Kategorie: Stricken

Sommerloch – gestopft

Sommerloch – gestopft

Alle reden über Sommerlöcher, ich hatte eins, dass mich sehr geärgert hat. Weil es vermeidbar gewesen wäre? Jedenfalls haben wir inzwischen Zedernholzringe gekauft und in den Schränken verteilt.

Ich habe nach bestem Wissen und der Anleitung von Kerstin Neumüller versucht, meine Stola zu retten. So richtig überzeugt vom Ergebnis bin ich nicht. Kunststopfen ist wohl doch ein Handwerk mit sehr viel Erfahrung.

Die Stola ist wieder heil, aber die gestopfte Stelle liegt genau auf der Schulter. Im Buch steht, dass man sie durch Dämpfen noch nachbearbeiten kann. Aber ich werde meine wohl erst einmal waschen und spannen müssen, sie ist irgendwie schmuddelig und angegraut – hat ja auch einige Zeit rumgelegen.

Vielleicht werden wir danach dann ja doch noch Freunde.

Sommerloch

Sommerloch

Ganz unten im meinem Strickkorb lag noch die Stola mit dem Mottenloch. Da ich inzwischen auch das Buch Verflickt & Zugenäht von Kerstin Neumüller erstanden habe, soll es nun endlich losgehen.

In diesem Buch ist toll erlärt, dass man Risse und Löcher in Stricksachen mit dem Maschenstich flicken kann, mit und ohne Hilfsfäden. Ich traue mich noch nicht so richtig, weil die handgestrickte Stola eine ganz andere Festigkeit hat, als ein maschinengestrickter Pullover. Aber ich will es auf jeden Fall versuchen.

Zuerst habe ich die Stricknadeln entfernt und nun sieht es eher nach einem Riss, als nach einem Loch aus. Also vielleicht doch ohne Hilfsfäden? So viele Maschen scheinen ja gar nicht zu fehlen.

Yoga-Socken

Yoga-Socken

Mittwochs ist mein Yoga-Tag. Deswegen zeige ich heute mal meine Yoga-Socken – oder sind es eher Stulpen?

Alles fing damit an, dass es in unserem Yoga-Raum in der VHS ziemlich fußkalt ist. Unsere Lehrerin besteht aber auf Barfuß-Yoga, weil man einen besseren Halt und Stand hat.

Ob das mit den kalten Füßen so ähnlich ist, wie mit den kalten Händen? Da brauche ich nämlich manchmal nur Stulpen und habe trotz der freien Finger eine warme Hand. Sprach man früher nicht von Pulswärmern?

Nach ein paar Runden durch das Internet hatte ich einige Yoga-Socken gesehen und während des Strickens meiner letzten Socken reifte die Idee, mir selber Socken ohne Ferse und Spitze zu stricken.

Für einen engen Sitz habe ich die ganzen Socken in einem Rippenmuster, 1 rechts, 2 links, gestrickt. Statt die Ferse auszuarbeiten, habe ich die Maschen an Ende des Schaftes einfach abgekettet und in der nächsten Runde mit einem zusätzlichen Faden wieder angeschlagen. Der Fußteil ist relativ kurz, endet vor dem Ballen, damit ich sicher stehe und nicht wegrutsche. Alle Maschen abgekettet und fertig.

Zuerst war es ein wenig gewöhnungsbedürftig, mit Teil-Socken unterwegs zu sein, inzwischen gefällt es mir sehr gut und die Füße sind nicht mehr ganz so kalt.

Cape für Mutti 4

Cape für Mutti 4

Und plötzlich war mein Vorsprung weg, bin ich sogar ins Hintertreffen geraten. Aber es immer noch Sonntag und ich bin fertig! Das ist das Wichtigste und so habe ich euch ein wenig warten lassen – zum ersten Mal. Meine Berater haben mir nämlich zum Beginn dieses Blogs geraten, regelmäßig zu schreiben.

Für das Foto musste der Gartentisch als Bohlenweg herhalten und auch Strand und Wasser sind weit weg. Aber ein wenig Strandgut habe ich noch gefunden.

Das Cape bedeckt Schultern und Rücken, reicht ungefähr bis zu dem Ellbogen. Ich denke, das ist eine gute Größe für meine Mutter. Sie kann sich eigentlich nicht drin verheddern und auch nirgends hängen bleiben. Unterarme und Hände sind frei, so dass sie damit arbeiten kann.

Nach ein paar Reihen in glatt Rechts mit Zacken, bei denen nur durch die Zunahmen Löcher entstanden sind, habe ich in den letzten Reihen ganz viele Löcher gestrickt. So ist der untere Rand ein wenig zipfelig geworden und nicht so streng. An den Rändern habe ich je eine Reihe Feste- und Krebs-Maschen gehäkelt. Dabei habe ich am rechten oberen Rand eine Schlaufe für den Knopf eingearbeitet.

Ich wünsche mir, dass meine Mutter dieses neue Tuch nutzt und ein wenig an unseren Urlaube auf Amrum zurückdenkt.

