Schlagwort: Patchwork

Schweden 2

Schweden 2

Wie war das noch mit Hinter-, Mittel- und Vordergrund? Ist schon etwas her, der Kunstunterricht in der Schule. Oder war es Deutsch, Thema Bildbeschreibung?

Anders als beim Quilten, denn da fängt man tunlichst in der Mitte an und arbeitet sich nach Außen, muss ich dieses Bild von Hinten nach Vorne aufbauen. Dafür habe ich zuerst ein paar Wolken gequiltet, die kommen leider wegen des gemusterten Stoffes nicht so gut raus.

Im Anschluss habe ich die Inseln im Hintergrund genäht. Die sind noch etwas zu dünn, da muss ich noch einmal drüber gehen, vielleicht in grün?

Auf meiner Felseninsel stehen Bäume. Was hatte Gudrun im Kurs gesagt? Baumkronen gerne in Konfetti-Technik mit Tüll. Hmmm… gefällt mir nicht so richtig. Deswegen habe ich grüne Stoffreste auf Vlisofix gebügelt, kleine Kreise ausgeschnitten und aufgebügelt.

Beim ersten Versuch, der oben im Bild zu sehen ist, stimmten die Proportionen nicht, also die Schnipsel wieder einsammeln, ergänzen und neuer Versuch.

So passt es besser. Jetzt will ich den Felsen bearbeiten. Die Kreise gingen mir auf meinem Mustertuch gut von der Hand. Hier sind sie leider sehr krakelig geworden. Das Stickvlies ist sehr steif und ich habe es vermutlich ungleichmäßig geschoben. Also erstmal kreative Pause und dann mit neuem Schwung wieder an die Arbeit.

Schweden 1

Schweden 1

Noch im Kurs Landschaftsimpressionen mit Gudrun Brückner-Krebbel im Februar hatte ich den Hintergrund für mein eigenens Projekt „Erinnerung an Schweden 2019“ zusammengestellt und genäht.

Tja und dann kamen so viele andere Sachen, dass ich nicht die Ruhe für diese, mir noch ungeläufige Technik hatte. Es war so ein wenig wie die Angst vor dem neuen Schulheft, der leeren weißen Seite beim Briefeschreiben. Aber nun ist die Nähstube fast aufgeräumt und es gibt keine Ausreden mehr.

Also frisch ans Werk. Erster Schritt ist ein Entwurf. Da hatte ich eine erste Version schon im Februar gemacht, angelehnt an ein Foto, dass ich im Schärengarten bei Stockholm an der Anlegestelle bei unserem Ferienhaus gemacht hatte. Danach hatte ich im Februar auch die Stoffe ausgesucht und aufgeteilt.

Nun habe ich alles Material und den ersten Entwurf herausgeholt und ausgelegt. Eine Kopie vom Entwurf habe ich dann coloriert, Details ergänzt.

Da hängen sie nun, der Papierentwurf und der Stoffhintergrund.

Bevor es ans Quilten und Sticken geht, sollte ich den Stoff begradigen. Und dann muss ich noch Vlies aufbügeln und die Stickunterlage mit Nadeln befestigen. Aber dann geht’s los, ganz bestimmt……

Buchecken

Buchecken

Bucheckern würden auch gut in die Zeit passen, aber es ist kein Schreibfehler, die sind nicht gemeint. Lesezeichen meine ich und diese werden nicht zwischen die Seiten gelegt, sondern auf die Seitenecken gesteckt. Natürlich eine Idee aus dem Internet und leider wieder nicht darauf geachtet, wer sie sich ausgedacht hat. Ich gelobe Besserung.

Aus ganz vielen, alten Stoffzuschnitten habe ich jeweils drei zusammenpassende herausgesucht. Die Stoffe für die Ecke und die Vorderseite habe ich mit einer Gewebeeinlage verstärkt. Gewebeeinlagen gibt es für verschiedene Anwendungen und sie haben den Vorteil, das sie weniger steif sind als Vliese. So bekommen die Ecken etwas Stabilität, sind aber nicht so fest, dass es beim Aufstecken Eselsohren gibt.

