Kategorie: Patchwork

Küste IV 3

Küste IV 3

Nachdem mein Entwurf für die obere Hälfte ein wenig geruht hatte, fing ich an, auch diesen Teil zu nähen.

Zuerst musste ich dafür die Segmente der Blöcke durchpausen. Zwischen den Teilen musste ich dabei genügend Luft lassen, damit ich anschließend die Nahtzugaben einzeichnen konnte. Am Beispiel des Drachenfliegers zeige ich heute diesen Arbeitsschritt oben im Beitragsbild.

Mit diesen Paperpiecing-Vorlagen ging es nun an die Nähmaschine, um sie in Stoff umzusetzen. Zum Anfang ging das ziemlich schnell, weil ich in den Blöcken relativ viel „gerade“ Flächen hatte. Also z.B. bei dem Block oben links ist ja nur die Sonne, also ein Viertel, kleinteilig. Der Rest sind ein Viertel und eine Hälfte in einem Stück. Bei dem Haus war das dann schon sehr viel aufwändiger.

Bis hierhin war ich gut vorangekommen, aber die beiden letzten Blöcke, die mit dem Leuchtturm, warteten noch auf mich.

Sterne der Hoffnung 7

Sterne der Hoffnung 7

Der Rest eines Restes – wurde noch gebraucht. Man sollte immer vor dem Quilten eine Probe auf den Originalstoffen machen. Besonders wichtig war es in diesem Fall, denn erstens ist die alte Bettwäsche ziemlich dick und zweitens habe ich zum ersten Mal das bauschige Vlies 295 verwendet.

Also habe ich einen MugRug zusammengenäht und das Sandwich geheftet. Das Quilt-Ergebnis ist oben im Beitragsbild zu sehen und hat mir gut gefallen, so dass ich mich an den großen Quilt getraut habe.

Gequiltet habe ich ein Karo in zwei Schritten. Im ersten habe ich im Abstand von 24 cm, dem Maß der großen Blöcke, waagerechte und senkrechte Linien gesteppt. Dieser Anblick bot sich mir am nächsten Morgen.

Ich habe bewusst nur mit dem Sonnenlicht fotografiert, da es von der Seite kam und man deswegen die Quiltlinien besser erkennen kann.

Im zweiten Schritt werde ich jetzt jeweils in der Mitte zwischen den Linien noch einmal in beide Richtungen quilten. Danach werden durch alle großen Sterne gleichmäßige Quiltlinien gehen, die kleinen bleiben frei. Die Decke hat dann ein Karo-Stepp mit 12 cm Abstand.

Zum Quilten habe ich einen Schmalkantenfuß benutzt. Der hat vorne eine Feder, die sich ihren Weg entlang der Nahtlinien sucht. Okay, es geht nicht von allein, erleichtert mir aber die Arbeit.

Und ja, es ist der gleiche Quilt. Das Foto zeigt mal wieder sehr deutlich die falsche Farbwiedergabe bei Kunstlicht, das ich einsetzen musste, um den Bereich unter der Nähmaschine auszuleuchten.

Küste IV 2

Küste IV 2

Relativ zügig habe ich die Blöcke der unteren Hälfte des Wandbehanges fertig gestellt. Die Vorlagen von Ula Lenz ausdrucken und mit den ausgesuchten Stoffen auf Papier nähen. Lange nicht mehr gemacht, hat mal wieder Spaß gebracht.

Und dann kam Corona und damit die Aktion Sterne der Hoffnung von der Patchwork Gilde. Da ich für dieses Projekt ja noch so viel Zeit hatte, habe ich da mitgenäht. Dass aus den angebotenen 24 Blöcken bei mir dann 64 werden sollten, war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant.

Aber irgendwann habe ich parallel an beiden Projekten gearbeitet, die Sterne mussten ja nur nachgenäht werden. Da war der Kopf frei für die obere Hälfte dieses Wandbehanges.

