Kategorie: Patchwork

Ordnerhülle Log Cabin 2

Ordnerhülle Log Cabin 2

So ein Ornder hat einen ganz schön großen Umfang, 67 cm Stoff braucht man. Und das natürlich für die Außenseite und das Futter. Die Außenseite habe ich mit dem dünnen Aufbügelvlies H630 verstärkt.

In dem gestückelten Futter habe ich eine Wendeöffnung gelassen, damit ich die beiden Teile jetzt verstürzen, wenden und knappkantig absteppen kann. Der Rollschneider kam nicht zum Einsatz. Statt dessen habe ich das Futter schmaler zugeschnitten, so dass sich die Außenseite nach innen zieht.

Und jetzt habe ich um die LogCabin-Blöcke gequiltet. Zuletzt habe ich die äußeren ca. 10 cm in schwarz nach innen umgeschlagen und wiederum knappkantig festgesteppt. In diese Umschläge wird der Ordner geschoben. Leicht aufgeklappt kommt hier das Muster noch einmal zur Wirkung.

Im Regal ist dann leider nur noch ein schmaler Ausschnitt sichtbar und da daneben schon ein stoffbezogenes Fotoalbun steht, rutscht er auch nicht mehr so einfach in seine Lücke. Irgendwas ist immer…

Ordnerhülle Log Cabin

Ordnerhülle Log Cabin

Zu Pfingsten hatte ich die Einzelteile einer geplanten Tasche ausgebreitet und darüber sinniert, dass ich wohl eher keine weitere Tasche mehr benötige.

Nun soll aus der Tasche also eine Ordnerhülle werden. Gar nicht so einfach und leider sind viele Nähte erforderlich – hätte ich doch bloß nicht schon alles zugeschnitten.

In der Breite, also Vorderseite, Ordner-Rücken und Rückseite brauche ich 65 cm. Dazu auf jeder Seite noch einmal 10 cm für den Umschlag, den ich benötige, um den Ordner hinein zu schieben.

Das LogCabin-Muster kommt nur im Ganzen zur Wirkung, also habe ich die beiden Teile zuerst zusammengenäht. Links und rechts habe ich mit schwarzen Streifen ergänzt und konnte für die Vorderseite auch einen Streifen mit dem Hanburg-Webband verwenden.

Damit passt die Breite, aber leider sind die drei LogCabin-Blöcke übereinander zu hoch. Da hilft wohl nur ein beherzter Griff zu Lineal und Rollschneider. Aber darüber muss ich noch mal schlafen.

Sommer, Sonne, Strand

Sommer, Sonne, Strand

Im Juni 2012 habe ich für meine Freundin diese Strandtasche genäht. Wenn ich mich recht erinnere, hat sie sich die bunten Stoffe selbst gekauft.

Gemeinsam haben wir dann überlegt, dass ein wasserabweisender Stoff für den Boden sinnvoll sei, der lag noch bei mir und wartete auf seinen Einsatz. Die Tasche hat eine gewisse Größe, musste also ein festes Vlies haben, damit sie stehen bleibt und nicht in sich zusammenfällt. Außerdem wird sie wegen ihres Volumens beim Beladen schnell auch schwer, deswegen laufen die Tragegurte unter dem Boden durch und sind an der Grifffläche mit Stoff und Vlies ummantelt, damit sie nicht so einschneiden. Und ein Verschluss war gewünscht, realisiert mit einer Lasche und einem Knopf.

Ein echtes Gemeinschaftsprojekt, dessen Umsetzung mir viel Spaß gemacht hat. Und noch mehr Spaß macht es dann, wenn man sieht, dass die Ergebnisse auch wirklich benutzt werden, hier ein Beweisfoto, vermutlich von Strand im Sankt-Peter-Ording.

The New Hexagon 15

The New Hexagon 15

Das zweite Deckchen aus 7 New Hexagons nach dem Buch von Katja Marek ist fertig. Nachdem ich es über Papierschablonen mit der Hand genäht hatte, ist es nun auch mit der Hand gequiltet. Das Binding auf der Rückseite noch mit ein paar Stichen annähen und nun freuen, dass das neue Deckchen eingesetzt werden kann, rechtzeitig zum Sommer.