Cape für Mutti 3

Cape für Mutti 3

Gestern Abend habe ich noch bis zum Dunkelwerden gestrickt, deswegen kann ich heute einen sichtbaren Fortschritt zeigen.

Der schöne Farbverlauf wird immer deutlicher und trifft den Namen Strandgut für meinen Geschmack sehr gut. Wir haben den Sand, das Wasser und ein wenig Himmel verlassen und nähern uns dem angespülten Holz. Ich sehe den Spülsaum am Strand direkt vor mir – träum weiter.

So ganz genau kann ich es nicht erkennen, aber ich rechne noch mit zwei Farbwechseln. Bis zum ersten sind es vielleicht noch ein, zwei Reihen. Den folgenden will ich auch noch für die Zackenkante verwenden. Den Rest will ich anschließend nutzen, um das Cape rundherum mit einer Häkelkante einzufassen.

Die Zacken kommen wegen der Nadeln noch nicht so richtig zur Geltung, aber man erkennt jetzt schon, dass durch die Zu- und Abhnahmen die Maschen/Reihen schräg verlaufen. Das Knopf-Thema konnte ich noch nicht zufriedenstellend klären, es wird am Ende wohl der werden, den ich im Bestand gefunden habe.

Soviel für heute, ich muss wieder an die Nadeln, aber vorher noch dies und das und jenes …….

Cape für Mutti 2

Cape für Mutti 2

24 cm geschafft, es dauert doch eine Weile, die inzwischen 300 Maschen pro Reihe abzustricken. Die Weite ist gut, in der Länge fehlt noch einiges, ca. 40 cm sind angepeilt. Aber am Zwischenstand heute sehe ich vor allem, dass das Garn reichen wird. Damit ist ein wenig Druck genommen. Das Geschenk muss nach wie vor in vier Wochn fertig sein, aber ich brauche keine Zeit mehr für eine Nachbestellung einzuplanen.

In unreglemäßigen Abständen habe ich krause Reihen eingefügt. Auch ein paar Löcher und zuletzt Rauten aus linken auf rechten Maschen. Für den unteren Rand habe ich ein Zick-Zack-Muster im Kopf.

Auch bei diesem Projekt freue ich mich wieder über den schönen Farbverlauf der Garne von 100 Farbspiele aus Kappeln, sie brauchen keine großen Muster.

Das Cape soll einen Verschluss bekommen. Der muss ohne großen Aufwand mit waschbar sein, also kein Holz, kein Metall. Bleibt eigentlich nur noch ein Knopf, vielleicht mit einer gehäkelten Schlaufe? Aber dieser ist wohl ein wenig zu klein.

Wo meine Stricknadeln geblieben sind? Für das Foto habe ich die Maschen auf mein längstes Seil gestrickt, um die Weite (120 cm) zu bekommen. Und damit mir beim „Anprobieren“ und Fotografieren keine Maschen entwischen, habe ich statt der Nadel-Spitzen diese Endstücke angeschraubt.

Cape für Mutti

Cape für Mutti

Nachdem ich meine Jacke Zoraya beendet hatte, habe ich mir neues Garn, dieses Mal von 100 Farbspiele, bestellt. Es handelt sich um die Farbvariante Strandgut in 6-fach. Daraus will ich für meine Mutter ein neues Tuch stricken.

Das erste habe ich vor einigen Jahren nach einer Anleitung von Birgit Freyer in einer halbrunden Form gestrickt. Schon damals hatte ich mir überlegt, dass die langen Zipfel bei den großen Dreieckstüchern für meine Mutter im Alltag irgendwie unpraktisch sein könnten. Aber nun ist das Lacetuch irgendwie verschwunden, wird nicht mehr benutzt, ist wohl alles Tüdelkram, Mutters Lieblingswort zur Zeit.

Im Juni steht ihr Geburtstag an und ein Geschenk muss her. Da erinnnerte ich mich daran, dass ich meiner Großmutter vor ewig langer Zeit einen kleinen Umhang gehäkelt habe, den sie sehr gerne getragen hat – jedenfalls sehr häufig, wenn ich da war. Und meine Mutter hat so etwas Ähnliches für ihre Mutter gestrickt. Also nun ich für meine Mutter, diese Geschichte wiederholt sich.

Eine Anleitung habe ich nicht, nur eine Idee im Kopf. Ausgehend vom Halsausschnitt werde ich mich in Reihen nach unten arbeiten. Im oberen Teil werde ich in jeder zweiten Reihe versetzt 8 Maschen zunehmen, bis ich eine gemütliche Weite über die Schultern erreicht habe. Danach wird es ohne Zugaben gerade weiter gehen.

Ob und in welchem Maße ich Muster einarbeite, entscheide ich spontan. Während der Zunahmen wird es wohl bei einigen rechten Rückreihen bleiben, vielleicht kommt noch eine Lochreihe. Auf jeden Fall werde ich nur kleine Löcher einarbeiten, damit meine Mutter mit dem Umhang nicht an Türgriffen oder ähnlichen Hindernissen hängenbleiben kann.