Zuerst habe ich mich auf die Suche nach Bildern vom Leuchtturm Westerhever Sand gemacht. Das Problem dabei war, dass die meisten von der Landseite aufgeommen wurden und ich für meine Sicht die Perspektive vom Wasser brauchte. Als ich ein Foto gefunden hatte, musste ich es mehrfach vergrößern, damit ich eine brauchbare Vorlage zum Durchpausen bekam. Die war dann natürlich ziemlich gepixelt. Aber für die Einzelheiten hatte ich ein Foto in meinem Leuchtturmbuch gefunden. Netterweise hatte mir Ula Lenz eine Vorlage vom Leuchtturm Pellworm zur Verfügung gestellt. Die beiden Türme sind baugleich, ja, das gibt es tatsächlich, wichtig ist nur, dass sie jeweils andere Farbgebungen haben. Alles zusammen hat mir zu meiner Vorlage verholfen.

Eine Sonne für ein Sommerquilt muss sein, die wanderte in die linke obere Ecke. Und was mache ich mit der leeren Fläche dazwischen? Seehunde, Schiffe, Möwen aus Ulas Quilt passten nicht so recht. Was macht man in Sankt Peter-Ording? Drachenfliegen. Und so habe ich einen kleinen Mann und seinen Lenk-Drachen eingefügt.

So weit, so gut. Nun musste ich die Blöcke noch in Segmente zerlegen und dann konnte es losgehen, wir sind jetzt im Zeitraum Februar/März.

Inzwischen ist Sommer und damit auch Gartenzeit. Im Fernsehen laufen fast nur noch Wiederholungen. Die soll es hier nicht geben, aber auch ich möchte lieber draußen sein und werde deswegen hier wieder auf einen Beitrag in der Woche, jeweils am Mittwoch, zurückgehen.

Sterne der Hoffnung 6

Sterne der Hoffnung 6

Gestern passte es endlich, das Wetter spielte mit und mein Mann und ich hatten auch Zeit. Ein Projekt dieser Größe kann ich nicht allein handhaben, das müssen wir zu zweit machen, wir sind inzwischen schon ein eingespieltes Team.

Zuerst haben wir auf der Terrasse eine Lage Malerfolie ausgelegt und mit Metallstangen beschwert. Darauf haben wir anschließend die drei Lagen ausgebreitet, angefangen mit der Rückseite.

Dann kamen das Vlies und das Top. Da ich von dem Rückseitenstoff noch etwas für die Kissenrückwand benötige, haben wir versucht, die Lagen materialsparend an einer Webkante des Rückseitenstoffes auszurichten. Alle Lagen müssen möglichst faltenfrei und gerade ausgelegt werden, zum Glück war es windstill.

Der Sprühkleber wird immer auf das Vlies gesprüht. Dazu haben wir das Paket viermal jeweils zur Hälfte aufgeklappt. Die jetzt freiliegende Hälfte des Vlieses wird eingeprüht und anschließend werden die Lagen wieder ausgelegt und gatt gestrichen.

So sieht es dann zwischenzeitlich aus und gibt euch ausnahmsweise mal den Blick auf die Rückseite des Tops frei.

Zum Trocknen habe ich das Sandwich über Nacht in der Werkstatt ausgebreitet. Da liegt es nun und wartet auf das Quilten. Garn habe ich schon ausgesucht und die Maschine mit einer Top-Stitch-Nadel ausgerüstet. Nun muss ich mich nur noch trauen, anzufangen.

Küste IV 1

Küste IV 1

Überraschung geglückt! Neben den Projekten, an denen ich euch aktuell habe teilhaben lassen, ist ein Geheimprojekt entstanden. Jetzt ist es an die Freundin, die hier mitliest, verschenkt und ich werde ihr und euch nachträglich und in loser Reihenfolge die Entstehungsgeschichte nachliefern.

