Dieses Projekt kann und muss ich jetzt beiseite legen.
Der erste Ärmel ist gestrickt. Lange habe ich hin und her überlegt, ob ich der Originalanleitung folge und nur noch ein Bündchen anstricke, Kurze Ärmel stricke oder – und das ist es jetzt geworden – 3/4 Ärmel. Dafür sprachen zwei Argumente, denn erstens ist der Pulli ziemlich dick und deswegen für den Hochsommer ungeeignet. Darum passen 3/4-Ärmel für den Übergang gut. Und zweitens ist das Garn dann nahezu aufgebraucht und es liegen keine Reste rum.
Ausnahmsweise gibt es mal ein Tragefoto und in meiner Hand ist der Rest des vorletzten Knäuls zu sehen.
Der zweite Ärmel muss noch warten, denn drei Strickprojekte gleichzeitig – das ist selbst mir zuviel.
Drei? Ja. Es läuft ja noch der Streifen – Pullover, den ich gleichzeitg mit meinen Freundinnen stricken will. Und dann, ganz neu und noch gar nicht angeschlagen, darf ich eine Babydecke stricken, aber dazu später mehr.
Je länger ich das Garn in Händen habe, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass ich ein rosafarbenes Garn gekauft habe und kein lachsfarbenes. Deswegen habe ich kurzerhand den Titel geändert.
Unifarben in glatt rechts in Runden stricken ist so langweilig. Ich muss zugeben, dass ich ganz viele Lesepausen gemacht habe, aber jetzt bin ich fertig und habe auch gleich das Bündchen angestrickt. Nachdem ich das abgehäkelt hatte, konnte ich den Pulli zur Probe überziehen und bin mit dem Ergebnis bis jetzt ganz zufrieden.
Jetzt fehlen noch die beiden, kurzen, Ärmel. In der Originalanleitung wird an die liegengelassenen Maschen nur noch ein Bündchen angestrickt. Da mir die Ärmel zu weit sind, werde ich noch ein paar Runden glatt rechts stricken und dabei Maschen abnehmen. Erst danach stricke ich das Bündchen.
Eine passende Rundstricknadel habe ich nicht gefunden, deswegen stricke ich die Ärmel auf einen Nadelspiel.
Der Sommerpullover ist noch nicht fertig, aber meine Handarbeitsrunde hatte beschlossen, dass es nach 30 Jahren endlich mal an der Zeit sei, gemeinsam ein Projekt zu stricken. Die Wahl fiel auf das Multitalent, einen Pulli, der auch von oben nach unten gestrickt wird, aber durch eine andere Zunahmetechnik eine bessere Passform als der uns bisher bekannte RVO haben soll.
Entwickelt hat das Multitalent Nicola Susen von Nicolor Strickdesign. Meine Freundinnen haben sie auf einer Handarbeits-/Kreativ-Messe in Hamburg getroffen und waren begeistert. Also habe ich mich angeschlossen und nun wollen wir gemeinsam diese neue Technik ausprobieren.
Zum Einsatz kommt bei mir ein Alpaka-Garn, dass schon ewig liegt. Deswegen nützt es auch nicht viel, wenn ich abschreibe, was auf den Banderolen steht – das ist nämlich alles Geschichte. Aber eine gute, denn aus Schmeichel-Garne ist inzwischen soul-wool.com geworden. Und da gibt es immer noch tolle Garne und bestimmt auch Alpaka. Ich habe jeweils zwei Knäule in verschiedenen Farben und werde deswegen einen Streifen-Pulli stricken.
Letzte Woche haben wir uns getroffen und das neue Projekt gestartet – mit einem Fadenring statt Anschlagkante. Das kannte ich bisher nur vom Häkeln, aber es hat auch für’s Stricken erstaunlich gut geklappt. Wir beginnen mit dem Nacken in Reihen und gleich mit Zunahmen. Da haben wir uns zuerst ziemlich angestellt, aber plötzlich ist der Knoten geplatzt und die ersten Reihen waren fertig. Inzwischen war aber unsere gemeinsame Zeit rum und so sind wir, auch zum ersten Mal, mit Hausaufgaben nach Hause gegangen, damit wir bei nächsten Treffen alle an der gleichen Stelle weitermachen können.
