Autor: Helga Kamjunke

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

Diesen Wandbehang habe ich bereits 2007 genäht. Aber weil ich ihn behalten habe und er uns schon während der ganzen Adventszeit begleitet, konnte ich schnell ein neues Foto machen.

Genäht ist er nach einer Anleitung aus der LENA Spezial L577 mit der Nähmaschine. Mit der Hand gequiltet habe ich ihn anschließend nach eigenen Vorstellungen.

Er hat noch vier Geschwister, denn er ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsaktion. Dabei haben vier Patchwokerinnen sich je einen Tannenbaum genäht und alle sehen unterschiedlich aus.

Weste Ording 2

Weste Ording 2

Das Spannen der Strickteile hat sich gelohnt. Als ich das Foto machte, hatte ich erst einen Teil der Stecknadeln (auf der rechten Seite) entfernt und trotzdem rollten sich die Teile nicht wieder ein.

Freudig ging es ans Zusammennähen. Anschließend habe ich am Halsausschnitt die liegengelassenen Maschen aufgefasst und ein paar Maschen dazu aufgenommen. Über vier Reihen ist ein kleiner Rollrand entstanden. Den musste ich zweimal machen, er rollte sich beim ersten Versuch nach innen. Da hatte ich in der Anleitung nicht genau genug hingeschaut.

Die Ärmel- und Blendenkanten sollten ohne weitere Verzierung auskommen. Meine Randmaschen gefielen mir aber nicht, deswegen habe ich jeweils eine Reihe Feste Maschen und Krebsmaschen gehäkelt. So sieht sie nun aus.

Ohne Verschluss werden wir nicht auskommen, aber eine zündende Idee fehlt mir noch. Jutta Bücker schlägt in ihrem Buch Knöpfe und Luftmaschenschlingen vor. Das stelle ich mir ganz nett vor, aber die passenden Knöpfe muss ich erst noch finden. Solange werde ich mir wohl mit einer Nadel behelfen, muss ja nicht die Stricknadel sein, die ich für das Foto missbraucht habe.

Und wieder ein Langzeitprojekt fertig!

Julklapp-Geschenk

Julklapp-Geschenk

Heute war Weihnachstfeier in meiner Patchworkgruppe, den Pinnau-Quiltern. Jede von uns hatte ein Geschenk genäht, die wir heute ausgewürfelt haben. Und damit meine Überraschung auch eine blieb, kommt der Beitrag hier heute etwas später.

Vor einigen Jahren hatte ich in meiner Handarbeitsgruppe Kosmetik-Täschchen verschenkt, die wir schnell zu Strick-Täschchen umfunktioniert haben. Irgendwann stellten wir fest, dass sie gerne etwas größer sein könnten, damit auch mal eine Häkelnadel oder ein Maschenraffer Platz darin finden könnten.

Daraufhin habe ich den Schnitt vergrößert. Damit nun aber die Kleinteile nicht verlorengehen, bekam die Strick-Tasche Innentaschen. Der Boden ist ungefähr 4 x 15 cm groß, die Tasche ist durch Thermolam standfest und lässt sich durch den großen Reißverschluss fast vollständig öffnen.

Ich könnte mir vorstellen, in so einer Tasche statt Strickzubehör ein kleines Handnähprojekt unterzubringen. Deswegen habe ich mich für dieses Julklapp-Geschenk entschieden. Der Nähmaschinenstoff und seine Begleitstoffe waren vorhanden. Da es mir zuwenig Patchwork war, habe ich die kleine Applikation aus Hexagons gefertigt. Und dann lag da noch der Knopf, der so gut passt…

 

Weste Ording 1

Weste Ording 1

Die Vorlage zu der Weste Ording ist aus Jutta Bückers Buch „Die Farben des Nordens“. Ich habe die Anleitung für mich ein wenig geändert und auch ein ganz anderes Garn genommen. Es war vorhanden und sollte endlich verarbeitet werden. Gekauft hatte ich es vor vielen Jahren bei einem Sonderverkauf in der Hamburger Wollfabrik. Es ist so lange her, dass ich nicht einmal mehr weiß, aus welchen Fäden das Garn gesponnen ist, es war aber etwas „Edles“.