Kurz zur Erinnerung, eigentlich sollte dieses Projekt ja ein Tischläufer mit einem Farbverlauf werden. Da es nun zwei Deckchen geworden sind, habe ich beim zweiten, hellen auch einen warmen Farbton für die Hintergrund-Dreiecke gewählt. Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie nur durch die Wahl der Farben ein ganz anderer Eindruck entsteht.

Für das Foto durften die Zwillinge mal ganz eng zusammenrücken, um einen Eindruck von meiner ursprünglichen Idee zu zeigen. Im richtigen Leben wird das wohl eher nicht der Fall sein.

Ich freue mich riesig, dass ich dieses Projekt nach über einem Jahr abgeschlossen habe und muss mir nun ein neues Handnäh-Projekt suchen, wohl eher ohne Schablonen, die haben jetzt erst einmal Pause.

Erinnerungsquilt

Erinnerungsquilt

Heute zeige ich einen Wandbehang aus der Zeit vor meinem Blog, deswegen gibt es nur diese beiden Bilder und keine von seiner Entstehung.

2014 habe ich ihn meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt. Genäht habe ich ihn hauptsächlich aus Hemden meines verstorbenen Vaters, zwei seiner Seidenkrawatten fanden auch Verwendung.

Diese Art von Quilts, s.g. Medaillon-Quilts, plant und arbeitet man von der Mitte aus. Man beginnt also mit einem Mittelmotiv und näht darum herum in Runden weiter. Das ist ein bisschen Rechnerei und manchmal hilft trotzdem nur noch ein Zwischenstreifen, damit die Blöcke alle zusammenpassen.

Meine Mitte ist ein Doppelter Sägezahn-Stern, auf englisch Double Sawtooth Star. Das kleine, mittlere Quadrat ist ein Teil einer Seidenkrawatte.

In der ersten Runde fliegen Flying Geese zu den Herzen. Hier habe ich außer Hemden auch wieder Krawatten verwendet. Und ja, außer den stets korrekten, hell- bis dunkelblauen Oberhemden, fand sich auch das orangene, wahrscheinlich ein Freizeithemd. Und orange und blau, die Gegenfarben, das passt ja immer. Da ich nur zwei Herzen einbauen wollte, habe ich die übrigen Ecken mit anderen Motiven aufgefüllt.

Ein schmaler, orangener Rand hält die Mitte optisch zusammen, bevor die zweite Runde kommt. Hier habe ich mit Gänsen, Windmühlen und Freundschaftssternen gespielt. In der letzten Ecke habe ich Freundschaftsbänder verwoben.

Da der Platz begrenzt war und es mir so gefiel, kommt der Quilt ohne Rand aus und wird nur durch das wieder orangene Binding abgeschlossen.

Der Wandbehang ist ca. 1 x 1 m groß, mit der Maschine genäht und handgequiltet und hat einen schönen Platz bei meiner Mutter gefunden.

New Hexagon 14

New Hexagon 14

Heute ist leider nur Zeit für einen kurzen Beitrag. Die Patchwork Gilde organisiert die ersten Patchworktage online und da möchte ich gerne dabei sein.

Während ich ja eigentlich am Cape für meine Mutter stricke, habe ich auch mit dem Quilten der zweiten kleinen Tischdecke begonnen. Statt wie bisher mit einer stumpfen Nadel die Quiltlinien vorzuzeichnen, habe ich zum ersten Mal Quilters Tape benutzt.

Das reißt man in kleinen Stücken von der Rolle ab und klebt es mit der einen Kante an die Naht, neben der man quilten möchte. Auf der anderen Seite setzt man danach die Quiltstiche. Es geht gut, die Streifen sind auch mehrfach verwendbar. Aber natürlich hat man am Ende Müll produziert und ob es wirklich schneller geht, ich weiß nicht so recht. Obendrein ist bei geschwungenen Linien sowieso Schluss. Also jetzt habe ich es und werde es aufbrauchen, aber nachkaufen werde ich eher nicht.