Grundlage zu diesem Wandbehang ist der Nordsee-BOM von Ula Lenz aus dem Jahr 2006. Dreimal hatte ich ihn schon genäht, jeweils nach den Originalvorlagen von Ula Lenz. Die Freundin hatte schon gleich beim ersten gesagt, dass sie ihn wohl auch gerne haben möchte. Das habe ich mir gemerkt. Es ergab sich aber keine Gelegenheit für das Gesamtwerk. Nur den Leuchtturm Roter Sand habe ich herausgelöst und schon mal geschenkt.

Und während ich auf der einen Seite noch überlegte, unter welchem Vorwand ich den zurückholen und in den großen Wandbehang einbauen könnte, reifte der Entschluss, einen anderen Leuchtturm in diesen Wandbehang einzubauen.

Den kennt ihr alle aus der Werbung, es ist der Leuchtturm Westerhever Sand, der mit den beiden Häusern. Er steht in Sichtweite von Sankt Peter-Ording, wo meine Freundin sehr gerne Urlaub macht.

Also wurde aus der Idee ein Entwurf und den habe ich Ula Lenz gezeigt und gefragt, ob ich das so umsetzen dürfe. Ich durfte und Ula hat mir auch gleich einen Vorschlag geliefert, wie ich den Leuchtturm in PP umsetzen konnte, vielen Dank.

Das Material hatten wir in einem meiner Lieblingsläden im letzten Dänemark-Urlaub besorgt.

Dann konnte es ja losgehen – das war im Januar.

Sterne der Hoffnung 5

Sterne der Hoffnung 5

Dieses Projekt ruht, weil ich mich nicht entscheiden konnte, wie ich es quilten soll. Inzwischen ist klar, dass es nur maschinengeführt gehen wird. Damit fallen bei dieser Größe alle großartigen Muster aus, ein Drehen und Wenden unter der Maschine ist einfach nicht drin. Es werden also mit ziemlicher Sicherheit gerade Linien im Nahtschatten.

Das Sandwich muss noch montiert werden, aber dazu brauchen wir ein paar Tage schönes Wetter, denn ich will kleben und würde das gerne draußen machen.

Diese Decke wird zu einem Quillow. Das ist ein Kunstwort aus Quilt und Pillow, es handelt sich also um eine Decke im Kissen. Dafür wird auf der Rückseite ein Kissenbezug angenäht, in den die zuammengelegte Decke hineingeschoben werden kann.

Also habe ich die Stoffreste herausgesucht und müsste jetzt noch ein paar weitere Sterne nähen, auf geht’s.

Bisher sind wirklich nur Reste vom großen Quilt drin. Der mittlere Stern ist ein Stern der Hoffnung. Aus seinen Resten werden die Windmühlen. Alles andere sind kleine Maverick Stars, mal in bunt auf weiß, mal anders rum.

Das geht ziemlich flott, auch das muss mal sein.

Ordnerhülle Log Cabin 2

Ordnerhülle Log Cabin 2

So ein Ornder hat einen ganz schön großen Umfang, 67 cm Stoff braucht man. Und das natürlich für die Außenseite und das Futter. Die Außenseite habe ich mit dem dünnen Aufbügelvlies H630 verstärkt.

In dem gestückelten Futter habe ich eine Wendeöffnung gelassen, damit ich die beiden Teile jetzt verstürzen, wenden und knappkantig absteppen kann. Der Rollschneider kam nicht zum Einsatz. Statt dessen habe ich das Futter schmaler zugeschnitten, so dass sich die Außenseite nach innen zieht.

Und jetzt habe ich um die LogCabin-Blöcke gequiltet. Zuletzt habe ich die äußeren ca. 10 cm in schwarz nach innen umgeschlagen und wiederum knappkantig festgesteppt. In diese Umschläge wird der Ordner geschoben. Leicht aufgeklappt kommt hier das Muster noch einmal zur Wirkung.

