kann – wie jetzt beim Quilten der Spendenquilts. Und nicht zuletzt, weil wir immer wieder verführt werden. Dieses Mal war es wieder Roswitha von Country Rose Quilts, die zu einem BOM eingeladen hat. Das Thema in diesem Jahr ist „Mein Bauerngarten“. Okay, den kannst du auslassen, keine Stoffe im Fundus, keine Zeit – dachte ich zu Jahresbeginn und habe auch – bis jetzt – tapfer widerstanden.

Aber natürlich konnte ich in unserer Facebookgrupe schon viele Blöcke bewundern, vor allem die Handnäherinnen zaubern die tollsten Sachen. Aber ich wusste, dass es für jeden Monat auch eine Maschinenvariante geben soll. Und inzwischen hatte ich gedanklich auch Stoffe gefunden. Ältere Tilda-Stoffe treffen auf die Reste der modernen AGF-Stoffe, dazu ein größeres Stück weiß auf creme, dass sollte reichen.

Und dann habe ich Anfang April mit der Aufholjagd losgelegt, ein Glück, dass die Blöcke unkompliziert sind. Darf ich vorstellen, Januar bis März

Und bald kommt der Block für den April, ich ahne, was da kommen wird.

Hexa-Hexe 2

Hexa-Hexe 2

Nach wie vor tue ich mich schwer mit der Fertigstellung der Spenden-Quilts. Aber der erste, ein Schummel-Quilt, ist fertig. Den habe ich erst verstürzt und danach gequiltet. Eigentlich ein no-go, aber es hat ganz gut funktioniert. Mal sehen, ob das mit allen anderen auch geht, ich melde mich dazu.

Heute kann ich die Fertigstellung eines Handnäh-Projektes vermelden. Seit August habe ich nur an unseren Gruppentreff-Nachmittagen daran gearbietet. Ihr wisst, was kam und so lag es ewig rum. Nun habe ich die zweite Hexa-Hexe mit der Hand fertig und die beiden anschließend mit Hilfe der Nähmaschine zusammen genäht. Einen schmalen Rand drumherum und ein Binding – fertig!

Schade, dass zwei Spitzen „weg“ sind. Vermutlich hatte ich die weißen Hintergrundstoffe zu knapp geschnitten, so dass am Ende zu wenig Nahtzugabe zum Ausgleichen vorhanden war. Aber ich kann damit leben und freue mich schon darauf, das Deckchen zu benutzen.

Es ist ca. 25 x 40 cm groß, die Vorlage ist der Hexa-Hexen-Block 14 – Der böse Blick von Country Rose Quilts.

Spenden-Quilts 2

Spenden-Quilts 2

Gequiltet oder gar fertiggestellt sind sie leider noch nicht. Aber die letzten beiden Karo-Quilts sind jetzt auch genäht. Oben im Bild liegen im Vordergrund die Quadrate für den letzten, der vorletzte liegt zum Bügeln der Reihen bereit und links über den Stuhllehnen liegen die fertig genähten. Das war die Ausgangslage am Sonntag.

Da die Designwall frei war, habe ich mir zuerst die Quadrate für den letzten Quilt vorgenommen. Das waren nun wirklich die letzten, ein ziemlich bunter Haufen.

8 x 11 Quadrate brauchte ich. Dafür habe ich zuerst nach Farben sortiert und immer 11 gleiche oder zumindest farblich passende zusammengepackt. Diese Stapel habe ich dann an die Wand gehängt, begonnen habe ich mit dem roten Hütchen-Stoff. Damit es besser auf das Bild passt, habe ich den Quilt waagerecht ausgelegt, deswegen stehen die Schiffe auf dem Bug. Bei allen anderen Stoffe war das egal.

Immer nur diagonal war mir zu langweilig. Deswegen habe ich dieses Mal anders ausgelegt.

Nachdem ich auch dieses Top in der beschrieben Art und Weise fertiggestellt habe, liegt nun ein ordentlicher Stapel zum Heften und Quilten bereit.

Spenden-Quilts 1

Spenden-Quilts 1

Irgendetwas tun, nicht nur hilflos Nachrichten anschauen, das treibt mich um. Über die Jahre haben sich etliche Stoffspenden angesammelt, die ich bisher nicht zu Quilts verarbeitet hatte. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen und ich habe sie alle rausgeholt. Oh weh, ich weiß, warum sie da noch liegen. Unpassende, ehrlich auch ungebliebte Stoffe in allen Größen, gewaschen und ungewaschen, alles durcheinander. Aufs Waschen vorher habe ich verzichtet, ich will jetzt loslegen. Gewaschen werden später die fertigen Quilts.

Maßstab für diese Spenden-Quilts sind die Bettdecken vom Schweden. Die haben wir als Gruppe seinerzeit für die Mini-Deckies-Aktion zuviel gekauft und die will ich jetzt statt Volumen-Vlies verwenden. Zuerst sind Kinder-Quilts dran. Dafür wird die Bettdecke in zwei Hälften geteilt, jede ist dann 100 x 140 cm groß. Eine Hälfte nochmals teilen ergibt zwei Viertel á 70 x 100 cm. Für diese Größen habe ich ausreichend Rückseiten vorgefunden.