So, jetzt muss ich wieder zu den Patchworktagen, die T-M XII wird eröffnet.

Sterne der Hoffnung 4

Sterne der Hoffnung 4

Nun ist er fertig, der Signaturblock. Er ist handgestickt in grün, der Farbe der Hoffnung.

Danach habe ich ihn erst in seine Reihe eingefügt, anschließend die Reihe an die übrigen Reihen genäht. Drumherum gibt es einen Rand – auch wieder in grün. Das hat aber ehrlicherweise weniger mit Hoffnung als mit den Farben der Rückseite zu tun. Die wird aus einem Stoff mit dem Namen Terrazzo sein. Den gab es im mehreren Farbvarianten und bei meinen bunten Steinchen passte nur das Grün zu den Stoffen der Vorderseite. Und nun passt das eben auch super zum Thema, Glück muss man haben.

Und dann habe ich versucht, das Top zu fotografieren. Gar nicht so leicht, 120 x 200 cm aufzunehmen. Ich bin extra auf eine Leiter geklettert, aber meine Arme sind zu kurz und so kam das dabei heraus.

Viele der anderen Sterne der Hoffnung, die genäht wurden, werden jetzt mit der Hand gequiltet. Da habe ich schon tolle Varianten gesehen. Aber mit meinen dicken Stoffen, das Top allein hat schon ein ziemliches Gewicht, habe ich dazu keine Lust. Aber auch das Quilten mit der Maschinen wird aufgrund vieler dicker Naht-Treffpunkte kompliziert werden.

Ich werde noch ein wenig drumherum schleichen und Ideen schmieden, verwerfen und irgendwann loslegen.

Regina Grewe Mystery 2020

Regina Grewe Mystery 2020

Und immer lauern am Weg Ablenkungen. Dieses Mal in Form von Regina Grewes Mystery 2020. Eigentlich…., aber was soll’s, so eine Kleinigkeit mache ich doch nebenbei.

Oben seht ihr das Material und die ersten drei Schnipsel. Anhand einer vorbereiteten Farbkarte und ungefährer Mengenangaben konnte ich mir die Stoffe heraussuchen und weil die Box gerade offen herum stand, fiel die Wahl wieder auf die selbstgefärbte Bettwäsche.

Der Anfang war gemacht und nun hieß es abwarten bis zur Veröffentlichung weiterer Teile. Mit jedem Teil mehr wurde herumgepuzzelt, aber es ergab irgendwie keinen Sinn. Nur der Schirmgriff war für mich schnell erkennbar, aber wie sollte der Stoff darum passen? Erst mit dem drittletzten Blatt, auf dem spitze Ohren und schräge Augen zu erkennen waren, war mir klar, dass auch eine Katze geteiligt war.

Auf dem vorletzten Blatt waren dann die letzten drei Puzzleteile drauf und nach dem Nähen konnte ich das Bild zusammen setzen.

Sicherheitshalber habe ich die Auflösung abgewartet. Außerdem brauchte ich mir dann über die Reihenfolge des Zusammennähens keine Gedanken zu machen, das gehörte zur Auflösung und war von Regina bestens vorbereitet. Danke Regina, es hat mal wieder Spaß gemacht.

Da sitzt sie nun im Schatten unterm Schirm und muss noch auf die Fertigstellung warten. Denn zuerst muss ich die Sterne der Hoffnung fertig machen. Erst danach weiß ich, wieviele Stoffe in welchen Mengen über sind, um auch dieses Projekt zu Ende zu nähen.

New Hexagon 13

New Hexagon 13

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was frau im Laufe der Zeit so sammelt und wo es dann irgendwann später plötzlich wieder passt. So habe ich also ein Restrolle Schrägband gefunden, dass zu diesen Hexies passt, als wenn ich es dafür neu gekauft hätte.

