Schlagwort: Stricken

Ein Blick in meinen Strickkorb

Ein Blick in meinen Strickkorb

Sträflich vernachlässigt habe ich ihn, weil sich das Dreiecktuch mit dem tollen Farbverlauf vorgedrängelt hatte.

Vorgefunden habe ich die alten Bekannten „Weste Ording“ und Lace-Jacke „Zoraya“. Und dann liegt dort auch noch die Flickarbeit nach dem Mottenfraß, das Tuch „DolceVita“.

Nach dem Motto „Kleinigkeiten werden sofort erledigt, …“ habe ich als erstes die „Weste Ording“ herausgeholt und mich für die größeren der zur Auswahl stehenden Knöpfe entschieden. Entgegen der Vorlage aus dem Buch „Die Farben des Nordens“ von Jutta Bücker habe ich sie aber unten und nicht oben angenäht, passte besser zu mir. Das Jahr fängt gut an, erstes Teil fertig! Ich sag auch nicht dabei, wie lange ich gebraucht habe.

Die Jacke „Zoraya“ habe ich aus ihrem Beutel geholt und siehe da, ist ja schon fast fertig! Wieso habe ich da eigentlich nicht dran weitergearbeitet? Also auf los geht’s los – dieses Jahr wird’s was.

Und dann ist da noch dieses Loch in dem Tuch „Dolce Vita“. Ich habe keinen Ansatz gefunden. Auch ein Blick ins Internet hat mich eher verunsichert als geholfen. Denn da sind wahre Meister und Meisterinnen am Werk, das kriege ich nie hin. Aber dann kam die Rettung. In der aktuellen Zeitschrift der Patchwork Gilde wurde ein Buch mit dem Titel „Verflickt und Zugenäht“ vorgestellt. Das klingt vielversprechend und das schönste ist, ich muss es gar nicht kaufen, ich kann es mir bei der Gilde ausleihen. Das werde ich gleich machen und dann kann es auch hier – hoffentlich – weitergehen.

Soweit der Plan, mal sehen, was wieder alles dazwischen kommt.

Dreiecktuch Denim-Frosch 4

Dreiecktuch Denim-Frosch 4

Hurra, wieder ein Projekt fertig. Am Ende wurde es noch richtig zäh, die Reihen waren nahezu endlos lang und kraus rechts ist auf Dauer ein wenig ermüdend. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und entschädigt mich.

Das fertige Tuch ist ca. 120×70 cm groß. Damit ist es kein Riese, aber passt gut zu mir. Gestrickt habe ich mit einem 300 Gramm-Knäuel Farbverlaufsgarn von 100 Farbspiele. Da ich eher locker stricke, habe ich mit Nadelstärke 3 gearbeitet, etwas dünner, als auf der Banderole empfohlen.

Auf 780 m Lauflänge sind 12 Farben verteilt, von hellgrün mit gelb bis zu dunkelblau mit hellblau.

Dreieckstuch Denim-Frosch 2

Dreieckstuch Denim-Frosch 2

Da ich natürlich mal wieder an mehreren Teilen stricke, komme ich bei beiden nur langsam voran. Aber nun sind die ersten Farbwechsel an dem Dreieckstuch zu erkennen und ich wollte es mal wieder zeigen.

Das Garn besteht aus 6 Fäden. An jeweils einen wird eine neue Farbe angefügt, so entsteht der Farbverlauf. Zuerst wechselte gelb zu grün – oder war es umgekehrt? Auf jeden Fall sehr dezent, bei Kunstlicht sind die Übergänge gar nicht zu erkennen. Aber vor ein paar Tagen kam dann der erste blaue Faden dazu, das war dann sehr deutlich.

Also es geht langsam, aber stetig voran und der Sommer fängt ja auch gerade erst an. Vielleicht wird es ja doch noch etwas für laue Abende.

Jacke Zoraya 5

Jacke Zoraya 5

Endlich geht es auch bei meiner Jacke weiter. Meine Mitstrickerinnen werden sie sicher in diesem Frühjahr schon getragen haben. Hier hatten andere Projekte Vorrang, aber jetzt geht es weiter. Und nachdem ich die Strecke mit dem Streifenmuster endlich geschafft hatte, wird es nun mit dem Spitzenmuster interessanter, abwechselungsreicher, kurz es macht wieder richtig Spaß.

eEinige Reihen fehlen mir noch und dann muss ich auch schon wieder eine Entscheidung treffen. Soll meine Jacke einen zipfeligen oder einen geraden Rand haben? Brigit Freyer bietet in ihrer Anleitung beide Varianten an, ich bin noch unentschlossen.