Die habe ich dann gleich erledigt, wer weiß, was sonst noch alles dazwischen kommt. Und außerdem muss ich ja zurück zum Sommerpullover.
Schaut mal genau hin, das Top ist innen komplett mit der Hand genäht – unglaublich! Nicht vor mir, aber das Projekt ist bei mir liegen geblieben, viel zu lange, aber ich dachte, ich hätte alle Zeit der Welt. Und dann funkt das Leben dazwischen, andere Aufgaben und Projekte sind – vermeindlich – wichtiger und ich habe dieses Sandwich gut verstaut. Erst im Kleiderschrank, den habe ich im letzten Jahr komplett ausgeräumt und den Quilt in die Werkstatt gebracht, wieder gut weggelegt. Die Werkstatt musste ich in diesem Jahr ausräumen und habe ihn anschließend gut sichtbar liegen gelassen.
Wie ich zu dem Projekt komme? Das ist eine längere und leider auch traurige Geschichte. Zu Beginn meiner „Internet-Zeit“ gab es eine Gruppe gleichgesinnter Frauen, die hier im Norden Patchwork machten. Da lernte ich die Frau kennen, die dieses Projekt begonnen hat und den fertigen Quilt dem Kinderhospiz Sternenbrücke in HH-Rissen spenden wollte, damit er dort am Tag der offenen Tür zu Gunsten des Hospizes versteigert werden sollte. Sie hat das Top genäht, mit der Hand. Die Quadrate in den 9-Patches haben eine Kantenlänge von 2 cm, das Motiv insgesamt misst 98×160 cm. Sie hat das Sandwich geheftet und begonnen zu quilten, natürlich auch mit der Hand. Und dann musste sie leider feststellen, dass sie das Projekt aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht würde fertigstellen können und suchte über die Gruppe jemanden, der es für sie beenden und der Sternenbrücke bringen würde.
Das habe ich gerne angeboten und so brachte sie mir die angefangene Arbeit mit Quiltschablonen und -Garn. Ehrfürchtig stand ich davor, die viele Arbeit schon beim Nähen und quilten jetzt durch alle 9-Patches in geraden Linien und zusätzlich Blüten in die weißen Qudrate – worauf hatte ich mich da eingelassen. Aber getreu dem Motto viele Hände – schnelles Ende bot mir eine Freundin an, mit mir gemeinsam zu quilten und so verbrachten wir einige schöne Stunden beim Quatschen und Sticheln. Leider wurden wir nicht fertig und ich sagte leichtsinnig zu, den Rest allein zu schaffen. Diesen Zwischenstand habe ich der Beginnerin auch noch mitgeteilt – und dann kam die große Pause. Denn sie hatte uns freigestellt, dass wir den Quilt ja auch behalten könnten, wir hätten ja jetzt auch schon so viel Zeit investiert.
Tja und dann habe ich ihn weggelegt, für eine wirklich lange Zeit, wir reden über Jahre. Aber irgendwann kam die Phase des UFO-Aufräumens und ich habe ihn vorgeholt. Mit meinen Quiltfreundinnen vorort haben wir angefangen zu überlegen, wie ich ihn beenden könnte. Denn Stoff für ein Binding war nicht dabei und meine Reste hätten nicht zu den vernähten alten Stoffen gepasst. Wir kamen zu dem Schluss, dass es wohl am sinnvollsten wäre, den Rückseitenstoff nach vorne umzuschlagen und damit die Einfassung zu gestalten. Und in alle Flächen Blüten zu quilten wäre zu aufwendig, also nur in der Mitte. Ok, der Plan stand, erstmal fertig quilten – keine Lust, keine Zeit, Ausflüchte halt. Doch dann habe ich mich aufgerappelt, wollte der Beginnerin mal ein Lebenszeichen geben – und musste feststellen, dass sie im Jahr zuvor gestorben war.
