Autor: Helga Kamjunke

Advent 2025

Advent 2025

In diesem Jahr musste ich eine liebgewonnene Adventsdekoration – mal wieder – anpassen. Was war geschehen? Schon 2003, also am Beginn meiner Patchworkleidenschaft, habe ich eine Sommervorlage zu einem Adventskranz umgearbeitet. Damals als Mitteldecke, ca. 80×80 cm im Quadrat.

Irgendwann bekamen wir einen größeren Esstisch und die Decke passte nicht mehr. Da ich sie aber gerne weiter sehen wollte, habe ich einen Tunnel angenäht und von da an begleitete der Adventskranz uns in der Adventszeit als Wandbehang im Esszimmer.

Nun hat im letzten Jahr ein Regal mit einer großen Nische für Wandbehänge Einzug bei uns gehalten und ich musste feststellen, dass ca. 80 cm eben auch minimal größer sein kann. Und natürlich sah das so gequetscht aus, das ging gar nicht. Nach dem Abbau der Weihnachtsdekoration habe ich den Quilt gleich in die Werkstatt gepackt, weil ich mir etwas einfallen lassen wollte.

Nun habe ich zuerst die Einfassung abgetrennt und anschließend den äußeren grünroten Randstreifen. Den weißgoldenen Rand habe ich schmaler geschnitten, dabei sorgfältig darauf geachtet, Füllung und Rückseite heil zu lassen. Danach habe ich die grünroten Streifen schmaler geschnitten und wieder angenäht.

Nun ist der Quilt etwa fünf Zentimeter kleiner geworden. Eine Reserve, die mir erlaubte, ein Manko zu beheben, über das ich mich von Anfang an geärgert hatte. Denn damals habe ich beim Zurückschneiden des überflüssigen Materials in die Einfassung geschnitten – das kommt davon, wenn es schnell gehen soll.

Also, nun ist der Adventskranz-Quilt kleiner und mit dem alten Binding, aber sauber und neu eingefasst.

Ich freue mich, dass er uns wieder durch die Vorweihnachtszeit begleiten wird.

Strandhäuser 3

Strandhäuser 3

Gestern habe ich die Tischsets verschenkt und kann deswegen hier nun die letzten Schritte zeigen. Oben im Beitragsbild ist das Quilting zu sehen. Ich habe im Schatten der Naht um die Strandhäuser gequiltet und den Rest der Sets mit parallellen Linien aufgefüllt.

Die blauen Bindingstreifen habe ich mit dem roten Stoff ergänzt. Da die Streifen mehrfach zusammengesetzt sind, habe ich sie erst zur Runde geschlossen, damit ich sie so ausrichten konnte, dass keine Nähte in den Ecken zu liegen kamen. Denn das ist beim Umlegen der Stoffe in einer Ecke sehr hinderlich. Das Binding habe ich auf der Rückseite mit der Hand angenäht.

Ein letzter Sommergruß im Herbst.

Kleines Tuch 3

Kleines Tuch 3

Einen Farbwechsel später habe ich die Mitte erreicht und beginne nun mit den Abnahmen. Das bedeutet, dass die Reihen wieder kürzer werden und wenn nicht so viel Anderes zu tun wäre, könnte ich das kleine Tuch mal eben fertig stricken.

Bin sehr gespannt, wann ich fertig sein werde und schon ein bisschen hibbelig, weil ich neulich auf der Kreativ-Messe Material für einen Schal gekauft habe und es kaum abwarten kann, damit zu beginnen. Aber die Jacke wartet ja auch noch…..

Strandhäuser 2

Strandhäuser 2

Da musste ich mir doch mal beweisen, dass ich auch in meiner UFO-Werkstatt arbeiten kann und habe die Strandhäuser rausgeholt.

Jeweils drei von ihnen sollen eine Gruppe auf je einem Tischset bilden. Dafür habe ich aus den Himmel- und Strandstoffen Verbindungsstreifen genäht. Als die Gruppen zusammengesetzt waren, habe ich sie oben und unten eingekürzt, damit die Proportionen auf den Sets stimmen.

Oben im Beitragsbild ist zu erkennen, dass ich anschließend, aber wirklich nur einen kurzen Moment, überlegt habe, ob die Häuschen einen Rand als Abgrenzung brauchen oder nicht.

Also natürlich mit Rand, aber schon ergab sich das nächste Problem, denn der blaue Stoff reicht nun nicht mehr für die Einfassung der Sets. So kann’s gehen, wenn man mit Resten und ohne ausgefeilten Plan arbeitet. Also die geschenkten Stoffe wieder rausgeholt, das ist übrigens jedes Mal eine aufwändige Suche, da ja viele Dinge noch verpackt und verstaut sind – UFO halt.

