Schlagwort: Marktkorb

Marktkorb II – 2

Marktkorb II – 2

Bei Licht betrachtet war der Fehler klein, der Frust am Abend vorher eigentlich zu groß. Beim Annähen der Einfassung sind ein paar Zentimeter vom Außenstoff herausgerutscht.

Diesen Teil der Naht habe ich von außen aufgetrennt, ganz vorsichtig. In die Lücke habe ich danach den Stoff hineingeschoben und die Stelle mit kleinen Handstichen wieder geschlossen. Man sieht fast gar nichts und das Malheur ist schon vergessen.

Der Original-Marktkorb hat geflochtene Griffe. Darauf hatte ich schon bei meinem ersten Versuch verzichtet und stattdessen gefütterte Schulterträger angenäht. Dieses Mal habe ich es mir noch einfacher gemacht. Ich fand nämlich in der Schachtel mit Gurtbändern, Lederriemen und ähnlichem Zubehör eine Rolle Gurtband in einem passenden Farbton.

Daraus habe ich zwei kurze Handgriffe und einen längeren Schulterriemen geschnitten. Diese haben an den Enden je einen Stoff-Überzug bekommen. Anschließend habe ich die Griffe von außen auf den Korb genäht. Bei der Griffprobe musste ich feststellen, dass 4cm ein wenig sehr zu breit ist. Um zu vermeiden, dass sich das Gurtband beim Tragen irgendwie zusammenkrumpelt, habe ich es an den Handgriffen jeweils mittig ca. 15 cm zusammengelegt und festgesteppt. Nun passt es besser.

Damit mir nichts aus dem Korb heraushüpfen kann und meine Einkäufe auch ein wenig vor Wind und Wetter geschützt sind, habe ich mir noch zwei Klappen vorbereitet, die ich am oberen Rand zusammen mit der Einfassung festgenäht habe. Durch den Tunnel wurden zwei Kordeln gefädelt und nun kann ich den „Deckel“ zusammenziehen und alles bleibt drinnen.

Ich freue mich schon auf den ersten Einsatz meines neuen Einkaufs-Begleiters.

Marktkorb II – 1

Marktkorb II – 1

Immer öfter mache ich mir, machen wir Patch- und HandarbeiterInnen uns Gedanken, was wohl mit unseren Werken passiert, wenn wir uns verkleinern müssen oder wollen oder gar irgendwann unsere Wohnungen aufgelöst werden müssen. Etwas wehmütig starrte ich auf die vier Rollen mit Quilts, die trotz vieler verschenkter hier bei mir liegen und umschichtig gezeigt oder benutzt werden. Und die vielen Taschen und Beutel, wer soll die eigentlich alle benutzen? Aber die richtige fehlt uns ja immer.

Also beschloss ich, eine der älteren Schultertaschen in einen Marktkorb umzuwandeln, der dann bitteschön genau in meinen Fahradkorb passen sollte. Dieses Mal für den großen auf dem Gepäckträger. Der ist wohl noch etwas größer als gedacht. Jedenfalls versank die Tasche darin und auch wenn ich die Clutch mit aufgetrennt hätte, hätte das Material nicht gereicht. Aber der Marktkorb hatte sich festgesetzt, den wollte ich unbedingt haben.

Und dann habe ich mich getraut und eine Rolle abgewickelt. Ganz innen eingerollte war ein Sonnenblumenquilt aus meiner Anfangszeit. 2002 habe ich einen meiner ersten Kurse besucht. Die Stoffhändlerin, in deren Laden er stattfand, hatte mich überredet. Schon die Auswahl der Stoffe hat mir nicht so gefallen, die gelben Stoffe waren mir nicht gelb genug. Und die Kursleiterin ließ mich dann mehrfach wissen, dass dies kein Anfängerkurs sei und ich schon wissen müsse, wie ich die Blöcke genäht bekomme. Wusste ich natürlich nicht und so wurde alles schief und krumm, fast alle Blattspitzen waren abgeschnitten. Trotzdem war ich stolz wie Oskar, diesen Wandbehang fertig zu haben und er hat uns auch viele Jahre im Spätsommer begleitet. Seit einiger Zeit mag ich ihn nicht mehr aufhängen. Er ist mir einfach zu ungenau und es gibt inzwischen ja auch mehr als genug neuere. Aber in die Tonne damit – geht gar nicht.

