Kategorie: Stricken

Schal „Marling im Rhythmus“ 2

Schal „Marling im Rhythmus“ 2

Ostern habe ich den Schal fertiggestellt. Wie passend, dass der Winter hier im Norden noch nicht aufgegeben hat, sondern gerade mal wieder Schnee schickt.

Da ich dünnere Nadeln verwendet hatte, war mir der Schal nach dem ersten Durchlauf mit den 5 Farben noch zu kurz. Was tun? Ich habe mich dafür entschieden, die Farbfolge einfach rückwärts zu stricken, bis zur gewünschten Länge. Die hatte ich nach zwei Metern erreicht. Nun konnte ich die Maschen abgeketten, die Fäden vernähen und den Schal in lauwarmen Wasser kurz durchwaschen. Danach habe ich ihn liegend trocknen lassen, auf das Spannen konnte ich verzichten.

Nach zwei Tagen war er wieder trocken und sollte fotografiert werden. Dafür habe ich dann den Osterhasen verpflichtet, der hat sich über den kuscheligen Schal sehr gefreut.

Die Strickanleitung Schal „Marling im Rhythmus“ ist von Britta Kremke, das Cobweb Lace Garn von Kremke Soul Wool. Es ist noch viel von dem tollen Garn übrig, ich muss wohl noch Stulpen und eine Mütze stricken. Mal sehen, welche Anleitungen ich mir dafür heraussuchen werde.

Schal „Marling im Rhythmus“ 1

Schal „Marling im Rhythmus“ 1

Auf der Stricknadel habe ich nun einen Schal, mal etwas zum Entspannen. Ganz ohne Hinschauen geht das zwar auch nicht, es sind aber nur rechte und linke Maschen, Zu- und Abnahmen an den Rändern, alles ganz regelmäßig.

Designerin ist Britta Kremke von Kremke Soul Wool, erstanden habe ich das Cobweb Lace Garnpaket in ihrem Online-Shop Schmeichelgarne.de.

Dieses Mal muss ich mir den Farbverlauf selbermachen. Dafür sollte ich aus den gelieferten fünf Spulen fünfzehn machen. Also haben wir Pappkerne von Küchen- und Toilettenppaier gesammelt. Als die benötigte Anzahl stimmte, habe ich mich an zwei Abenden hingesetzt und das dünne Garn umgewickelt, die Küchenwaage stets im Blick.

Und dann konnte ich endlich loslegen. Immer mit drei Fäden gleichzeitig. In regelmäßigen Abständen wird je einer davon gegen einen anderen ausgetauscht. So entstehen die sanften Übergänge.

Fast zwei Meter lang soll er werden, das wird wohl noch etwas dauern.

Jacke Iliana 3

Jacke Iliana 3

Schon lange nicht mehr habe ich so viel geribbelt, also aufgereppelt und zurückgestrickt. Es wollte einfach nicht passen.

Zuerst fiel das Muster nach dem Umstieg auf das Nadelspiel in der gleichen Nadelstärke wie bis dahin benutzt, viel kleiner aus. Lag wahrscheinlich daran, daß die Zwischenrunde beim Rundstricken ja rechts gestrickt wird. Da stricke ich unbewusst wohl fester als bei der linken Rückreihe wenn ich in Reihen stricke.

Also ribbeln, am Ende Masche für Masche zurückstricken, damit alle Maschen und Umschläge auch wirklich mitkommen. Neuer Versuch mit einer halben Nadelstärke mehr. Sieht gut aus, also marsch. Und dann nicht rechtzeitig aufgehört. Ärmel zu eng und zu lang geworden. Und wieder ribbeln….

Der zweite Versuch mit etwas weniger Abnahmen sieht besser aus. Da im Netz schon fertige Modelle gezeigt wurden, habe ich mich auch für enge 3/4-Ärmel entschieden. Die Spitzenborte sieht zwar gut aus, ist aber nicht alltagstauglich. Es reicht schon, wenn sich die Nadelspitzen im Gestrick verfangen, da müssen sie nicht auch noch in meiner Jacke hängen.

Da ich sorgfältig notiert hatte, wie ich den ersten Ärmel gestrickt habe, ging der zweite dann zügig von der Hand. Anschließend ein paar Fäden vernähen. Das sind bei dieser Technik, Raglan von oben, wirklich wenige.

Danach habe ich die Jacke gespannt und mit einem feuchten Handtuch bedeckt trocknen lassen. Und voila, so sieht meine Iliana nun aus.

Zusammengehalten wird die Jacke von einem Cardigan Clip von Klipsutin, den hatte ich mir gewünscht und der Weihnachtsmann hat ihn gebracht.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken…

Jacke Iliana, Design Birgit Freyer, die-wolllust.de. Gestrickt mit Baby-Cotton in der Farbe Pervinca, auch von die-wolllust.de. Der KAL startete im September 2020 – also ich finde, ich habe es gut geschafft.