Wie aus diesen Strick-Schläuchen jemals eine mir passende Weste werden soll, ist mir nicht ganz klar. Aber es war wie immer, der erste Anschlag war viel zu weit und das zweite Versuch dann wohl eher knapp bemessen. Dazu das Rippenmuster, dass sich gut zusammenzieht. Eigentlich ja gewollt, leiert nicht so aus. Aber bei einer offenen Weste eher unpassend. Das liegt wohl an meinem Garn, die Weste in Buch fällt ganz locker um das Model.

Der erste Versuch, der Weste ein wenig die Spannung zu nehmen, ist das Spannen, Befeuchten und Trocknen lassen. Dazu habe ich zum Schutz des Teppichbodens zuerst ein großes Handtuch ausgelegt. Darauf stecke ich die Teile der Weste nach dem Schnittmuster.

Das sieht doch schon viel besser aus. Nun noch einsprühen und mit einem feuchten Tuch zudecken.

Jetzt heißt es abwarten. Zuerst wird das trockene Tuch abgenommen, danach müssen die Westenteile durchtrocknen. Erst dann kann ich die Stecknadeln entfernen.

Und hoffe sehr darauf, dass die Teile sich nach dieser Prozedur weniger zusammenziehen. Es gäbe noch eine zweite Methode, das Dämpfen, aber das würde wahrscheinlich die Struktur der Strickteile verändern, platt drücken. Und das will ich nicht wirklich. Also erstmal hoffen.

 

Mein Adventskranz nadelt nicht

Mein Adventskranz nadelt nicht

und ich kann ihn auch noch ein paar Jahre wieder aufhängen.

Genäht habe ich ihn 2014 nach einer PP-Vorlage von Regina Grewe und er hängt als Willkommensgruß im Advent neben unserer Haustür. Im ersten Jahr habe ich an jedem Adventssonntag eine Kerze „angezündet“, also die Sternenperle angenäht. Mit großen Stichen, weil ich sie ja wieder abtrennen wollte, um das Spielchen im nächsten Jahr zu wiederholen. Habe ich natürlich nie wieder gemacht und auch in diesem Jahr werde ich ihn mit allen brennenden Kerzen raushängen.

 

Ich wünsche allen Lesern eine schöne, besinnliche Adventszeit.

Sternenerwachen 18

Sternenerwachen 18

Es ist vollbracht, mein Sternenerwachen ist fertig!

Vielen Dank an Roswitha von Country Rose Quilts für das tolle Design und Christine Staack von Quiltbahnhof für das All-over-Quilting.

Ich musste nur noch nähen. Das war am Ende noch einmal eine Herausforderung. Zuerst musste ich das Binding stückeln, weil kein Stoff allein mehr ausreichte. Selten habe ich es vor dem Annähen ausgelegt, dieses Mal musste es aber sein, weil ich möglichst keine Naht in den Ecken haben wollte.

Ein gequiltetes Sandwich von 150×200 cm unter der Nähmaschine sieht dann so aus, etwas sperrig das ganze….

Danach noch eine Runde – 7 Meter! – Binding mit der Hand auf der Rückseite angenäht und ich hatte es geschafft. Dachte ich, bis ich auch noch einen Tunnel genäht und mit der Hand angenäht habe. So lässt sich der Quilt, den ich als Tagesdecke nutze, auch mal aufhängen oder mit Hilfe einer Leiste auch besser zum Fotografieren herzeigen.

Inzwischen habe ich auch rekonstruiert, dass ich die großen Stücke der Blaudrucke aus Südafrika 2012 bei den Patchworktagen in Einbeck bei Pamoja – Stoffe aus Afrika gekauft hatte. Der Stand war in einem Klassenraum. Auf dem Flur davor hatten mich die Seidenstoffe aus dem Seidenhaus schon angesprochen. Deswegen habe ich nach den Blaudrucken die orangefarbene Seide erstanden, immer schön die Gegenfarbe einarbeiten. Die Auswahl an Blaudrucken erhöhte sich, als sich eine Patchworkfreundin von ihren 10cm-Quadraten trennen wollte. Sie hatte von jedem verfügbaren Muster 3 Quadrate erstanden, die ich ihr gerne abgenommen und eingearbeitet habe. Ein paar blaugemusterte Stoffe aus meinem Vorrat habe ich ergänzt. Der Hintergrund besteht aus verschiedenen „weißen“ Stoffen, die ich im Laufe der Fertigstellung aber auch noch ergänzen musste.

6 Jahre von der Idee bis zur Fertigstellung, ich bin sehr froh, dass die Stoffe eine so schöne Verwendung gefunden haben und wieder etwas mehr Platz im Regal ist.

