Kategorie: Projekte

Neue Topflappen

Neue Topflappen

Beim Auflösen meiner Kursunterlagen fanden sich zwei Topflappen-Muster, die ich in je einem Verlaufsgarn gehäkelt hatte. Was damit tun? Benutzen, aber die beiden zusammen, das war sogar mir zu bunt.

Also habe ich in einem Handarbeitsladen nach Ergänzungen gesucht. Leider gab es die Verlaufsgarne nicht mehr oder nicht in diesem Laden, weil sie von einem anderen Hersteller waren. Aber ich fand jeweils ein passendes Uni-Garn.

Wieder zuhause das nächste Problem, hatte ich doch nirgends die benutze Nadelstärke notiert. Also Pi-Mal-Daumen aus dem Bestand eine passende Häkelnadel ausgesucht und los gings, die Anleitungen waren noch da.

Fertig sind zwei Paar Topflappen. Wie meinte meine Mutter, da hast du ja schon die ersten Weihnachtsgeschenke fertig. Ob das ein Wink mit dem Zaunpfahl war und sie neue Topflappen braucht?

Sets Wichtel 2

Sets Wichtel 2

Nur langsam komme ich hier voran, das Sticken auf dem Leinen ist nicht mehr so einfach wie früher.

Auf dem oberen Bild ist mal wieder deutlich zu erkennen, wie so ein paar kleine Konturstiche den letzten Schliff geben. Alle fünf Wichtel sind ähnlich, aber nicht gleich, eine schöne Vorlage.

Auf zum zweiten Set.

Da sind sie jetzt alle, fertig gestickt warten sie auf den Rahmen. Tja, und da muss ich noch ein wenig in mich gehen. Ein gestickter Hohlsaum würde nicht nur gut passen, sondern ist eigentlich ein MUSS – nur, wenn ich es doch nicht mehr so gut sehen kann?

Eine Handarbeitslupe? So alt bin ich dann wohl doch noch nicht. Eine neue Lesebrille? Wäre vielleicht eine Überlegung, ich möchte ja gerne noch das eine oder andere machen.

Jacke Iliana 1

Jacke Iliana 1

Birgit Freyer von „Die WollLust“ aus Berlin hat wieder zu einem KAL eingeladen. Bei so einem Knit Along arbeiten viele Frauen gleichzeitig das Gleiche und die einzelnen Schritte der Anleitung werden nach und nach veröffentlicht.

Natürlich bietet Birgit das passenden Garn in ihrem Shop an und ich habe mir die Baby-Cotton in der Farbe Pervinca bestellt. Die Anleitungsteile bekomme ich per E-Mail oder auch über mein Kundenkonto.

Die Jacke Iliana wird als RVO, Raglan Von Oben, gearbeitet. D.h. es werden die Maschen am Halsausschnitt angeschlagen und in Vorderteil, Ärmel, Rückenteil, Ärmel und Vorderteil eingeteilt. Jeweils eine Masche dazwischen wird als Raglanlinie markiert und hier wird jetzt regelmäßig zugenommen.

Nach insgesamt 2 Wochen Urlaub habe ich die Weite geschafft und die Maschen für die Ärmel stillgelegt. Das sieht doch schon wie eine Jacke aus.

Während ich mich freue, dass die Reihen nun wieder kürzer sind und ich mehr Länge schaffe, sind andere Mitstrickerinnen schon bei Teil 3, das wird der untere Abschluss mit einer Spitze der Vorder- und Rückenteile. Und morgen kommt schon Teil 4, die Ärmel. Ich hänge also mal wieder hinterher, aber ich habe mir fest vorgenommen, dass die Jacke noch in diesem Jahr fertig wird und nicht wieder so ein Dauerbrenner wie die Zoraya.

Küste IV 5

Küste IV 5

Heute nun die letzten Bilder zu diesem Projekt. Ich hatte mich für Handquilting entschieden. Dabei habe ich die Motive durch eine Linie rund herum hervorgehoben. Die Sonne brauchte natürlich Sonnenstrahlen. Aber auf das Quilten des übrigen Hintergrundes habe ich verzichtet, er erschien mir durch die verwendeten Stoffe sowieso schon etwas unruhig.

Einige Details habe ich aufgestickt. Das mache ich manchmal, wenn die Stoffschnipsel zum Nähen zu filigran werden, ich aber auf das Detail nicht verzichten möchte. In diesem Projekt sind es die Drachen-Leinen und die Geländer an den Leuchtturm-Plattformen.

Nun noch den schon erwähnten schmalen Rand, das Binding, angenäht und er war rechtzeitig zum Geburtstag fertig.

Ein Blick von Sankt-Peter-Ording zum Leuchtturm Westerhever Sand, Urlaubsträume für meine Freundin.

Küste IV 4

Küste IV 4

Inzwischen waren alle 12 Einzelblöcke für das Top fertig genäht und ich konnte sie zusammensetzen.

