Autor: Helga Kamjunke

Frohe Pfingsten!

Frohe Pfingsten!

Aus der Werkstatt gibt es nichts Neues. Da sich aber an diesem Wochenende das Tierkreiszeichen ändert und ich „Einen besonderen Zwilling“ genäht habe, zeige ich den.

Die Geschichte dazu ist recht einfach. Die Vorlagen Zwilling von Ruth Leitz gefielen mir nicht, aber einen Quilt sollte unser Sohn bekommen. Da boten die Luxemburger Quilter eine Mitmachaktion an, die das Patchworken und das Sticken verbanden. 2011 gab es jeden Monat einen Block, der einmal in Stoff und einmal mit Garn umgesetzt werden sollte. Es entstanden so im Laufe des Jahres 12 besondere Zwillinge. Für einen quadratischen Quilt benötigte ich aber 25 Quadrate und so baute ich in die Mitte seine Initialen, die Vorlagen dafür lieferte Ula Lenz. Im gestickten Schneeball habe ich das Jahr und meine Initialen untergebracht.

Fertiggestellt habe ich den ca. 80 x 80 cm großen Quilt 2012.

Vierer-Blöckchen trimmen

Vierer-Blöckchen trimmen

Vierer-Blöcke sind allein schon schön und lassen sich vielfältig einsetzen. Häufig entstehen sie aber auch beim Nähen großer Blöcke, die man in Segmente aufteilt. Die werden erst getrimmt und dann weiter zusammengesetzt. Nur so ist gewährleistet, dass am Ende der ganze Block passt.

Das Vierer-Segment richte ich an der diagonalen Markierung meiner Schneidematte aus, dieser Schritt ist im Beitragsbild zu sehen.

Zum Einsatz kommt mein 15×15 cm großes Schneidelineal.

Zuerst wird gerechnet: Fertige Größe 10 x 10 cm = Zuschnitt 11,5 x 11,5 cm. Die 11,5 cm muss ich jetzt durch 2 teilen, ergibt 6,75 cm.

Nun kann ich das Lineal sauber ausrichten. Bei diesem diagonal geteilten Block wird die diagonale Linie auf dem Lineal an der Nahtlinie im Block ausgerichtet. Damit die Mitte nachher auch wirklich die Mitte ist, muss die  6,75 cm-Markierung mitten auf dem Lineal an den Mittelpunkt des Blocks angelegt werden.

Das blanke Lineal spieglt leider etwas, aber ich denke, es ist zu erkennen. Zuerst die rechte und obere Seite gegradigen. Danach den Block drehen. An die bereits begradigten Kanten kann man jetzt die beiden 11,5-cm Linien vom Lineal anlegen und die dritte und vierte Seite schneiden. Fertig ist das saubere 4er-Blöckchen.

Wenn der Vierer-Block waagerecht/senkrecht geteilt ist, wird die diagonale Markierung des Lineals auch durch den Mittelpunkt geführt. Das Ausrichten erfolgt aber an den waagerechten und senkrechten Nahtlinien, die bei 6,75 cm angelegt werden müssen.

 

Geometrische Blöcke passgenau zusammennähen

Geometrische Blöcke passgenau zusammennähen

Große geometrische Blöcke, wie z.B. Sterne, setzt man sektionsweise zusammen. Bei den zu verbindenden Einzelteilen muss man darauf achten, dass an den Teilen die Nahtzugaben einmal nach links und einmal nach rechts gelegt werden. Aus diesem Grund wird häufig empfohlen, die Nahtzugaben nicht nach jeder Naht zu bügeln, denn dann kann man sie bei Bedarf noch umlegen.

Auf dem Beitragsbild habe ich versucht, diesem Schritt zu fotografieren.

Wenn man einen großen Block gedanklich zerlegt, landet man z.B. bei einem Nine-Patch. Im folgenden Foto ist zu erkennen, wie sich bei einem solchen Nine-Patch auch die letzte Naht einfach legt, in dem die Nahtkanten ineinanderrutschen. Diese Stellen muss man beim Legen ertasten und danach mit Stecknadeln sichern, damit sie nicht wieder verrutschen.

Sternenerwachen 8

Sternenerwachen 8

Da hatte ich neulich schon gedacht „gleich“ fertig zu sein. Weit gefehlt, jetzt habe ich die inzwischen fertigen 13 Sterne mal im richtigen Raster angeordnet und da fehlt noch ganz schön viel. Aber ehrlicherweise haben wir ja auch erst knapp ein Drittel der Sterne fertig. Dieses Projekt wird mich also noch eine Weile begleiten.

Binding genau anpassen

Binding genau anpassen

Genau in die Mitte der vier Seiten sollten die Streifenstoffe. Mein erster Gedanke war, wie soll ich das denn hinkriegen. Aber dann war es nach ein bisschen Überlegen kein Problem mehr.

Auf einer Skizze habe ich die genaue Position eingetragen und konnte dann die Länge der einzelnen Streifen in rot und gestreift ausrechnen. Die Nahtzugabe addieren, die Streifen zuschneiden und in der richtigne Reihenfolge zusammennähen. Das habe ich absichtlich gerade und nicht schräg gemacht, obwohl es dann an diesen Stellen etwas mehr Stofflagen werden.