Ich muss die blauen Bindingstreifen auf jeden Fall mit einer weiteren Farbe verlängern und tendiere zu rot, die grüne Variante ist mir zu dunkel. Noch habe ich ein bischen Zeit zu überlegen, ich muss ja erst quilten.

Kleines Tuch 2

Kleines Tuch 2

Zwei Farbwechsel und etliche Zentimeter später habe ich bei dem kleinen Tuch fast die Mitte erreicht. Auch dieses Mal ist kraus rechts nicht wirklich fordernd, aber trotzdem ist es mir gelungen, ein paar Fehler, bevorzugt am glatten Rand, nämlich links stricken und rechts abheben!, einzubauen.

Macht das Tuch unverwechselbar und ist mir egal. Wer einen Fehler findet, darf ihn gern behalten!

Was mich eigentlich umtreibt, ist die Tatsache, dass wir die Renovierung meiner Werkstatt nicht wie geplant beenden konnten. Leider muss eine Außenwand aufwändig abgedichtet werden und der Handwerker hat dafür erst Anfang des nächsten Jahres Zeit.

Solange sitze ich nun also in der unfertigen, nur notdürftig eingerichteten und ziemlich kahlen Werkstatt, aber immerhin kann ich wieder dort arbeiten.

Kleines Tuch 1

Kleines Tuch 1

Ja, ich weiß. Fange nichts Neues an, bevor das Alte fertig ist. Unterbrich eine Strickarbeit nicht zu lange, sonst sieht man den Absatz später. Aber ich muss das jetzt einfach haben, das neue kleine Tuch zu meiner neuen Übergangsjacke. Danach, verspreche ich an der Sommerjacke weiter zu arbeiten, der erste Ärmel ist 2/3 fertig.

Der erste Weg im Urlaub führte mich in den Strickladen nach Kappeln. Bewaffnet mit der abtrennbaren Kapuze der Jacke und mit Hilfe der netten Mitarbeiterin, fand ich schnell das passende Garn von 100 Farbspiele. Meine Farbe heißt „All about Roses“ und ist aus fünf Fäden komponiert. Die Anleitung gab’s gleich dazu und hätte ich nicht den Ärmel….

Aber zuhause habe ich mir gleich eine Nadel zusammengeschraubt und losgelegt. Da ich mich entschieden habe, mit der dunklen Seite zu beginnen, musste ich den Anfang aus der Mitte ziehen, dabei ist leider viel zu viel Garn mit herausgekommen.

Anleitung und Material aus dem gleichen Haus, was soll da noch schiefgehen.

Jacke Grün/Gold 6

Jacke Grün/Gold 6

Oh weh, das hat ja noch mal länger gedauert…. Aber nun sind die Vorder- und das Rückenteil fertig gestrickt. Notdürftig mit Sicherheitsnadeln habe ich die Schulternähte geschlossen und eine Anprobe gemacht. Das sieht schon ganz gut aus.

An diesem Teil muss ich noch die Fäden vernähen und dann mache ich mich an die Ärmel. Die Strickschrift dafür habe ich zwischenzeitlich schon von Multicolor auf Zweifarbig umgearbeitet. Nachdem die Jacke nun soweit fertig ist, kann ich die Ärmellänge und -weite ausmessen und die Vorgaben zum Ab- und Zunehmen gemäß meiner Maschenprobe anpassen.

Kleinigkeiten für mich

Kleinigkeiten für mich

Ganz plötzlich brauche ich auch mal etwas für mich. Manchmal landet mein Handy in einer großen Tasche und wie wir alle wissen, findet es sich da selten schnell wieder. Und da mein aktuelles Handy irgendwie gewachsen sein muss, passt es nicht mehr in die alten Hüllen. Und die lose rumfliegenden Netzteile und Ladekabel nerven auch schon etwas länger. Also ab an die Nähmaschine.

Bei Patchworkerinnen sammeln sich außer Stoffresten auch Einzelblöckchen an. Entweder will ich nur etwas ausprobieren oder ein Block passt farblich nicht so recht ins Ganze oder im Überschwang habe ich zuviele vorbereitet oder ein Stoffrest reicht gerade so für einen allerletzen … Es gibt immer Gründe, einen Block beiseite zu legen.

Und genau die Mappe, ein sogenanntes Block-Buch, habe ich hervorgeholt, mal schauen, ob ich einen Anfang finde. Die bunten Windmühlenblöcke sind ideal. Sie sind farbenfroh und ich werde bestimmt Begleitstoffe finden.

Mit der Handyhülle halte ich mich nicht lange auf. Ausmessen, den fertigen Block entsprechend vergößern und mit Vlies und Rückseite verstürzen. Das Teil mittig falten und an der Seite und am Boden absteppen, fertig.

Und nun zum Kabelsalat, wie aufwändig soll die Aufbewahrung werden? Tasche mit Reißvershluss oder ein Reisbeutel mit Klettverschluss oder ganz offen? – immer diese Entscheidungen.