 

Mitgebringsel

Mitgebringsel

Aus den Resten der Winter Magie habe ich für eine Freundin dieses kleine Tischset genäht. Ihr gefielen die Sterne und so hatte ich die Reste gleich beiseite gelegt und auf eine Gelegenheit gewartet, sie zu verwenden. Die hat sich nun ergeben und ich habe ihr das ca. 24×36 cm große Deckchen geschenkt.

 

Wieder ein Teil von der to-do-Liste fertig, es klappt in diesem Jahr ganz gut. Lieber hätte ich allerdings das fertige Sternenerwachen gezeigt, aber es ist nicht fertig. Der Stoff für das Binding ist sehr knapp, bloß nicht noch etwas davon verschneiden. Deswegen will ich es mir erst genau ausrechnen und dafür brauche ich noch etwas Zeit.

Flick- und Putzstunde

Flick- und Putzstunde

Flicken, ausbessern, ausputzen – auch das muss manchmal sein. Ganz unten im Berg lag eine Stola, die ich vor ein paar Jahren nach einer Anleitung von Birgit Freyer gestrickt habe. Ich habe allerdings ein Garn aus den Atelier Zitron genommen, weil ich es mal ausprobieren wollte.

Hätte ich geahnt, dass dieses Garn einer Motte schmecken würde, hätte ich auf das Ausprobieren verzichtet. Nun liegt das gute Teil schon lange in einer Schachtel und ich traue mich nicht ran. Glück im Unglück ist, dass die Motte sich durch den glatt  rechts gestrickten Teil gebissen hat. Und Garn ist auch noch jede Menge vorhanden.

Im ersten Schritt habe ich nun zur Bestandsaufnahme die Maschen der betroffenen Reihen mit Nadeln aufgenommen. Es fehlen gar nicht so viele, aber wie bekomme ich sie sauber dazwischen und sichere den Rest vorm Aufribbeln? Mit Maschenstich?

Ich muss noch ein wenig drüber nachdenken und lege es erst einmal wieder beiseite. Vielleicht sollte ich mal in in der Gruppe der Lace-Strickerinnen nachfragen.

Die Motte hat den Ausflug in meine Schachtel übrigens nicht überlebt.

Ein Nähtag ist etwas feines….

Ein Nähtag ist etwas feines….

Meine Patchworkgruppe traf sich zum Nähtag und jede nähte, worauf sie Lust hatte. Meine faltbare Schneidematte sollte mit, aber dafür hatte ich gar keinen Beutel. Warum nimmst du nicht einfach einen anderen Beutel, eine Plastiktüte, fragte eine Freundin. Alle PatcherInnen wissen, das geht gar nicht. Natürlch muss ein passend genähter Patchworkbeutel her. Wie schön, dass ich von dem bunten  Charm-Pack noch Reste liegen und außer dem fast schwarzen auch noch grünen Begleitstoff erstanden hatte.

Nun passen die Tasche und der Beutel zusammen und könnten auf Reisen gehen – und sei es nur bis zum Gemeindehaus beim nächsten Nähtag.

Außerdem wurde das Brillenetui von Stitches by Stellaluna fertig. Da passt sicher auch anderer Kleinkram rein und den hat man ja immer mitzunehmen.

 

Ich freue mich über mein Trio – in mal ganz anderen, als meinen üblichen Farben.

Sternen-Kissen

Sternen-Kissen

Zu der Tagesdecke Sternenerwachen sollte es auch ein Kissen geben. Geügend Stoffreste waren vorhanden und so griff ich zu Alex Andersons Buch „Sterne“.

Meine Wahl fiel auf den „Martha Washington Star“. Zu seiner Geschichte kann ich nichts sagen, mir gefiel einfach die Windmühlenmitte. Der fertige Sternenblock hat 30 cm, deswegen habe ich einen Rund drumherum genäht, um auf 40 cm zu kommen.

Als Rückseite habe ich den Block aus dem Sternenerwachen verwendet, der wegen der Farbwahl nicht so gut gelungen war. Da auch er zu den 30ern gehörte, musst auch hier ein Rand rum. Dadurch konnte ich den Hotelverschluss einbauen, ohne den Block teilen zu müssen.

Die Kissenhülle ist mit der Nähmaschine genäht, mit Resten eines alten Bettbezug gefüttert und mit der Nähmaschine gequiltet.

Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis Decke und Kissen zusammenfinden, aber ich bin schon mal vorbereitet.