Eigentlich war das der Zeitpunkt, das Projekt ad acta zu legen. Aber ich konnte es nicht, die viele Arbeit muss gewertschätzt werden und ich will auf keinen Fall diejenige sein, die ihn in die Tonne tut. Also lag er in der Werkstatt, inzwischen gut sichtbar. Aber die Bauchschmerzen blieben, weil ich inzwischen festgestellt hatte, dass auf der Rückseite Nessel verarbeitet ist. Und den will ich bestimmt nicht auf der Vorderseite oder im Rand haben. Also anders rum, den Stoff von der Vorderseite nach hinten? Wäre besser, aber optisch hat der Quilt immer noch kein Ende, das Binding, das ihn zusammen hält, fehlt einfach. Also sollte ich einen Unistoff nehmen und ein Binding nähen. Meine Stoffe passen aber immer noch nicht. Und wen soll ich nach der langen Zeit noch mal wieder belatschern? Aber halt, da ist doch Tüte mit den geschenkten Stoffen, die noch nicht verarbeitet sind. Waren nicht so ganz mein Geschmack, ob davon einer passen könnte? Ja! Da gibt es einen in einem verwaschenen Blau mit hellen Sprenkeln, wenn ich den mit hellen Resten kombiniere, müsste es für ein Binding reichen.
Mit neuen Schwung habe ich das Gitter fertig gequiltet, widme mich jetzt den Blüten und hoffe sehr, das mich „Ende gut – alles gut“ nicht zu laut ruft.
Nun gibt es leider ein neues Problem, denn nach diesen vielen Jahren hat der Quilt den einen oder anderen Fleck bekommen und sicher auch viel Staub angesetzt. Eigentlich muss er gewaschen werden, aber ich traue mich nicht. Ob die Reinigung meines Vertrauens sich traut? Aber noch ist er ja nicht fertig.
Als ich eine Freundin in unsere Bücherei begleitete, fiel mein Blick auf das Regal mit den Neuzugängen. Ein Strickbuch, das musste ich mir anschauen und war so begeistert, dass ich es mir direkt im Buchladen bestellte.
AUS 1 MACH VIELE ist der Titel, der ziemlich gut beschreibt, was Silvia Jäger da für uns gemacht hat. Sie hat eine Basisanleitung für das Pulloverstricken in der Technik RVO – Raglan Von Oben erstellt und liefert das Handwerkszeug für die Anpassung auf die eigene Figur mit. Darüber hinaus hat sie noch einige fertige Modelle entworfen, bei denen genau erklärt ist, wie sie zu den Angaben gekommen ist. Vielen Dank! So etwas fehlte mir und ich freue mich sehr, es nun gefunden zu haben.
Das Garn habe ich wieder bei soul-wool.com bestellt, „gossypium Cotton“ aus 100% Baumwolle von erika knight, 10 Knäule – ob das reicht? Ich starte mit dem Basis-Shirt und nachdem die Maschenprobe nahezu perfekt passt, auch ohne Umrechnungen einfach so, wie es vorgegeben ist. Okay, ein bischen unübersichtlich ist es schon, weil erstens alle Angaben für 4 Konfektionsgrößen da sind und man aufpassen muss, die richtigen zu erwischen. Und zweitens, weil vor der Ausführung der einzelnen Schritte jeweils ein Absatz Anpassung und Berechnung eingefügt ist, wieder für alle Größen. Aber ich wollte es ja verstehen und dafür sind diese Absätze Gold wert. Und deswegen habe ich einfach entschieden, dass ich mir für mich einen Zettel mit meinen Angaben für dieses Projekt schreibe – auch kein Problem.
Los geht es mit der Ausschnittblende am Hals – wie immer bei Raglan von Oben. Aber gleich danach gibt es etwas für mich Neues. Zwischen Blende und Raglanpasse wird ein Halbmond eingefügt. Der sorgt dafür, dass das Rückenteil etwas höher wird und dadurch besser sitzt. Und ich sehe immer, wo vorne ist – grins. Im Beitragsbild oben ist der Anfang meines neuen Shirts zu sehen, deutlich ist das verlängerte Rückenteil zu erkennen.
Inzwischen ist die Passe beendet, bei fast 400 Maschen in den letzten Runden hatte ich Befürchtungen, dass sie nie enden würde. Nach der Passe werden die Maschen für die Ärmel auf jeweils einer Rundnadel, oder nur dem Seil, stillgelegt und der Rumpf weiter in Runden gestrickt. Und nun war ich neugierig. Wie lange brauche ich für 1 Runde, ca. 230 Maschen glatt rechts? 8,5 Minuten. Was ich mit dem Wissen jetzt mache? Weiß ich nicht, könnte ja mal ausrechnen, wie lange ich an diesem Pulli stricke. Ne, ich stricke lieber weiter.