Zuerst muss ich mich vom Windmühlenblock verabschieden, der passt einfach nicht zum Schnitt. Inzwischen habe ich nämlich die Schneideschablonen für die Utensilos „Häuser“ von BarbarasRegenbogen herausgesucht und da passt der Block so gar nicht. Also musste ich andere Stoffe nehmen, die Wahl fiel auf einen Batik und einen Begleiter. Um dem Utensilo ein wenig Stand zu geben, habe ich, gemäß der Anleitung, die Außenstoffe mit Bügelvlies verstärkt. Je vier Stoffteile werden zu einem Außen- und einem Innenbeutel. Die beide verstürzen und absteppen und auch der ist fertig.

Und beide schon in Benutzung, so schnell kann’s gehen.

Strandhäuser 1

Strandhäuser 1

Manchmal finde ich mich unverhofft an der Nähmaschine wieder. So auch jetzt. Eine Freundin spendete Stoffe für den guten Zweck. Wir kamen ins Reden und es fiel der Satz, dass die Strandhäuser ja so schön seien. Welche Strandhäuser, grübel, grübel. Ach, die auf den Tischsets. Die habe ich doch schon vor fünf Jahren genäht und verschenkt. Und hier nur als fertiges Geschenk erwähnt, aber nicht im Entstehen gezeigt, man weiß ja nicht, wer so alles mitliest.

Die PaperPiecing-Vorlage von Regina Grewe habe ich noch und Stoffe ja nun auch reichlich, also werde ich zuerst zwei Tischsets aus den Stoffen nähen, bevor aus dem großen Rest dann ein oder zwei Spenden-Quilts werden.

Leider habe ich es versäumt, die Stoffauswahl zu fotografieren, deswegen sind im Bild oben schon die ersten drei Häuschen zu sehen. Die Sets sollen hell werden, die Häuschen kunterbunt. Die Auswahl fällt mir mit geschenkten Stoffen schwerer als mit eigenen, aber ich konnte ausreichend Stoffe finden. Und wo ein Stückchen fehlt, findet es sich sicher in meinen Resten.

Da ich ja mit dem Nähen auf Papier gerade gut in Übung bin, habe ich die Häuschen schnell gebaut, hier das Foto von Nummer 4 bis 6.

Die Wahl für den Hauptstoff der Sets fiel auf einen wild gemusterten Batik. Deswegen werde ich die Strandhäuschen mit Hintergrund verbinden und einen Rahmen drumherum machen, damit sie sich gut abheben.

Einkaufsbeutel Segeln

Einkaufsbeutel Segeln

Damit erst gar nicht wieder Reste entstehen, habe ich die Stoffe von den Zugvögeln gleich liegengelassen. Für ein „Flachgeschenk“ im Freundeskreis möchte ich gerne ein persönliche Beigabe. Und das liebe ich an diesem Hobby, ich kann immer etwas zaubern. Aus dem Stoffpäckchen plane ich einen kleinen Block mit Segelboot, aus den größeren Stücken könnte die Rückseite werden. Für den Innenbeutel wurde ich wieder in der Hemdenbox fündig und auch für die Umrandung des Blöckchens habe ich den allerletzten Rest des grauen Hemdes bereitgelegt.

Den Block mit dem Segelboot habe ich nach einer alten Vorlage in ca. 20 x 20 cm auf Papier gezeichnet und genäht. Schnell war mir eine Rückseite aus Stoffstreifen zu langweilig. Deswegen habe ich einen zweiten Block auf Papier gezeichnet und erst beim Nähen festgestellt, dass der graue Hintergrundstoff ein Segmet zu früh aufgebraucht war. Also wurde der Block ein wenig schmaler als ursprünglich geplant. Beide Blöcke habe ich anschließend mit grauem Stoff auf ca. 35 x 30 cm ergänzt.

Gerne habe ich meine Hände frei, deswegen sollte auch dieser Einkaufsbeutel lange Griffe haben. Dafür habe ich 1 Meter lange Streifen zusammengenäht, die Seiten nach innen gebügelt und die Streifen zur Hälfte gelegt. Anschließend habe ich beide Seiten knappkantig abgesteppt. Nun sind die Stoffe aus dem Paket aufgebraucht und ein letztes Mal kann ich Vorder- und Rückseite gleichzeitig zeigen. Auch die vorbereiteten Griffe oder Träger haben es auf das Bild geschafft.

Aus dem gestreiften Hemdenstoff habe ich den Innenbeutel genäht. Anschließend werden die beiden Beutel miteinander verbunden und gewendet. Zuletzt werden die obere Kante und die Wendeöffnung knappkantig abgesteppt. Und fertig ist meine Geschenk-Verpackung.