Danach ging es ans Trimmen, immer alle drei Lagen auf einmal. Und schon sieht es alles wieder viel sauberer aus. Es erstaunt mich immer wieder, wie Soffe im Laufe der Zeit ausfransen, sie liegen doch nur rum. Aber manchmal schaut man eben doch mal durch, grabbelt rum, es bleibt nicht aus.

Dieses Projekt habe ich „industriell“ gearbeitet. Also immer den gleichen Arbeitsschritt bei allen 28 Ecken hintereinanderweg. Das geht schneller, als wenn man jedes Teil einzeln fertig stellt und dabei immer wieder das Handwerkszeug oder den Arbeitsplatz wechseln muss.

Nach dem Trimmen habe ich den Stoff für die Ecke diagonal gefaltet und gebügelt. Anschließend alle drei Lagen geschichtet und abgesteppt – Wendeöffnung nicht vergessen! Ecken knapp abschneiden, wenden, ausformen, bügeln und knappkantig absteppen, dabei die Wendeöffnung schließen. Fertig!

Und was ich damit jetzt mache? In eine Schachtel packen und Mitgebringsel zur Hand haben, wenn ich sie brauche.

Regina Grewe Mystery 2020

Regina Grewe Mystery 2020

Gut beschirmt hat Regina ihr Mystery 2020 genannt. Letztes Wochenende ist aus dem Top endlich ein fertiges Teil geworden.

Lange konnte ich mich nicht für die Frabe des Blinkers entscheiden. Es ist blau geworden. Als ich gedanklich auf der Suche nach einer Rückseite war, fiel mir das Katzen-Panel ein. Jetzt ist meine gepatchte Katze nicht mehr allein, aber ihre Spielkameradinnen wird sie leider auch nicht häufig zu Gesicht bekommen.

Quilten durch Gesichter – geht gar nicht. Da ja nun sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite viele Augen betrachten, was ich mache, musste ich die beiden Seiten getrennt quilten. Dafür habe ich hinter die Vorderseite ein dünnes Volumenvlies gelegt und für die Rückseite Thermolam genonnen. Gequiltet habe ich mit der Nähmaschine. Da ich davon ausgehe, dass das Projekt als Set benutzt werden wird, habe ich auch die Ränder „platt“ gequiltet.

Verstürzen mit den beiden Lagen Vlies erschien mir problematisch, deswegen habe ich ein Binding verwendet. Die beiden Seiten werden nur damit zusammen gehalten. Das wird bei einer Größe von ca. 40 x 30 cm hoffentlich kein Problem sein.

Vorderseite

Rückseite

Welche Seite wird wohl später bei der Beschenkten „oben“ liegen, ich bin gespannt.

Blätter, Blätter, …

Blätter, Blätter, …

Nun verfärben sie sich wieder, der Herbst hält mit Macht Einzug und wird sie in Kürze wohl von den Bäumen und durcheinander wirbeln.

Bereits 2006 sind meine Ahornblätter entstanden. Weil es schon so lange her ist, weiß ich es nicht mehr genau, aber wahrscheinlich habe ich die herbstlichen Stoffe als Paket gekauft.

Das Blattmuster besteht aus Quadraten und diagonal geteilten Dreiecken. Bei dieser Vorlage wird auch der Stiel gepacht, er besteht also aus einem schmalen Streifen, der zwischen die Dreiecke genäht wird.

Ich habe mich sehr bemüht, aus den vier verschiedenen Stoffen acht unterschiedliche Blätter zu nähen. Das klappte aber nur, weil ich neben der Stoffauswahl auch die Reihenfolge ändern konnte. Alle Stiele sind gleich und ich habe auch nur einen Hintergrundstoff verwendet. Die braunen Stoffe habe ich auch für das Binding benutzt.