Im Regal ist dann leider nur noch ein schmaler Ausschnitt sichtbar und da daneben schon ein stoffbezogenes Fotoalbun steht, rutscht er auch nicht mehr so einfach in seine Lücke. Irgendwas ist immer…

Ordnerhülle Log Cabin

Ordnerhülle Log Cabin

Zu Pfingsten hatte ich die Einzelteile einer geplanten Tasche ausgebreitet und darüber sinniert, dass ich wohl eher keine weitere Tasche mehr benötige.

Nun soll aus der Tasche also eine Ordnerhülle werden. Gar nicht so einfach und leider sind viele Nähte erforderlich – hätte ich doch bloß nicht schon alles zugeschnitten.

In der Breite, also Vorderseite, Ordner-Rücken und Rückseite brauche ich 65 cm. Dazu auf jeder Seite noch einmal 10 cm für den Umschlag, den ich benötige, um den Ordner hinein zu schieben.

Das LogCabin-Muster kommt nur im Ganzen zur Wirkung, also habe ich die beiden Teile zuerst zusammengenäht. Links und rechts habe ich mit schwarzen Streifen ergänzt und konnte für die Vorderseite auch einen Streifen mit dem Hanburg-Webband verwenden.

Damit passt die Breite, aber leider sind die drei LogCabin-Blöcke übereinander zu hoch. Da hilft wohl nur ein beherzter Griff zu Lineal und Rollschneider. Aber darüber muss ich noch mal schlafen.

Sommer, Sonne, Strand

Sommer, Sonne, Strand

Im Juni 2012 habe ich für meine Freundin diese Strandtasche genäht. Wenn ich mich recht erinnere, hat sie sich die bunten Stoffe selbst gekauft.

Gemeinsam haben wir dann überlegt, dass ein wasserabweisender Stoff für den Boden sinnvoll sei, der lag noch bei mir und wartete auf seinen Einsatz. Die Tasche hat eine gewisse Größe, musste also ein festes Vlies haben, damit sie stehen bleibt und nicht in sich zusammenfällt. Außerdem wird sie wegen ihres Volumens beim Beladen schnell auch schwer, deswegen laufen die Tragegurte unter dem Boden durch und sind an der Grifffläche mit Stoff und Vlies ummantelt, damit sie nicht so einschneiden. Und ein Verschluss war gewünscht, realisiert mit einer Lasche und einem Knopf.

Ein echtes Gemeinschaftsprojekt, dessen Umsetzung mir viel Spaß gemacht hat. Und noch mehr Spaß macht es dann, wenn man sieht, dass die Ergebnisse auch wirklich benutzt werden, hier ein Beweisfoto, vermutlich von Strand im Sankt-Peter-Ording.

The New Hexagon 15

The New Hexagon 15

Das zweite Deckchen aus 7 New Hexagons nach dem Buch von Katja Marek ist fertig. Nachdem ich es über Papierschablonen mit der Hand genäht hatte, ist es nun auch mit der Hand gequiltet. Das Binding auf der Rückseite noch mit ein paar Stichen annähen und nun freuen, dass das neue Deckchen eingesetzt werden kann, rechtzeitig zum Sommer.

Kurz zur Erinnerung, eigentlich sollte dieses Projekt ja ein Tischläufer mit einem Farbverlauf werden. Da es nun zwei Deckchen geworden sind, habe ich beim zweiten, hellen auch einen warmen Farbton für die Hintergrund-Dreiecke gewählt. Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie nur durch die Wahl der Farben ein ganz anderer Eindruck entsteht.

Für das Foto durften die Zwillinge mal ganz eng zusammenrücken, um einen Eindruck von meiner ursprünglichen Idee zu zeigen. Im richtigen Leben wird das wohl eher nicht der Fall sein.

Ich freue mich riesig, dass ich dieses Projekt nach über einem Jahr abgeschlossen habe und muss mir nun ein neues Handnäh-Projekt suchen, wohl eher ohne Schablonen, die haben jetzt erst einmal Pause.