Oben rechts war noch Platz für eine Möwe aus Ula Lenzs Originalvorlage.

Einige Details werde ich später ausarbeiten, z.B. werden die Drachenschnüre aufgestickt.

Siedendheiß fiel mir in diesem Stadium ein, dass ich gar keinen Stoff für das Binding gekauft hatte. Auf jegliche Randgestaltung wollte ich verzichten, weil ich den Platz für mein Geschenk schon vor Augen hatte. Er würde eine Sammlung von Postern mit Leuchttürmen ergänzen und die kommen in einfachen Rahmen daher. Deswegen gibt es auch für diesen Quilt nur einen einfachen Rahmen.

In Sonja Dinses Lädchen fanden wir einen passenden Stoff und der Fertigstellung stand nun nichts mehr im Wege.

Sterne der Hoffnung 8

Sterne der Hoffnung 8

In letzter Minute habe ich doch wieder einen Plan geändert. Die Kissenplatte war genäht und schon zum Steppen gesteckt. Nur so zum Spaß habe ich auf dem Weg zur Nähmaschine den Umweg über die zusammengelegte Decke genommen. Tja, und dann kamen mir Zweifel. Wie sollte die Decke in die angenähte Kissenhülle passen? Das Prinzip eines Quillows erinnert an die Einkaufsbeutel, die zusammengepackt in kleinen Täschchen verschwinden und vorm Einsatz entgefaltet werden. Ich konnte mir das für meine große, dicke Decke nicht vorstellen.

Etwas geknickt erzählte ich meinem Mann davon und er hatte eine Lösung: Warum nähst du nicht einfach so einen Beutel, in dem man Schlafsäcke verstauen kann? So einfach war es dann doch nicht und die Mathematik musste auch erst besiegt werden, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Die Decke wird längs zweimal zusammengelegt und schließend aufgerollt. Im Lager fand sich ein Stück Satin. Daraus habe ich den Innenbeutel genäht, so dass die Decken-Rolle sich gut ein- und auspacken lässt.

Und so sieht das gut Stück entpackt aus:

Ich freue mich sehr, dieses Projekt abgeschlossen zu haben. Und die Reste der selbstgefärbten Stoffe habe ich erst einmal weggepackt, ich mag sie nicht mehr sehen. Aber sie sind wenigstens häufig und abwechselungsreich verarbeitet worden.

Küste IV 3

Küste IV 3

Nachdem mein Entwurf für die obere Hälfte ein wenig geruht hatte, fing ich an, auch diesen Teil zu nähen.

Zuerst musste ich dafür die Segmente der Blöcke durchpausen. Zwischen den Teilen musste ich dabei genügend Luft lassen, damit ich anschließend die Nahtzugaben einzeichnen konnte. Am Beispiel des Drachenfliegers zeige ich heute diesen Arbeitsschritt oben im Beitragsbild.

Mit diesen Paperpiecing-Vorlagen ging es nun an die Nähmaschine, um sie in Stoff umzusetzen. Zum Anfang ging das ziemlich schnell, weil ich in den Blöcken relativ viel „gerade“ Flächen hatte. Also z.B. bei dem Block oben links ist ja nur die Sonne, also ein Viertel, kleinteilig. Der Rest sind ein Viertel und eine Hälfte in einem Stück. Bei dem Haus war das dann schon sehr viel aufwändiger.

Bis hierhin war ich gut vorangekommen, aber die beiden letzten Blöcke, die mit dem Leuchtturm, warteten noch auf mich.

Sterne der Hoffnung 7

Sterne der Hoffnung 7

Der Rest eines Restes – wurde noch gebraucht. Man sollte immer vor dem Quilten eine Probe auf den Originalstoffen machen. Besonders wichtig war es in diesem Fall, denn erstens ist die alte Bettwäsche ziemlich dick und zweitens habe ich zum ersten Mal das bauschige Vlies 295 verwendet.

Also habe ich einen MugRug zusammengenäht und das Sandwich geheftet. Das Quilt-Ergebnis ist oben im Beitragsbild zu sehen und hat mir gut gefallen, so dass ich mich an den großen Quilt getraut habe.

Gequiltet habe ich ein Karo in zwei Schritten. Im ersten habe ich im Abstand von 24 cm, dem Maß der großen Blöcke, waagerechte und senkrechte Linien gesteppt. Dieser Anblick bot sich mir am nächsten Morgen.

Ich habe bewusst nur mit dem Sonnenlicht fotografiert, da es von der Seite kam und man deswegen die Quiltlinien besser erkennen kann.

Im zweiten Schritt werde ich jetzt jeweils in der Mitte zwischen den Linien noch einmal in beide Richtungen quilten. Danach werden durch alle großen Sterne gleichmäßige Quiltlinien gehen, die kleinen bleiben frei. Die Decke hat dann ein Karo-Stepp mit 12 cm Abstand.