Der ehemalige Tischläufer ist ca. 45 x 90 cm groß. Genäht habe ich ihn mit der Nähmaschine, gequiltet habe ich von Hand. Inzwischen habe ich einen Tunnel an eine Schmalseite genäht, damit er uns im Herbst als Wandbehang begleiten kann, denn, wie schon erwähnt, haben Tischläufer bei uns keine gute Zeit. Aber auf das Foto passte er so besser.

…. sind aber nicht!

…. sind aber nicht!

Kennt ihr das auch? Eigentlich ist ein Projekt fertig und eigentlich könnte man die Stoffreste nun in die Restekisten verstauen und sich neuen Aufgaben widmen. Aber sie passen doch so gut zusammen und dann sind da doch auch die 12 Windmühlenflügel. Daraus kann ich doch noch ein Deckchen zusammenstellen. Also los.

Zuerst die drei Windmühlen zusammengesetzt. Diese Teile dann mit Streifen und Quadraten zu einem Block ergänzt. Beim Probelegen ergibt sich, dass der Block auf die Spitze gestellt werden muss, passt ja perfekt zum Wiener Walzer. Um die benötigte Breite zu erreichen, habe ich gleichmäßig Streifen angenäht.

Eine Stück Stoff für die Rückseite und dünnes Vlies fanden sich im Vorrat.

Gequiltet habe ich erst die Quadrate, beginnend mit der mittleren Windmühle. Anschließend habe ich im Nahtschatten der Streifen gequiltet.

Das kleine Deckchen ist ca. 20 x 40 cm groß und liegt auf einem Beistelltisch. Genäht und gequiltet habe ich es, im Gegensatz zum Wiener Walzer, mit der Nähmaschine – sogar das Binding auf beiden Seiten.

Nun ist aber wirklich Schluss mit diesen Stoffen. Ein kleiner, allerletzter Rest bleibt zusammen in einer Tüte in der Restekiste. Vielleicht brauche ich ja mal für ein kleines Zwischendurch-Projekt eine paar kleine, zusammenpassende Stoffreste. Dann brauche ich nicht lange zu suchen.

Ach ja, den MugRug habe ich auch schon aus Resten genäht, es findet sich doch alles wieder an.

Kissenhülle zum Wiener Walzer

Kissenhülle zum Wiener Walzer

Gerne habe ich bei der Dekoration meiner Wandbehänge auch eine passende Kissenhülle auf dem Sofa liegen. Deswegen lagen die Stoffreste vom Wiener Walzer bereit, als Roswitha von CountryRoseQuilts 2018 zu einem Mystery-Block einlud. Das Ergenbis, der 40×40 cm große Block Brodie-Castle, musste aber zweieinhalb Jahre auf seine zweite Seite warten. Dabei handelt es sich um den 30×30 cm großen Quiltshopblock 13 mit dem schönen Namen Tupfenliesi. Mit einem 5 cm breiten Rand habe ich ihn auf 40×40 cm vergrößert. Jetzt sind die beiden Kissenplatten fertig genäht. Allerdings muss die Tupfenliesi auf ihre Tupfen verzichten, ich hatte keine Lust auf Applikation.

Dieses Mal sollten die Platten gequiltet werden. Deswegen habe ich dünnes Vlies dahinter gelegt. Anschhließend habe ich mit Hilfe eines dünnen Häkelgarns Quiltmuster probiert. Beim Brodie-Castle habe ich die geometrischen Formen betont, bei der Tupfenliesi habe ich mich für Kreise entschieden. Dabei habe ich nur den inneren Kreis vorgezeichnet und die äußeren mit Hilfe des Abstandhalters der Nähmaschine genäht. Das hat gut geklappt.