Zum ersten Mal habe ich den Binding-Streifen auch gleich zum Ring geschlossen. Diesen konnte ich auf dem Quilt verteilen und direkt überprüfen, ob ich alles richtig ausgemessen hatte.

Das funktioniert, weil die Außenkanten des Quilts genauso lang sind, wie der geschlossene Bindingstreifen. In den Ecken geht kein Stoff verloren.

Fische 8

Fische 8

Der Wandbehang mit dem Namen „Goldfische“ ist rechtzeitig zum Geburtstag fertig geworden. Im Detailbild oben ist zu sehen, wie ich gequiltet habe. Auch das Problem „zu viel Blau“ konnte ich mit dreidimensionalen Gräsern lösen. Beim Bindung reichte der Streifenstoff nicht mehr ganz rundrum. Da kam mein Mann auf die Idee, ihn genau in der Mitte jeder Seite einzusetzen.

Immer diese Herausforderungen, aber ich habe es hinbekommen.

Der Wandbehang ist ca. 80×100 cm groß, genäht nach den Vorlagen und Anleitungen aus dem Buch „Wasser-Patchwork“ von Bernadette Mayr.

Sternenerwachen 7

Sternenerwachen 7

Heute ein Update zu diesem Projekt. Insgesamt 13 Sterne sind fertig, wobei auch der Probeblock mitgezählt ist. Die „offizielle“ No. 13 ist der von letzter Woche, aber er muss warten, die Fische sind jetzt wichtiger.

Die Blöcke hängen fast in der genähten Reihenfolge an der Design-Wall und je länger ich hinschaue, desto dunkler erscheint mir die No. 6 oben in der Mitte. Probehalber habe ich schon mal mit Stoffresten eine Variante angesteckt, schaut mal hier.

Ich bin noch unentschlossen. Außerdem werde wahrscheinlich sowieso bis zum Ende warten müssen, weil ich erst dann weiß, ob und welche Stoffe für einen zweiten Versuch noch da wären. Oder ich bekomme die Chance, zugeschnittenen, ausgewechselte Stoffstücke für einen anderen Block verwenden zu können – mal sehen.

Stier

Stier

Aus meiner Werkstatt gibt es nichts Neues zu berichten. Deswegen zeige ich den Wandbehang, den ich gerade aufgehängt habe. Diesen Stier habe ich 2006 nach dem Buch „Sternzeichen in Patchwork“ von Ruth Leitz genäht. Allerdings habe ich mich für eine andere Farbgebung entschieden. Während bei Ruth Leitz ein heller „Stier kraftvoll über fruchtbaren (dunklen) Boden stapft“, steht er bei mir auf einer grünen Wiese mit Gänseblümchen. Und auf die „fruchtragenden Büsche und Bäume“ habe ich verzichtet, nur rechts am oberen Rand ist ein blühender Baum angedeutet.

Der Wandbehang ist ca. 80×80 cm groß, mit der Maschine genäht und handgequiltet. Er war ein Geschenk an meinen Mann.

 

Aus diesem Buch habe ich noch weitere Wandbehänge gemacht und verschenkt, es gibt einen Löwen und einen Krebs. Wenn die Qualität der damals gemachten Fotos es zulässt, kann ich sie zum passenden Zeitpunkt hier zeigen. Ein neues Foto, wie heute beim Stier, kann ich ja nicht mehr machen. Oder ich müsste die Wandbehänge mal wieder besuchen.

Fische 7

Fische 7

Gestern habe ich das Top fertiggestellt. Ein bisschen kniffelig waren die Briefecken, aber sie mussten wegen des Streifenstoffes im Blinker einfach sein.

Nun muss ich die Rückseite des Tops entfusseln, den Rückseitenstoff und das Vlies zuschneiden und danach die drei Lagen mit Sprühkleber fixieren. Denn ich habe mich entschieden, dieses Projekt mit der Nähmaschine zu quilten, mir läuft die Zeit davon. Deswegen mache ich mich jetzt auch gleich wieder ans Werk.

 

Umgang mit dem Prym-Wende-Set

Umgang mit dem Prym-Wende-Set

Bei den Blättern für meinen Fische-Quilt habe ich das Prym-Wende-Set benutzt, ein tolles Hilfsmittel.

Und so geht es. Die Stoffstreifen (z.B. auch für Taschengriffe) rechts auf rechts legen und steppen. Wichtig ist, dass eine Schmalseite geschlossen ist. Entweder liegt hier ein Stoffbruch oder man muss auch die Seite zunähen und ggf. hinterher wieder auftrennen.

Das Rörchen in den Tunnel schieben.

Wenn das Röhrchen an der Spitze angekommen ist, nimmt man das Stäbchen und schiebt damit den Stoff (deswegen muss er an dieser Stelle geschlossen sein!) in das Röhrchen hinein.

Immer weiterschieben

bis das Stäbchen mit dem gewendeten Stoff-Streifen auf der anderen Seite herauskommt.

Das Stäbchen herausziehen, ggf. die Spitze ausformen und das Teil bügeln. Breitere Griffe, Laschen etc. knappkantig absteppen.