Zum Quilten habe ich einen Schmalkantenfuß benutzt. Der hat vorne eine Feder, die sich ihren Weg entlang der Nahtlinien sucht. Okay, es geht nicht von allein, erleichtert mir aber die Arbeit.

Und ja, es ist der gleiche Quilt. Das Foto zeigt mal wieder sehr deutlich die falsche Farbwiedergabe bei Kunstlicht, das ich einsetzen musste, um den Bereich unter der Nähmaschine auszuleuchten.

Küste IV 2

Küste IV 2

Relativ zügig habe ich die Blöcke der unteren Hälfte des Wandbehanges fertig gestellt. Die Vorlagen von Ula Lenz ausdrucken und mit den ausgesuchten Stoffen auf Papier nähen. Lange nicht mehr gemacht, hat mal wieder Spaß gebracht.

Und dann kam Corona und damit die Aktion Sterne der Hoffnung von der Patchwork Gilde. Da ich für dieses Projekt ja noch so viel Zeit hatte, habe ich da mitgenäht. Dass aus den angebotenen 24 Blöcken bei mir dann 64 werden sollten, war zu diesem Zeitpunkt nicht geplant.

Aber irgendwann habe ich parallel an beiden Projekten gearbeitet, die Sterne mussten ja nur nachgenäht werden. Da war der Kopf frei für die obere Hälfte dieses Wandbehanges.

Zuerst habe ich mich auf die Suche nach Bildern vom Leuchtturm Westerhever Sand gemacht. Das Problem dabei war, dass die meisten von der Landseite aufgeommen wurden und ich für meine Sicht die Perspektive vom Wasser brauchte. Als ich ein Foto gefunden hatte, musste ich es mehrfach vergrößern, damit ich eine brauchbare Vorlage zum Durchpausen bekam. Die war dann natürlich ziemlich gepixelt. Aber für die Einzelheiten hatte ich ein Foto in meinem Leuchtturmbuch gefunden. Netterweise hatte mir Ula Lenz eine Vorlage vom Leuchtturm Pellworm zur Verfügung gestellt. Die beiden Türme sind baugleich, ja, das gibt es tatsächlich, wichtig ist nur, dass sie jeweils andere Farbgebungen haben. Alles zusammen hat mir zu meiner Vorlage verholfen.

Eine Sonne für ein Sommerquilt muss sein, die wanderte in die linke obere Ecke. Und was mache ich mit der leeren Fläche dazwischen? Seehunde, Schiffe, Möwen aus Ulas Quilt passten nicht so recht. Was macht man in Sankt Peter-Ording? Drachenfliegen. Und so habe ich einen kleinen Mann und seinen Lenk-Drachen eingefügt.

So weit, so gut. Nun musste ich die Blöcke noch in Segmente zerlegen und dann konnte es losgehen, wir sind jetzt im Zeitraum Februar/März.

Inzwischen ist Sommer und damit auch Gartenzeit. Im Fernsehen laufen fast nur noch Wiederholungen. Die soll es hier nicht geben, aber auch ich möchte lieber draußen sein und werde deswegen hier wieder auf einen Beitrag in der Woche, jeweils am Mittwoch, zurückgehen.

Sterne der Hoffnung 6

Sterne der Hoffnung 6

Gestern passte es endlich, das Wetter spielte mit und mein Mann und ich hatten auch Zeit. Ein Projekt dieser Größe kann ich nicht allein handhaben, das müssen wir zu zweit machen, wir sind inzwischen schon ein eingespieltes Team.

Zuerst haben wir auf der Terrasse eine Lage Malerfolie ausgelegt und mit Metallstangen beschwert. Darauf haben wir anschließend die drei Lagen ausgebreitet, angefangen mit der Rückseite.

Dann kamen das Vlies und das Top. Da ich von dem Rückseitenstoff noch etwas für die Kissenrückwand benötige, haben wir versucht, die Lagen materialsparend an einer Webkante des Rückseitenstoffes auszurichten. Alle Lagen müssen möglichst faltenfrei und gerade ausgelegt werden, zum Glück war es windstill.

Der Sprühkleber wird immer auf das Vlies gesprüht. Dazu haben wir das Paket viermal jeweils zur Hälfte aufgeklappt. Die jetzt freiliegende Hälfte des Vlieses wird eingeprüht und anschließend werden die Lagen wieder ausgelegt und gatt gestrichen.

So sieht es dann zwischenzeitlich aus und gibt euch ausnahmsweise mal den Blick auf die Rückseite des Tops frei.

Zum Trocknen habe ich das Sandwich über Nacht in der Werkstatt ausgebreitet. Da liegt es nun und wartet auf das Quilten. Garn habe ich schon ausgesucht und die Maschine mit einer Top-Stitch-Nadel ausgerüstet. Nun muss ich mich nur noch trauen, anzufangen.