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Einkaufsbeutel Flic flac 1

Einkaufsbeutel Flic flac 1

Um das Flic flac-Muster nähen zu können, braucht man Ginies Patchwork Schablonen von Timeless Treasures. Meine, in der Größe „C“ liegen schon etwas länger und durften nun mal aus der Schublade kommen. Vernähen will ich wieder einen Stoff von Kaffe Fassett, den ich mit eigenen Stoffen für die Flic flacs ergänzen werde, erste Ideen dazu oben im Beitragsbild.

Das Muster entsteht in zwei Schritten. Im ersten werden farbige Stoffquadrate geschnitten und zu einem Rechteck zusammengesetzt. Für den Zuschnitt gibt es die erste Schablone. Die Nahtzugabe ist eingezeichnet, also kann ich sofort loslegen. Aber die Schablone ist sehr rutschig, ob ich wohl einfach mit meinen normalen Zuschneidelinealen arbeiten kann? Gar kein Problem, ich brauche nicht einmal die Inch-Lineale und kann direkt Quadrate in Zentimetern schneiden. Und dann doch einen Gedankenfehler gemacht und viel zu viele zugeschnitten. Egal, die eine Hälfte lege ich beiseite und füge die andere nach Anleitung zusammen. Außen rum gibt es einen dunkelblauen Rand.

Und nun soll die zweite Schablone zum Einsatz kommen. Mit ihrer Hilfe wird das Rechteck wieder in nun kleinere Quadrate zerschnitten. Dafür sind Linien eingezeichnet, die auf die Nahtlinien gelegt werden. Dann kann man entweder direkt mit einen kleinen Rollschneider schneiden oder erst alle neuen Quadrate aufzeichnen und anschließend mit der Schere ausschneiden.

Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und schon beim zweiten Quadrat gemerkt, dass etwas nicht passt, denn die Linien überschneiden sich – warum? Wo liegt der Fehler? Es hat einen Augenblick gedauert, dann hatte ich ihn gefunden. Auf der Schablone ist eine 1/4 Inch Nahtzugabe eingezeichnet! Darauf war ich nicht gekommen, außen Zentimeter und bei der Nahtzugabe dann Inch zu verwenden. Ich habe natürlich mit meinen normalen Nähfüßchen genäht und deswegen ist die Nahtzugabe zu breit und darum sind logischerweise die neu entstandenen Quadrate zu klein.

Grummel, grummel – wie gut, dass ich noch Stoffquadrate habe. Aber ersteinmal brauche ich eine Pause.

Einkaufsbeutel Segeln

Einkaufsbeutel Segeln

Damit erst gar nicht wieder Reste entstehen, habe ich die Stoffe von den Zugvögeln gleich liegengelassen. Für ein „Flachgeschenk“ im Freundeskreis möchte ich gerne ein persönliche Beigabe. Und das liebe ich an diesem Hobby, ich kann immer etwas zaubern. Aus dem Stoffpäckchen plane ich einen kleinen Block mit Segelboot, aus den größeren Stücken könnte die Rückseite werden. Für den Innenbeutel wurde ich wieder in der Hemdenbox fündig und auch für die Umrandung des Blöckchens habe ich den allerletzten Rest des grauen Hemdes bereitgelegt.

Den Block mit dem Segelboot habe ich nach einer alten Vorlage in ca. 20 x 20 cm auf Papier gezeichnet und genäht. Schnell war mir eine Rückseite aus Stoffstreifen zu langweilig. Deswegen habe ich einen zweiten Block auf Papier gezeichnet und erst beim Nähen festgestellt, dass der graue Hintergrundstoff ein Segmet zu früh aufgebraucht war. Also wurde der Block ein wenig schmaler als ursprünglich geplant. Beide Blöcke habe ich anschließend mit grauem Stoff auf ca. 35 x 30 cm ergänzt.

Gerne habe ich meine Hände frei, deswegen sollte auch dieser Einkaufsbeutel lange Griffe haben. Dafür habe ich 1 Meter lange Streifen zusammengenäht, die Seiten nach innen gebügelt und die Streifen zur Hälfte gelegt. Anschließend habe ich beide Seiten knappkantig abgesteppt. Nun sind die Stoffe aus dem Paket aufgebraucht und ein letztes Mal kann ich Vorder- und Rückseite gleichzeitig zeigen. Auch die vorbereiteten Griffe oder Träger haben es auf das Bild geschafft.

Aus dem gestreiften Hemdenstoff habe ich den Innenbeutel genäht. Anschließend werden die beiden Beutel miteinander verbunden und gewendet. Zuletzt werden die obere Kante und die Wendeöffnung knappkantig abgesteppt. Und fertig ist meine Geschenk-Verpackung.

Heiß geliebt

Heiß geliebt

wurde dieser Einkaufsbeutel. 2004 habe ich ihn genäht. Nun liegt er wieder bei mir, ein wenig kläglich schaut er aus. Ob ich das reparieren könne wurde ich gefragt, man möge den Beutel so sehr. Das sehe ich, habe ich geantwortet und mich gefreut, denn es ist doch viel schöner, wenn ein Teil, das ich gemacht habe, auch benutzt wird und nicht nur in der Schublade liegt und verstaubt.

Erst zuhause habe ich das ganze Ausmaß erkannt. Nicht nur die Griffe, der ganze obere Rand wies arge Gebrauchsspuren auf. Okay, also das ganze Teil auseinander nehmen, neue Griffe nähen und alles wieder zusammen setzen. Ob ich wohl noch passenden Stoff finde? Gar nicht so einfach, weil der Beutel auch so manche Wäsche erlebt hatte. Aber ich hatte Glück und fand einen Stoff mit lilafarbenen Lupinen und so konnte die Reparatur gelingen.

Parallel wurde ich gebeten, heimlich, als Geschenk, einen neuen Beutel zu machen, aber nicht in beige, die Beschenkte sieht lieber bunt. Das ist eine der leichteren Übungen, schnell entstanden Vorder- und Rückseite. Beide Vorlagen sind von Country Rose Quilts, 30cm-Blöcke, ergänzt mit Rand zu ca. 40 cm.

Futter, Griffe, zusammennähen, wenden, absteppen – fertig ist der neue Einkaufsbeutel, der inzwischen auch schon bei seiner neuen Besitzerin ist, hoffenntlich gefällt er ihr.

Ob ich ihn auch noch mal wieder sehe, in 15 oder gar noch mehr Jahren, weil der alte ja auch noch da ist?