Jetzt habe ich die beiden Platten mit dem Reißverschluss verbunden. Zum letzten Mal sind die beiden zusammen zu sehen.

Zuletzt die anderen drei Nähte schließen. Dabei den Reißverschluss ein Stück weit offen lassen, damit man dadurch wenden kann. So sieht das fertige Kissen aus:

Und wieder ist ein UFO fertig und die Stoffreste könnten weggeräumt werden …

Küste IV 5

Küste IV 5

Heute nun die letzten Bilder zu diesem Projekt. Ich hatte mich für Handquilting entschieden. Dabei habe ich die Motive durch eine Linie rund herum hervorgehoben. Die Sonne brauchte natürlich Sonnenstrahlen. Aber auf das Quilten des übrigen Hintergrundes habe ich verzichtet, er erschien mir durch die verwendeten Stoffe sowieso schon etwas unruhig.

Einige Details habe ich aufgestickt. Das mache ich manchmal, wenn die Stoffschnipsel zum Nähen zu filigran werden, ich aber auf das Detail nicht verzichten möchte. In diesem Projekt sind es die Drachen-Leinen und die Geländer an den Leuchtturm-Plattformen.

Nun noch den schon erwähnten schmalen Rand, das Binding, angenäht und er war rechtzeitig zum Geburtstag fertig.

Ein Blick von Sankt-Peter-Ording zum Leuchtturm Westerhever Sand, Urlaubsträume für meine Freundin.

Küste IV 4

Küste IV 4

Inzwischen waren alle 12 Einzelblöcke für das Top fertig genäht und ich konnte sie zusammensetzen.

Oben rechts war noch Platz für eine Möwe aus Ula Lenzs Originalvorlage.

Einige Details werde ich später ausarbeiten, z.B. werden die Drachenschnüre aufgestickt.

Siedendheiß fiel mir in diesem Stadium ein, dass ich gar keinen Stoff für das Binding gekauft hatte. Auf jegliche Randgestaltung wollte ich verzichten, weil ich den Platz für mein Geschenk schon vor Augen hatte. Er würde eine Sammlung von Postern mit Leuchttürmen ergänzen und die kommen in einfachen Rahmen daher. Deswegen gibt es auch für diesen Quilt nur einen einfachen Rahmen.

In Sonja Dinses Lädchen fanden wir einen passenden Stoff und der Fertigstellung stand nun nichts mehr im Wege.

Sterne der Hoffnung 8

Sterne der Hoffnung 8

In letzter Minute habe ich doch wieder einen Plan geändert. Die Kissenplatte war genäht und schon zum Steppen gesteckt. Nur so zum Spaß habe ich auf dem Weg zur Nähmaschine den Umweg über die zusammengelegte Decke genommen. Tja, und dann kamen mir Zweifel. Wie sollte die Decke in die angenähte Kissenhülle passen? Das Prinzip eines Quillows erinnert an die Einkaufsbeutel, die zusammengepackt in kleinen Täschchen verschwinden und vorm Einsatz entgefaltet werden. Ich konnte mir das für meine große, dicke Decke nicht vorstellen.

Etwas geknickt erzählte ich meinem Mann davon und er hatte eine Lösung: Warum nähst du nicht einfach so einen Beutel, in dem man Schlafsäcke verstauen kann? So einfach war es dann doch nicht und die Mathematik musste auch erst besiegt werden, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Decke wird längs zweimal zusammengelegt und schließend aufgerollt. Im Lager fand sich ein Stück Satin. Daraus habe ich den Innenbeutel genäht, so dass die Decken-Rolle sich gut ein- und auspacken lässt.

Und so sieht das gut Stück entpackt aus:

Ich freue mich sehr, dieses Projekt abgeschlossen zu haben. Und die Reste der selbstgefärbten Stoffe habe ich erst einmal weggepackt, ich mag sie nicht mehr sehen. Aber sie sind wenigstens häufig und abwechselungsreich verarbeitet worden.