PS: Das Seidentuch ist – natürlich – auch eigene Produktion, aus einem Kurs im Jahr 2000!

Jacke Iliana 2

Jacke Iliana 2

Puh, Fleißaufgabe erledigt! Meine Jacke ist als solche zu erkennen.

Ehrlicherweise muss man bedenken, dass an dieser Stelle beide Vorderteile und das Rückenteil fertig sind. Und ich brauche sie nicht mal mehr zusammen zu nähen.

Aber zwischendurch war mir schon ein wenig langweilig, es ging viele Zentimeter lang geradeaus. Und dann endlich die ersehnte Abwechselung in Form der Spitze. Hier hat sich Birgit Freyer mal wieder etwas anderes einfallen lassen, in dem sie das Grundmuster in der Spitze wiederholte. Die Idee gefällt mir gut.

Im Anschluss daran wurden die Reihen durch den Spitzeneinsatz noch einmal um ein paar Maschen länger. Aber auch das habe ich jetzt geschafft und konnte diesen Teil abhäkeln und anprobieren – passt, hurra.

Nun geht es an die Ärmel, die werde ich in Runden mit einem Nadelspiel anstricken. Dabei freue ich mich auf deutlich kürzere Runden.

Kleine Rechenaufgabe gewünscht? 18 x 18 + 1 + 2 = X Maschen waren in der letzten Reihe auf der Nadel.

Jacke Iliana 1

Jacke Iliana 1

Birgit Freyer von „Die WollLust“ aus Berlin hat wieder zu einem KAL eingeladen. Bei so einem Knit Along arbeiten viele Frauen gleichzeitig das Gleiche und die einzelnen Schritte der Anleitung werden nach und nach veröffentlicht.

Natürlich bietet Birgit das passenden Garn in ihrem Shop an und ich habe mir die Baby-Cotton in der Farbe Pervinca bestellt. Die Anleitungsteile bekomme ich per E-Mail oder auch über mein Kundenkonto.

Die Jacke Iliana wird als RVO, Raglan Von Oben, gearbeitet. D.h. es werden die Maschen am Halsausschnitt angeschlagen und in Vorderteil, Ärmel, Rückenteil, Ärmel und Vorderteil eingeteilt. Jeweils eine Masche dazwischen wird als Raglanlinie markiert und hier wird jetzt regelmäßig zugenommen.

Nach insgesamt 2 Wochen Urlaub habe ich die Weite geschafft und die Maschen für die Ärmel stillgelegt. Das sieht doch schon wie eine Jacke aus.

Während ich mich freue, dass die Reihen nun wieder kürzer sind und ich mehr Länge schaffe, sind andere Mitstrickerinnen schon bei Teil 3, das wird der untere Abschluss mit einer Spitze der Vorder- und Rückenteile. Und morgen kommt schon Teil 4, die Ärmel. Ich hänge also mal wieder hinterher, aber ich habe mir fest vorgenommen, dass die Jacke noch in diesem Jahr fertig wird und nicht wieder so ein Dauerbrenner wie die Zoraya.

Sommerloch – gestopft

Sommerloch – gestopft

Alle reden über Sommerlöcher, ich hatte eins, dass mich sehr geärgert hat. Weil es vermeidbar gewesen wäre? Jedenfalls haben wir inzwischen Zedernholzringe gekauft und in den Schränken verteilt.

Ich habe nach bestem Wissen und der Anleitung von Kerstin Neumüller versucht, meine Stola zu retten. So richtig überzeugt vom Ergebnis bin ich nicht. Kunststopfen ist wohl doch ein Handwerk mit sehr viel Erfahrung.

Die Stola ist wieder heil, aber die gestopfte Stelle liegt genau auf der Schulter. Im Buch steht, dass man sie durch Dämpfen noch nachbearbeiten kann. Aber ich werde meine wohl erst einmal waschen und spannen müssen, sie ist irgendwie schmuddelig und angegraut – hat ja auch einige Zeit rumgelegen.

Vielleicht werden wir danach dann ja doch noch Freunde.

Sommerloch

Sommerloch

Ganz unten im meinem Strickkorb lag noch die Stola mit dem Mottenloch. Da ich inzwischen auch das Buch Verflickt & Zugenäht von Kerstin Neumüller erstanden habe, soll es nun endlich losgehen.

In diesem Buch ist toll erlärt, dass man Risse und Löcher in Stricksachen mit dem Maschenstich flicken kann, mit und ohne Hilfsfäden. Ich traue mich noch nicht so richtig, weil die handgestrickte Stola eine ganz andere Festigkeit hat, als ein maschinengestrickter Pullover. Aber ich will es auf jeden Fall versuchen.