Spannend ist ja noch die Frage, ob das Garn reicht. Also habe ich mich sehr beeilt, das erste Knäul am Rumpf zu Ende zu stricken, damit ich den restlichen Verbrauch schätzen kann. Also mit einem Knäul schaffe ich 8 cm Länge. 31 cm Länge soll ich stricken, also brauche ich noch 3, bleiben 2 für die beiden Ärmel – reicht!
Es ist Zeit, die Sommerpause hier zu beenden und es gibt auch einiges zu berichten.
Dieser großes Quilt musste eine Pause einlegen und harrte im Schrank auf Zeit und windstilles Wetter. Plötzlich war beides da und ich konnte ihn mit Hilfe meines Mannes kleben. Bei dieser Größe wirklich ein richtiges Stück Arbeit. Der Sprühkleber wird nämlich immer nur auf das Vlies aufgesprüht und dieses dann erst auf das Top und anschließend auf die Rückseite geklebt und das geht nur schrittweise. Es bedarf also einiger Zeit und Geduld. Aber wir haben es geschafft.
Eine wirklich kreative Quiltidee ist mir nicht gekommen. Deswegen werde ich im ersten Schritt die senkrechten und waagerechten Streifen mit der Nähmaschine knappkantig absteppen und die Lagen damit verbinden. Anschließend werde ich mit der Hand innerhalb der Blöcke einige Konturen quilten.
Und so sieht es aus, wenn man einen großen Quilt mit einer relativ kleinen Haushaltsmaschine bearbeitet.
Es ist unglaublich viel Material zu bewegen. Und wenn man es, wie vorgeschlagen, innerhalb der Maschine zu einer Rolle formt, ist die auch noch steif – hilfe! Aber ich bin Sieger geworden und dieser Arbeitsschritt ist nach dem Vernähen unglaublich vieler Fäden abgeschlossen. Nun wartet noch das Handquilten – aber da gibt es zweites Projekt, das diesem gerade im Weg steht, dazu schreibe ich in einem neuen Beitrag mehr.
Fertig! Eineinhalb Jahre und nur 10 Beiträge, weil es so langsam voranging, aber nun bin ich wirklich fertig. Nur brauche ich gerade keine Jacke, aber ich bin vorbereitet.
Auch am Ende gab es noch die eine oder andere Herausforderung. Und eben erst auf dem Foto habe noch etwas entdeckt…. Aber der Reihe nach. Die Blenden an den Vorderteilen habe ich angestrickt, gemäß Anleitung in breiten Rippen. Dabei musste ich die Knopflöcher einarbeiten und hatte mich für 5 Maschen in der Breite entschieden. Mit meiner Abkettreihe bin ich schon länger nicht mehr einverstanden und habe auch bei diesem Projekt abgehäkelt. Es wellte sich leicht, aber ich habe mich dann erstmal der Ausschnittkante gewidmet. Es waren nur vier Reihen, aber die hatten es nach der Anleitung in sich. Aber die knappe Kante gefällt mir sehr gut, besser als Rippen.
Jetzt sind die Knöpfe dran. Den Abstand habe ich an den Maschen ausgezählt, die Punkte markiert und die Knöpfe festgenäht, mit Nähgarn, weil das Strickgarn für die Löcher in den Knöpfen zu dick ist. Und was passiert? Die Knopflöcher sind zu weit – natürlich. Ein weiterer Griff zur Häkelnadel und um alle Knopflöcher einmal Kettmaschen drum herum gehäkelt, nun halten die Knöpfe. Und weil ich grad dabei bin, habe ich auch noch je einmal Krebsmaschen an die Blendenkanten gehäkelt, die haben jetzt mehr Stabilität.
Aufatmend habe ich das Projekt beendet und bin zur Fotosession geschritten.
Und das kommt dabei heraus, wenn man die Maschen für die Blenden ungleichmäßig aufnimmt – dann stimmt der Abstand mit der immer gleichen Maschenzahl, aber die Streifen passen nicht, das ist mir eben beim Bearbeiten des Fotos erst aufgefallen. Da werde ich in einer ruhigen Minute wohl noch nacharbeiten, aber nicht jetzt.