So viel zur Vorgeschichte, nun geht es an die Arbeit.

Der Anfang ist gemacht, sogar der erste Farbwechsel hat schon stattgefunden. So dezent, dass er gar nicht zu erkennen ist, aber ich habe den Knoten gesehen.

Jacke Zoraya 9

Jacke Zoraya 9

Kaum zu glauben, sie ist fertig! Hat doch nur zwei Jahre gedauert, das geht ja noch.

Oben ist der Zustand „entpackt“ zu sehen. Der hat ja eigentlich etwas mit verkleinerten Dateien zu tun. Aber nachdem die Jacke ja einige Monate mehr oder weniger im Beutel verbracht hat, passt er hier auch.

Bei Strickstücken, die ich so häufig beiseite gelegt und wieder rausgeholt habe, sind eigentlich immer Absätze zu sehen. Das hielt sich hier wegen des Lochmusters aber in Grenzen. Trotzdem habe ich sie vorsichtig gewaschen und wollte sie spannen.

Dafür habe ich mir diese Kinder-Puzzle-Matte besorgt. Die kann ich nämlich auf dem Tisch auslegen und krabbele nun nicht mehr auf dem Fußboden rum, sehr guter Tipp von anderen Lace-Strickerinnen in Birgits Facebookgruppe. Als sie so vor mir lag, habe ich auf das Setzen der Stecknadeln verzichtet und sie nur in Form gezogen. Anschließend mit dem großen Badetuch, das wir zum Ausdrücken benutzt hatten und das deswegen feucht war, zugedeckt und trocknen lassen.

Als die Jacke wieder trocken war, musste ich nur noch die Fäden vernähen und den letzten Ärmel umhäkeln. Das hat beides nur ein wenig gedauert und nun ist die fertig.

Auf Knöpfe habe ich verzichtet. Wenn ich sie schließen möchte, benutze ich meine Tuchnadel.

Jacke Zoraya 8

Jacke Zoraya 8

Ja, auch da bin ich wieder dran, hat ja lange genug gadauert. Aber gut Ding braucht Weile und vor allem Ruhe, im wahrsten Sinn des Wortes. Birgit Freyers Lacemuster stricken sich gut, aber man muss schon aufpassen, sonst wird es schief und krumm. Da kann ich nebenbei weder fernsehen, noch mich unterhalten.

Auf Anregung der Mitglieder in Birgits Facebook-Gruppe stricke ich die Ärmel auf einem Nadelspiel. Fünf Nadeln, zehn vorwitzige Spitzen und ganz viele Löcher, das ging gar nicht. Also habe ich mir einen Projektbeutel geschnappt und den fertigen Teil der Jacke hineingesteckt. Nur der Ärmel, an dem ich jetzt sticke, schaut raus. Das ist überschaubar und die Nadeln stecken nur da, wor sie hingehören.

Ungefähr die Hälfte der Spitze ist geschafft, Endspurt!

Ein Blick in meinen Strickkorb

Ein Blick in meinen Strickkorb

Sträflich vernachlässigt habe ich ihn, weil sich das Dreiecktuch mit dem tollen Farbverlauf vorgedrängelt hatte.

Vorgefunden habe ich die alten Bekannten „Weste Ording“ und Lace-Jacke „Zoraya“. Und dann liegt dort auch noch die Flickarbeit nach dem Mottenfraß, das Tuch „DolceVita“.

Nach dem Motto „Kleinigkeiten werden sofort erledigt, …“ habe ich als erstes die „Weste Ording“ herausgeholt und mich für die größeren der zur Auswahl stehenden Knöpfe entschieden. Entgegen der Vorlage aus dem Buch „Die Farben des Nordens“ von Jutta Bücker habe ich sie aber unten und nicht oben angenäht, passte besser zu mir. Das Jahr fängt gut an, erstes Teil fertig! Ich sag auch nicht dabei, wie lange ich gebraucht habe.

Die Jacke „Zoraya“ habe ich aus ihrem Beutel geholt und siehe da, ist ja schon fast fertig! Wieso habe ich da eigentlich nicht dran weitergearbeitet? Also auf los geht’s los – dieses Jahr wird’s was.

Und dann ist da noch dieses Loch in dem Tuch „Dolce Vita“. Ich habe keinen Ansatz gefunden. Auch ein Blick ins Internet hat mich eher verunsichert als geholfen. Denn da sind wahre Meister und Meisterinnen am Werk, das kriege ich nie hin. Aber dann kam die Rettung. In der aktuellen Zeitschrift der Patchwork Gilde wurde ein Buch mit dem Titel „Verflickt und Zugenäht“ vorgestellt. Das klingt vielversprechend und das schönste ist, ich muss es gar nicht kaufen, ich kann es mir bei der Gilde ausleihen. Das werde ich gleich machen und dann kann es auch hier – hoffentlich – weitergehen.

Soweit der Plan, mal sehen, was wieder alles dazwischen kommt.