Zuerst habe ich die Stricknadeln entfernt und nun sieht es eher nach einem Riss, als nach einem Loch aus. Also vielleicht doch ohne Hilfsfäden? So viele Maschen scheinen ja gar nicht zu fehlen.

Yoga-Socken

Yoga-Socken

Mittwochs ist mein Yoga-Tag. Deswegen zeige ich heute mal meine Yoga-Socken – oder sind es eher Stulpen?

Alles fing damit an, dass es in unserem Yoga-Raum in der VHS ziemlich fußkalt ist. Unsere Lehrerin besteht aber auf Barfuß-Yoga, weil man einen besseren Halt und Stand hat.

Ob das mit den kalten Füßen so ähnlich ist, wie mit den kalten Händen? Da brauche ich nämlich manchmal nur Stulpen und habe trotz der freien Finger eine warme Hand. Sprach man früher nicht von Pulswärmern?

Nach ein paar Runden durch das Internet hatte ich einige Yoga-Socken gesehen und während des Strickens meiner letzten Socken reifte die Idee, mir selber Socken ohne Ferse und Spitze zu stricken.

Für einen engen Sitz habe ich die ganzen Socken in einem Rippenmuster, 1 rechts, 2 links, gestrickt. Statt die Ferse auszuarbeiten, habe ich die Maschen an Ende des Schaftes einfach abgekettet und in der nächsten Runde mit einem zusätzlichen Faden wieder angeschlagen. Der Fußteil ist relativ kurz, endet vor dem Ballen, damit ich sicher stehe und nicht wegrutsche. Alle Maschen abgekettet und fertig.

Zuerst war es ein wenig gewöhnungsbedürftig, mit Teil-Socken unterwegs zu sein, inzwischen gefällt es mir sehr gut und die Füße sind nicht mehr ganz so kalt.

Cape für Mutti 4

Cape für Mutti 4

Und plötzlich war mein Vorsprung weg, bin ich sogar ins Hintertreffen geraten. Aber es immer noch Sonntag und ich bin fertig! Das ist das Wichtigste und so habe ich euch ein wenig warten lassen – zum ersten Mal. Meine Berater haben mir nämlich zum Beginn dieses Blogs geraten, regelmäßig zu schreiben.

Für das Foto musste der Gartentisch als Bohlenweg herhalten und auch Strand und Wasser sind weit weg. Aber ein wenig Strandgut habe ich noch gefunden.

Das Cape bedeckt Schultern und Rücken, reicht ungefähr bis zu dem Ellbogen. Ich denke, das ist eine gute Größe für meine Mutter. Sie kann sich eigentlich nicht drin verheddern und auch nirgends hängen bleiben. Unterarme und Hände sind frei, so dass sie damit arbeiten kann.

Nach ein paar Reihen in glatt Rechts mit Zacken, bei denen nur durch die Zunahmen Löcher entstanden sind, habe ich in den letzten Reihen ganz viele Löcher gestrickt. So ist der untere Rand ein wenig zipfelig geworden und nicht so streng. An den Rändern habe ich je eine Reihe Feste- und Krebs-Maschen gehäkelt. Dabei habe ich am rechten oberen Rand eine Schlaufe für den Knopf eingearbeitet.

Ich wünsche mir, dass meine Mutter dieses neue Tuch nutzt und ein wenig an unseren Urlaube auf Amrum zurückdenkt.

Cape für Mutti 3

Cape für Mutti 3

Gestern Abend habe ich noch bis zum Dunkelwerden gestrickt, deswegen kann ich heute einen sichtbaren Fortschritt zeigen.

Der schöne Farbverlauf wird immer deutlicher und trifft den Namen Strandgut für meinen Geschmack sehr gut. Wir haben den Sand, das Wasser und ein wenig Himmel verlassen und nähern uns dem angespülten Holz. Ich sehe den Spülsaum am Strand direkt vor mir – träum weiter.

So ganz genau kann ich es nicht erkennen, aber ich rechne noch mit zwei Farbwechseln. Bis zum ersten sind es vielleicht noch ein, zwei Reihen. Den folgenden will ich auch noch für die Zackenkante verwenden. Den Rest will ich anschließend nutzen, um das Cape rundherum mit einer Häkelkante einzufassen.

Die Zacken kommen wegen der Nadeln noch nicht so richtig zur Geltung, aber man erkennt jetzt schon, dass durch die Zu- und Abhnahmen die Maschen/Reihen schräg verlaufen. Das Knopf-Thema konnte ich noch nicht zufriedenstellend klären, es wird am Ende wohl der werden, den ich im Bestand gefunden habe.

Soviel für heute, ich muss wieder an die Nadeln, aber vorher noch dies und das und jenes …….