Zum Abschluss fasse ich hier die Details zu dieser Jacke zusammen. Gestrickt habe ich eine Variante des Modells „Drachenfest“ aus dem Buch „Die Farben des Nordens“ von Jutta Bücker. Die Garne habe ich bei soul-wool.com gekauft, Grün ist von Karen Noe, „Rustic Nature“, eine Mischung aus Silk + Cotton und Gold ist von BC Garn, „Lino“ 100% Leinen.
Und natürlich kann ich es nicht lassen und haben schon für ein neues Projekt zusammengepackt…
Gerade rechtzeitig zum Sommeranfang habe ich ein paar Socken fertig, aber der nächste Winter kommt bestimmt.
Da ich mit der Strickjacke nicht so recht weiterkam und einfach mal ein schnelles Projekt dazwischen schieben wollte, habe ich die Sockenwolle rausgeholt. Das Knäul habe ich vor einigerZeit bei soul-wool.com erstanden. Verantwortlich für das Design sind Arne&Carlos, zwei Designer, von denen ich vor Jahren schon einmal ein paar Socken gestrickt habe.
Diese Färbung nennt sich Frost Night und gefällt mir sehr gut. Am Bündchen angeschlagen, um die Ecke mit der Jo-Jo-Ferse und eine rundgestrickte Spitze, zwei Fäden vernähen – und fertig – so einfach darf es auch mal sein!
Nun aber zurück zur Strickjacke, die soll in diesem Sommer endlich zum Einsatz kommen.Und außerdem juckt es mir in den Fingern, einen neuen Pulli anzufangen, so schönes Garn…..
Nachdem ich vor ein paar Tagen beim Stadtbummel Knöpfe gefunden hatte, habe ich nun keine Ausrede mehr und die Jackenteile hervorgeholt.
Zuerst muss ich die restlichen Fäden vernähen – wie schön, dass ich da schon mal vorgearbeitet hatte und es gar nicht mehr so viele sind.
Da ich mir vorgenommen hatte, die Teile vor dem Zusammennähen zu spannen, habe ich mir das vorbereitet. Zuerst kommt auf den Tisch eine Plastiktischdecke. Darauf habe ich die Teile eines Schaumstoffpuzzles ausgelegt und verbunden.
Mit Stecknadeln werden nun die Teile nach Schnittmuster fixiert und dabei etwas gespannt. Nachdem die Fleißarbeit erledigt war, habe ich sie mit einer Sprühflasche angefeuchtet.
Nun müssen sie wieder trocken, das wird ein paar Tage dauern.
Endlich habe ich es zur Nadelwelt Karlsruhe geschafft. Davon träume ich schon seit Jahren, seit ich mit Patchwork angefangen habe. Aber der Weg war mir immer zu weit. In diesem Jahr gab es nun mehrere gute Gründe, sich endlich auf den Weg zu machen und ich bin begeistert. Was für schöne Hallen, tageslichtdurchflutet. Gleich hinter dem Eingang begannen die Ausstellungen, eine schöner als die andere.
Ich war mit einer Freundin unterwegs, die vom Malen kommt und überlegt, sich vielleicht auch in Stoff zu probieren. Gemeinsam haben wir gestaunt und gefachsimpelt, wahrscheinlich habe ich Dinge gesehen, auf die ich alleine nicht geachtet hätte.
Von zwei Patchwork-Künstlerinnen waren wir besonders beeindruckt. Roswitha Schmit aus Österreich mit wunderschönen Patchworkarbeiten und Hilde van Schaardenburg aus den Niederlanden mit ganzen textilen Installationen. Mit beiden haben wir uns nett unterhalten und ein paar Fotos gemacht. Leider habe ich vergessen zu fragen, ob ich sie hier zeigen darf und deswegen tue ich es nicht, aber unter ihren Namen finden sich sicher Bilder im Netz.
Tja und eine Händlerhalle gab es natürlich auch, auch hier viel zu entdecken und so manche Verlockung. Bei Grit von Grit’s Life Shop bin ich fündig geworden, ein Grit’s Mini passend zum Notizbuch – kann man machen.
Schön war’s, vielleicht komme ich mal wieder zur Nadelwelt in Karlsruhe.
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