Hier noch ein Blick auf die Spitze.

Dreieck-Tuch Denim-Frosch

Dreieck-Tuch Denim-Frosch

Neulich in Angeln, also nicht beim Angeln, sondern auf der Halbinsel Angeln in Schleswig-Holstein an der Ostsee, musste ich mir dieses tolle Farbverlaufs-Garn kaufen. Es ist aus dem Hause 100 Farbspiele in Kappeln und hat die Einfärbung Denim Frosch. Man kann die Knäule von außen nach innen oder umgekehrt verarbeiten. Je nach Richtung ergibt es ein größes Dreieck in grün oder blau, denn je länger die Reihen werden, desto schmaler wird der Streifen der Farbe im fertigen Tuch.

Mir war nach Frühling, deswegen habe ich mit 3 Maschen in grün begonnen. Das Tuch wird kraus rechts gestrickt, mal etwas zum Entspannen. Allerdings schafft man auch nicht viel Höhe und ich stricke mit dünnen Nadeln, deswegen wird mich das Projekt eine Weile begleiten.

Die Nadeln gehören zu dem Wechsel-System von KnitPro und haben Carbon-Spitzen. Ich stricke sehr locker, deswegen die dünnen Nadeln, damit das Tuch Stabilität bekommt.

Kreisstulpen „Squiggle“ 2

Kreisstulpen „Squiggle“ 2

Fertig! Das war mal ein Projekt, dass ich zügig fertigstellen konnte. Das Stricken war ein wenig fummelig, aber die gute Anleitung hat mich sicher geführt. Angefangen habe ich mit den Maschen am Daumen, der wurde in Runden gestrickt. Danach ging es in erst in Runden, später in Reihen weiter, wobei regelmäßig Maschen zugenommen wurden, damit ein Teller entstand. Der wurde an der Handkante zur Hälfte zusammengenäht. Zuletzt wird dann der Schaft gestrickt, mit Hilfe verkürzter Reihen/Wendemaschen erreicht man an Ende eine glatte Kante.

Der Stulpen auf der rechten Seite ist nach Sabine Sass‘ Anleitung jetzt fertig. Mir persönlich war er oben zu kurz und da noch Garn übrig war, habe ich kurzentschlossen auch an der Fingeröffnung ein kleines Bündchen angestrickt. So sitzt er bei mir besser, aber das ist sicher Geschmackssache.

Es hat mir viel Spaß gemacht, danke an SaSa handmade für die nette Idee.

Kreisstulpen „Squiggle“

Kreisstulpen „Squiggle“

Auf einer Messe entdeckte ich vor längerer Zeit eine neue Idee, Stulpen zu stricken. Die Designerin bot auch gleich passendes Garn aus dem eigenen Haus an, so dass ich mir nach nur kurzer Überlegung Material und Anleitung von SaSa handmade kaufte.

Eine Zeitlang habe ich mich an den schönen Garnen erfreut, einfach so als Blickfang in der Werkstadt. Aber dann sollte es losgehen. Zuerst musste ich aus den Strängen Knäule wickeln. Dazu hätte ich meinen Mann bitten oder eine Stuhllehne als Hilfsmittel benutzen können. Aber dann fiel mir ein, dass ich ja „Profi-Werkzeug“ dazu hatte. Gesucht, gefunden und aufgebaut sah das dann so aus:

Durch drehen der Kurbel im Hintergrund entstehen im Handumdrehen fertige Knäule.

Jetzt kann es mit dem Stricken losgehen – und zwar am Daumen! Nicht wie sonst üblich am Bündchen.

Weste Ording 2

Weste Ording 2

Das Spannen der Strickteile hat sich gelohnt. Als ich das Foto machte, hatte ich erst einen Teil der Stecknadeln (auf der rechten Seite) entfernt und trotzdem rollten sich die Teile nicht wieder ein.

Freudig ging es ans Zusammennähen. Anschließend habe ich am Halsausschnitt die liegengelassenen Maschen aufgefasst und ein paar Maschen dazu aufgenommen. Über vier Reihen ist ein kleiner Rollrand entstanden. Den musste ich zweimal machen, er rollte sich beim ersten Versuch nach innen. Da hatte ich in der Anleitung nicht genau genug hingeschaut.