Die ersten Tops habe ich aus Quadraten zusammengesetzt. Einzelheiten dazu finden sich im Blogbeitrag „Schnelle Quilts aus Quadraten nähen“. Meine Stoffreste ergaben Quadrate in drei verschiedenen Größen. Am längsten hat auch hier das Schneiden und Zusammenstellen gedauert. Das Zusammennähen hat pro Top nur eine Stunde gedauert.

Ein Stück Stoff war mir zum Zerschneiden zu schade. Glücklicherweise fand sich ein toller Karostoff in ausreichender Größe, der gut dazu passte. Ein bisschen musste ich rumprobieren, damit das Karo an den Nahtstellen zueinander passte. Aber das war alles in allem ein schnelles Top.

Und noch schneller gehen die „Schummel-Quilts“. Die sehen nur aus wie Quilts, bestehen nämlich aus einem Stück Stoff und der Quilteffekt kommt erst beim Quilten der Linien raus.

Das letzte Wochenende war sehr produktiv, es sind einige fertige Tops entstanden, ein weiteres hängt vorsortiert an der Designwall und für ein letztes sind die Quadrate zugeschnitten. Bevor ich sie herzeigen kann, müssen sie noch gequiltet und mit einem Binding versehen werden.

Schnelle Quilts aus Quadraten nähen

Schnelle Quilts aus Quadraten nähen

Patchwork und ein schnelles Ergebnis passen nicht so recht zusammen. Aber manchmal soll es schnell gehen und trotzdem Patchwork sein. Patchwork besteht häufig aus geometrischen Formen und deswegen passen Quadrate gut. Die lassen sich schnell schneiden und vernähen.

Zuerst werden die Stoffe in gleich große Quadrate geschnitten. Die werden anschließend zu harmonischen Mustern ausgelegt. Wenn man mit dem Ergebnis zufrieden ist, geht es an die Nähmaschine.

Je nach Größe der Quadrate und des zu fertigenden Quilts können schon mal 100 oder mehr Quadrate beteiligt sein. Damit die nicht durcheinander kommen, ist es hilfreich, sie „in Kette“ aneinander zu nähen. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Man beginnt mit dem ersten Quadrat in der ersten Reihe, legt das zweite Quadrat der ersten Reihe darauf und steppt die beiden zusammen. Statt die Näharbeit jetzt aus der Maschine zu nehnmen, lässt man sie mit dem letzten Stich unter dem Nähfüßchen liegen. Der Faden bleibt dran. Nun nimmt man das erste Quadrat der zweiten Reihe, legt das zweite der zweiten Reihe darauf, schiebt es unter das Nähfüßchen und steppt wieder, Faden bleibt dran. So verfährt man weiter bis zur letzen Reihe. Erst jetzt wird der Faden abgeschnitten. Die Stoffpaare legt man aufgeklappt und rückwärts sortiert bereit.

Jetzt liegen also die Quadrate 1 und 2 aus der ersten Reihe bereit und Nummer 3 wird an Nummer 2 genäht. Auch jetzt bleibt der Nähfaden dran und die Nummer 3 der zweiten Reihe wird an die Nummer 2 genäht. Wieder bis zur letzten Reihe, Faden abschneiden, Reihen sortieren und los geht es mit den Quadraten an der 4. Position. Das wird bis zur letzten Spalte wiederholt. Nun hängen alle Quadrate zusammen, fest verbunden sind aber erst die waagerechten Reihen.

Jetzt wird gebügelt und zwar alle Nahtzugaben der ungeraden Reihen nach links und die der geraden Reihen nach rechts. Nun werden die waagerechten Nähte genäht. Dazu legt man die Quadrate der letzten Reihe auf die der vorletzten. Da die Nahtzugaben entgegengesetzt gebügelt sind, rutschen sie fast von allein in die richtige Position. Wer mag, sichert mit Stecknadeln, wer mag, hält die Quadrate in Position, auf jeden Fall näht man anschließend die ganze Senkrechte runter. Am Ende die Arbeit vorsichtig ausschütteln und dann die vorletzte Reihe auf die drittletzte legen und nähen. So verfahren, bis alle Nähte genäht sind.

Eigentlich müsste man jetzt auf der Rückseite die Naht-Kreuzungen auseinander bügeln. Aber was das bedeuten würde, habe ich hier mit Stecknadeln angedeutet, man müsste nämlich fast alle waagerechten Nahtzugaben einschneiden, damit sie sich richtig legen.

Das macht man vielleicht bei einem Wandbehang, aber ich sicher nicht bei einem Kuschelquilt, einem Gebrauchsgegenstand. Alle Kreuzungspunkte sind geblieben, wie sie genäht sind und die Nahtzgaben der waagerechten Nähte habe ich alle in eine Richtung gebügelt.

Und fertig ist ein Top. In einem perfekt durchdachten Patchworkblock hätte sich diese Stoffe nie getroffen, hier fügen sie sich zu einem harmonischen Ganzen.