Monat: Januar 2021

Jacke Iliana 3

Jacke Iliana 3

Schon lange nicht mehr habe ich so viel geribbelt, also aufgereppelt und zurückgestrickt. Es wollte einfach nicht passen.

Zuerst fiel das Muster nach dem Umstieg auf das Nadelspiel in der gleichen Nadelstärke wie bis dahin benutzt, viel kleiner aus. Lag wahrscheinlich daran, daß die Zwischenrunde beim Rundstricken ja rechts gestrickt wird. Da stricke ich unbewusst wohl fester als bei der linken Rückreihe wenn ich in Reihen stricke.

Also ribbeln, am Ende Masche für Masche zurückstricken, damit alle Maschen und Umschläge auch wirklich mitkommen. Neuer Versuch mit einer halben Nadelstärke mehr. Sieht gut aus, also marsch. Und dann nicht rechtzeitig aufgehört. Ärmel zu eng und zu lang geworden. Und wieder ribbeln….

Der zweite Versuch mit etwas weniger Abnahmen sieht besser aus. Da im Netz schon fertige Modelle gezeigt wurden, habe ich mich auch für enge 3/4-Ärmel entschieden. Die Spitzenborte sieht zwar gut aus, ist aber nicht alltagstauglich. Es reicht schon, wenn sich die Nadelspitzen im Gestrick verfangen, da müssen sie nicht auch noch in meiner Jacke hängen.

Da ich sorgfältig notiert hatte, wie ich den ersten Ärmel gestrickt habe, ging der zweite dann zügig von der Hand. Anschließend ein paar Fäden vernähen. Das sind bei dieser Technik, Raglan von oben, wirklich wenige.

Danach habe ich die Jacke gespannt und mit einem feuchten Handtuch bedeckt trocknen lassen. Und voila, so sieht meine Iliana nun aus.

Zusammengehalten wird die Jacke von einem Cardigan Clip von Klipsutin, den hatte ich mir gewünscht und der Weihnachtsmann hat ihn gebracht.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken…

Jacke Iliana, Design Birgit Freyer, die-wolllust.de. Gestrickt mit Baby-Cotton in der Farbe Pervinca, auch von die-wolllust.de. Der KAL startete im September 2020 – also ich finde, ich habe es gut geschafft.

PS: Das Seidentuch ist – natürlich – auch eigene Produktion, aus einem Kurs im Jahr 2000!

Ausbeute aus meinem Adventskalender

Ausbeute aus meinem Adventskalender

Einmal noch geht der Blick zurück. Zum ersten Mal habe ich mir einen Adventskalender aus dem CountryRoseQuiltShop gegönnt.

Rechtzeitig hatte ich im November den Resetknopf in der Werkstatt gedrückt. Den hat sich vor ein paar Tagen eine andere Patchworkerin in einer Internetgruppe gewünscht und weil ich den Ausdruck so passend fand, habe ich ihn mir gemopst. Heißt natürlich, alles einmal aufräumen, um frisch ans Werk gehen zu können.

Für ein paar kleine Projekte hatte Roswitha Anleitungen und zum Teil auch das passende Material in ihre Tütchen gepackt. Meine Ergebnisse sind hier zu sehen:

Den kleinen blau/türkisen Läufer kennt ihr ja schon wegen des Missgeschicks mit dem zerschnittenen Binding.

Der rechts unten war komplett im Kalender versteckt. Neulich musste ich grinsen, denn eine andere Patcherin schrieb in der Gruppe, ihr seien die Stoffe zu weihnachtlich und sie habe andere gewählt. Ich als Küstenkind hatte sofort Windrosen und Kieselsteine erkannt und mich gefreut, dass es eben nicht weihnachtlich ist und gedanklich gleich einen Platz in meinen Haus für diesen martimen Läufer gesucht – und gefunden. Aber es zeigt mal wieder, wie unterschiedlich unsere Wahrnehmungen sind.

Der 40×40 cm große Block oben links sollte im Farbverlauf mit eigenen Stoffen genäht werden, ich habe dafür in die Weihnachts-Restekiste gegriffen. Die Ausarbeitung war frei und ich habe mich gegen eine Kissenhülle entschieden. Mit Vlies, Rückseite, Binding und zwei kleinen Aufhänge-Dreiecken habe ich nun je nach Lust und Laune ein kleines Deckchen oder einen kleinen Wandbehang.

Nicht auf das Bild geschafft hat es ein kleines Kissen in Herzform, das mit Zirbenspänen gefüllt ist und für ein gesundes Schlafklima sorgen soll.

Und hier ist alles andere zu sehen:

Da gibt es Stöffchen, die noch ein wenig gestreichelt werden dürfen, aber schon so zusammengestellt sind, dass ich loslegen könnte.

Dazu ein paar Werkzeuge, wie Nadeln und Garn und ganz viele kleine Anhängerchen für fertige Projekte.

Und ein bisschen „Papier“ in Form von Gutscheinen für Aktionen, die den Spaß in das neue Jahr weitertragen oder für Einkäufe im Shop.

Ich habe mich sehr über den Inhalt des Kalenders gefreut und bedanke mich bei Roswitha und ihrem Team, den Country-Rosen, für die liebevoll ausgesuchten und zusammengestellten Überraschungen.

Sternenregen aus finnischem Papiergarn

Sternenregen aus finnischem Papiergarn

Ein glückliches Neues Jahr wünsche ich allen Lesern und Leserinnen!

Die Überschrift Textile Handarbeiten müssen wir heute ein wenig weiter auslegen. Während der Vorbereitung zum Besuch der handmade in Delmenhorst 2018 hatte ich etwas von finnischen Papiergarnen gelesen, das interessierte mich sehr. In Natura sahen die Objekte noch viel schöner aus als im Internet und nach einiger Überlegung habe ich die Fertigpackung „Sternenregen“ am Stand von Jutta Tiemeier erstanden. Erst zuhause habe ich dann gesehen, dass auf der Packung nun von Papierschnur die Rede ist.

Irgendwie bin ich dann weder gleich, noch im Folgejahr daran gegangen. Aber in der Aufräumphase 2020 fiel mir auch diese Packung wieder in die Hände.

Ein sehr interesssantes Material, es ist aus finnischem Fichtenzellstoff gesponnen, gedreht. Für den Sternenregen waren verschiedene Schnüre eingepackt. Eine wurde in kurze Stücke geschnitten und zu Sternen zusammengeklebt. Andere wurden länger zugeschnitten und an deren Enden wurde die Schnur wieder aufgedreht, so dass Blätter entstanden.

Alle Schnüre habe ich am Ende zusammengenommen und zu einen Kranz gebunden. Die Sternchen bekamen noch kleine Glitzersteine aufgeklebt.

Mein hochkantes Bild mochte nicht richtig auftreten, es ist umgefallen, aber gibt vielleicht doch einen kleinen Eindruck. Eine kleine, leichte Dekoration nach dem vielen Weihnachtsgrün.