Die Ärmel- und Blendenkanten sollten ohne weitere Verzierung auskommen. Meine Randmaschen gefielen mir aber nicht, deswegen habe ich jeweils eine Reihe Feste Maschen und Krebsmaschen gehäkelt. So sieht sie nun aus.

Ohne Verschluss werden wir nicht auskommen, aber eine zündende Idee fehlt mir noch. Jutta Bücker schlägt in ihrem Buch Knöpfe und Luftmaschenschlingen vor. Das stelle ich mir ganz nett vor, aber die passenden Knöpfe muss ich erst noch finden. Solange werde ich mir wohl mit einer Nadel behelfen, muss ja nicht die Stricknadel sein, die ich für das Foto missbraucht habe.

Und wieder ein Langzeitprojekt fertig!

Weste Ording 1

Weste Ording 1

Die Vorlage zu der Weste Ording ist aus Jutta Bückers Buch „Die Farben des Nordens“. Ich habe die Anleitung für mich ein wenig geändert und auch ein ganz anderes Garn genommen. Es war vorhanden und sollte endlich verarbeitet werden. Gekauft hatte ich es vor vielen Jahren bei einem Sonderverkauf in der Hamburger Wollfabrik. Es ist so lange her, dass ich nicht einmal mehr weiß, aus welchen Fäden das Garn gesponnen ist, es war aber etwas „Edles“.

Wie aus diesen Strick-Schläuchen jemals eine mir passende Weste werden soll, ist mir nicht ganz klar. Aber es war wie immer, der erste Anschlag war viel zu weit und das zweite Versuch dann wohl eher knapp bemessen. Dazu das Rippenmuster, dass sich gut zusammenzieht. Eigentlich ja gewollt, leiert nicht so aus. Aber bei einer offenen Weste eher unpassend. Das liegt wohl an meinem Garn, die Weste in Buch fällt ganz locker um das Model.

Der erste Versuch, der Weste ein wenig die Spannung zu nehmen, ist das Spannen, Befeuchten und Trocknen lassen. Dazu habe ich zum Schutz des Teppichbodens zuerst ein großes Handtuch ausgelegt. Darauf stecke ich die Teile der Weste nach dem Schnittmuster.

Das sieht doch schon viel besser aus. Nun noch einsprühen und mit einem feuchten Tuch zudecken.

Jetzt heißt es abwarten. Zuerst wird das trockene Tuch abgenommen, danach müssen die Westenteile durchtrocknen. Erst dann kann ich die Stecknadeln entfernen.

Und hoffe sehr darauf, dass die Teile sich nach dieser Prozedur weniger zusammenziehen. Es gäbe noch eine zweite Methode, das Dämpfen, aber das würde wahrscheinlich die Struktur der Strickteile verändern, platt drücken. Und das will ich nicht wirklich. Also erstmal hoffen.

 

Flick- und Putzstunde

Flick- und Putzstunde

Flicken, ausbessern, ausputzen – auch das muss manchmal sein. Ganz unten im Berg lag eine Stola, die ich vor ein paar Jahren nach einer Anleitung von Birgit Freyer gestrickt habe. Ich habe allerdings ein Garn aus den Atelier Zitron genommen, weil ich es mal ausprobieren wollte.

Hätte ich geahnt, dass dieses Garn einer Motte schmecken würde, hätte ich auf das Ausprobieren verzichtet. Nun liegt das gute Teil schon lange in einer Schachtel und ich traue mich nicht ran. Glück im Unglück ist, dass die Motte sich durch den glatt  rechts gestrickten Teil gebissen hat. Und Garn ist auch noch jede Menge vorhanden.

Im ersten Schritt habe ich nun zur Bestandsaufnahme die Maschen der betroffenen Reihen mit Nadeln aufgenommen. Es fehlen gar nicht so viele, aber wie bekomme ich sie sauber dazwischen und sichere den Rest vorm Aufribbeln? Mit Maschenstich?

Ich muss noch ein wenig drüber nachdenken und lege es erst einmal wieder beiseite. Vielleicht sollte ich mal in in der Gruppe der Lace-Strickerinnen nachfragen.

Die Motte hat den Ausflug in meine Schachtel übrigens nicht überlebt.