Normalerweise näht man das Schrägband als Einfassung erst im letzten Schritt an. Das ging in diesem Falle nicht, weil ich die Papierschablonen ja erst entfernen kann, wenn auch der letzte Rand mit dem Nachbarn verbunden ist. Sonst würden nämlich die, nur notdürftig gehefteten, Nahtzugaben nach außen krabbeln. Und die Schablonen müssen alle raus, sonst kann ich nicht quilten. Es bliebt also keine andere Wahl, als das Schrägband von der Rückseite mit überwendlichen Handstichen an die Hexies zu nähen. Die Ecken habe ich anschließend wegen der besseren Stabilität mit der Nähmaschine genäht, die Faltung der Nahtzugaben wird sich beim Befestigen auf der Rückseite ergeben.

Aus Rückseitenstoff, dünnem Vlies und Top habe ich das Sandwich zusammengestellt und mit ein paar Fäden geheftet. Quilten will ich einige innere Motive der Hexies und die Zwischen-Dreiecke. In der letzten Zeit habe ich im Internet häufiger gesehen, dass Quilterinnen die Linien nicht vorgezeichnet haben, sondern mit Quilter’s Tape markierten. Das will ich dieses Mal auch probieren, glücklicherweise hatte ich beim letzten Besuch in einem Quiltladen das Tape besorgt.

Das Tape ist 1/4 Inch breit. Es ist so eine Art Krepp-Band, dass zwar klebt, aber auch schnell und rückstandslos wieder abgeht und mehrfach verwendbar ist. Gefällt mir für die hier ja ausnahmslos geraden Linien gut.

Für diese Farbwelt hatte ich kein Farbverlaufsgarn vorrätig. Deswegen habe ich mich für Cremeweiß entschieden, passend zur Rückseite.

Sterne der Hoffnung 3

Sterne der Hoffnung 3

Inzwischen habe ich nach den 24 Vorlagen von der Patchwork Gilde insgesamt 64 Sterne genäht. Für die kleinen Varianten habe ich den einen oder anderen Block umgerechnet oder mit nur 50 Prozent die Vorlagen ausgedruckt. Jeweils 4 kleine und große Sterne bilden eine Reihe, 8 davon gibt es in meinem Projekt. Ursprünglich wollte ich auch die Anzahl der Blöcke mit einem farbigen Hintergrund genau festlegen, aber das erwies sich als unrealistisch. Also habe ich am Ende nach Gefühl verteilt, umsortiert und jetzt für gut befunden.

Reihe für Reihe habe ich die Blöcke dann zum Arbeitsplatz an der Nähmaschine getragen und zusammengenäht. Anschließend die Reihen aneinander. Alles keine Problem – doch! Da ich mit eingefärbter, alter Bettwäsche genäht habe, gibt es Nahtstellen, die meine Maschine kaum überwinden konnte. Und dass ich mich gegen Zwischenstreifen entschieden habe, hat das Verfahren nicht vereinfacht. Aber meine Maschine und ich sind Sieger geblieben.

Auch die untere Hälfte ist zusammengenäht, allerdings noch nicht mit dem oberen Teil verbunden. Und in der letzten Reihen tut sich ja eine Lücke auf?!

Kein Grund zur Panik, da fehlt noch ein Block. Es wurde nämlich ein Signaturblock angeboten. Das ist ein Block, auf dem sich die Patcherin/Quilterin verewigen kann. Ich habe mich auch für einen Signaturblock entschieden, muss den aber, in Ermangelung einer Stickmaschine, mit der Hand sticken.

Dafür habe ich mir aus dem Internet Symbole für die Sterne und die Hoffnung, einen Anker, gesucht und zusammen mit meinen Initialen, der Jahreszahl und dem KFZ-Kennzeichen für Pinneberg zu einem Blöckchen komponiert. Nun muss ich mich zurückversetzen ins Jahr 2008. Damals habe ich nämlich den online-Stickkurs zum Thema freies Sticken bei Anne Lange gemacht und kann das Gelernte hier nun mal wieder anwenden.

Und wenn ich nicht mehr weiter weiß, hoffe ich in dem Stitch Tool Anregungen zu finden.

Zusätzlich werde ich auf jeden Fall auch ein Label für die Rückseite anfertigen, das dann die ausführlichen Informationen zu diesem Quilt beinhalten wird.