Mit dem Nahttrenner in der Hand habe ich mich von einem meiner Erstlingswerke verabschiedet und es in seine Einzelteile zerlegt. Und siehe da, plötzlich war das Top nur noch eine Ansammlung mehr oder weniger verunglückter Blöcke und ich konnte mich trennen.

Die Rückseite wurde zur Außenseite, das nennt man wohl Upcycling. Nur ein paar neue, violette Streifen habe ich eingefügt. Das Vlies brauche ich jetzt nicht, aber die Vliesstreifen für diesen Marktkorb sind beim ersten übrig geblieben, also wieder ein paar Reste verarbeitet. Ebenfalls Rest ist das Innenfutter, das ist nämlich von der fleckgeschützen Tischdecke übrig geblieben, praktisch für einen Marktkorb.

Zuerst werden die Streifen genäht und diese zur Runde geschlossen. Er steht und sieht schon aus wie ein Korb, oder?

Eigentlich sollte er gestern fertig werden, damit ich ihn heute zeigen kann. Aber dann entdeckte ich einen Fehler. Das heißt auftrennen und nachbessern, deswegen gibt es den fertigen nun erst nächste Woche zu sehen.

Markt-Korb fertig

Markt-Korb fertig

Hallo, hier bin ich endlich mal wieder. Längere Zeit habe ich „im Geheimen“ für die Städtetour der Patchwork Gilde gearbeitet. Noch etwas Geduld, in ein paar Tagen darf ich es euch zeigen.

Und dann ich war ganz tapfer und habe am Nähtag meiner Pinnau-Quilter an diesem Projekt weitergearbeitet, statt etwas Neues anzufangen. Deswegen kann ich euch heute meinen Marktkorb zeigen. Er ist wirklich ganz schön groß geworden, das 60 cm-Lineal steht aufrecht darin!

Daneben steht das kleine Hexagon-Täschchen aus der Quiltigen Sommertour.

Marktkorb II

Marktkorb II

So sieht es aus, wenn nach einem langen Nähtag alle Streifen mit der Vlies-Füllung auf den Futterstoff aufgenäht sind und der Korb schon mal zur Runde geschlossen ist.

 

Es fehlen nur noch der Boden, die Griffe und die obere Einfassung, er ist also fast fertig…. Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis ich Euch den fertigen Korb zeigen kann.

Er ist ganz schön groß geworden. Inzwischen kam mir die Idee, den Korb nicht rund, sondern oval fertig zu stellen, denn dann passt er in meinen Fahrrad-Korb.

Marktkorb I

Marktkorb I

Neulich, der Nähtag bei den Pinnau-Quiltern stand vor der Tür. Eigentlich sollte/wollte jede nähen, was sie so angefangen hatte und was endlich mal fertig werden sollte. Und dann kam eine und sagte, sie nähe einen Marktkorb. Schon waren alle guten Vorsätze vergessen, denn den wollte ich auch schon lange haben.

Also habe ich das Material zusammengesucht. Lange lag die Rolle mit den 10-cm-Zuschnitten als Deko in der Werkstadt, nun wurden die Streifen in passende Stücke zerschnitten. Aus den übrig gebliebenen werde ich später eine „Tasche in der Tasche“ nähen, in der ich Schlüssel, Geld und Handy lassen kann. Ein passender Futterstoff fand sich auch, nur das Original-Vlies hatte ich nicht vorrätig. So habe ich viele gesammelte Reststücke zugeschnitten, die ich zusammengerollt einnähen werde. Das schwarz-weiße Webbändchen wird in dem Korb auch seinen Platz finden. Wo, weiß ich allerdings noch nicht.