Autor: Helga Kamjunke

Brief-Ecken nähen

Brief-Ecken nähen

Von Briefecken sprechen wir PatchworkerInnen, wenn sie eine diagonale Naht haben. Dazu muss man an den beiden benachbarten Seiten Streifen annähen, die länger sind. Beim Annähen muss die Nahtzugabe an Anfang und Ende frei bleiben. Im zweiten Schritt wird das Top über Eck diagonal zusammengelegt und genau in der Verlängerung wird die Naht der Ecke markiert. Nähen, Nahtzugabe zurückschneiden, ausbügeln und fertig.

Bisher habe ich die Randgestaltung meiner Arbeiten in Runden gedacht und genäht. Das hätte in diesem Fall also eine Runde Blinker in rot, eine Runde grau und eine Runde blau bedeutet, 12 Briefecken.

Das kann es doch nicht sein, wie wäre es, wenn ich erst die drei Streifen pro Seite zusammennähe und dann die diagonalen Ecken in einem Rutsch? Das muss doch das gleiche sein – oder? Es hilft nur ausprobieren. Und dann habe ich auch noch daran gedacht, die Nahtzugaben in die jeweils entgegengesetzte Richtung zu bügeln, so dass ich die Nähte später gut ertasten und stecken kann.

So sieht das nun aus.

Jetzt den Quilt diagonal zusammenlegen und die Ränder aufeinander stecken. In Verlängerung der diagonalen Kante die Nahtlinie makieren. Dabei mit Hilfe der Makierung auf dem Lineal auf die 45° Ausrichtung achten.

Genau den Endpunkt der Nähte zwischen Bild und Blinker finden und von dort nach außen nähen, diese Naht an Anfang und Ende verriegeln. Überstehenden Stoff nahtzugabenbreit abschneiden, wenden und ausbügeln.

Vielleicht habe ich das Rad neu erfunden, aber so habe ich es zum ersten Mal gemacht und es gefällt mir gut, auch wenn ich die 100% nicht ganz erreicht habe. Die kleine Abweichung quiltet ich einfach weg – vielleicht.

Little Amsterdam 4

Little Amsterdam 4

Geschafft, das Top ist fertig. Ich habe aus dem Vorlagenbuch Little Amsterdam der North Sea Quilters nur den zentralen Block genäht und mit einem Rahmen eingefasst.

Der Rahmen besteht aus einem schmalen Kontraststreifen, dem Blinker, in rot und je einem Rand in grau und blau. Wichtig waren mir die Briefecken, die verstärken den Eindruck eines Bilderrahmens. Das finde ich für diesen kleinen Wandbehang sehr passend.

Zum ersten Mal habe ich nicht jede Runde einzeln genäht, sondern habe alle Streifen einer Seite erst zusammengenäht und dann angesetzt. Vielleicht habe ich das Rad jetzt neu erfunden, aber das hat mir so gut gefallen, dass ich dazu nächste Woche einen extra Beitrag veröffentlichen werde.

An diesem Projekt muss ich nun das Sandwich herstellen und danach quilten.

Tischläufer New Hexagon 4

Tischläufer New Hexagon 4

oder: Aus eins mach zwei!

Nachdem genug Hexagons fertig genäht waren, konnte ich sie mal zur endgültigen Größe auslegen. Kaum war das geschehen, kamen mir erste Zweifel, ob ich so einen Tischäufer wirklich brauche und beutzen würde.

Wohl eher nicht und dann wäre es schade ihn fertig zu stellen, weil er wahrscheinlich auf Nimmerwiedersehen in einem Schrank verschwinden würde. Zwischenzeitlich war mir aber aufgefallen, dass die Farben sich auch im Garten gut machen würden. Aber so einen großen Tischläufer brauche ich da auch nicht und außerdem habe ich zwei Tische.

Das war die Lösung! Statt eines großen Läufers gibt es zwei kleine sechseckige Decken, für jeden Tisch eine. Aus dem ursprünglich geplanten Farbverlauf wird es jeweils ein Deckchen in eher kühlen und den warmen Farben geben. Die kann ich dann ganz nach Lust und Laune einsetzen.

Also legte ich die gelben Hexagons beiseite und holte das Vorlagenbuch heraus. Schnell hatte ich zwei weitere Blöcke gefunden und die Schablonen geschnitten. Nun muss ich Stoffe auswählen und dann geht es weiter.

Zoraya 7

Zoraya 7

Der erste Ärmel ist fertig – hurra!

Da ich mich aber erst einmal mit der Form anfreunden oder den Abschluss neu machen muss, habe ich die Jacke beiseite gelegt. Es wird wohl in diesem Jahr nun doch nichts mehr mit der Premiere in den lauen Abendstunden.

Die Maschen werden mit je einer Luftmasche dazwischen abgehäkelt. Darauf habe ich noch eine Runde feste Maschen und als Abschluss eine Runde Krebsmaschen gehäkelt. Schon an den Verschluss-Kanten erschien mir das zu weit. Am Ärmel fällt es nun noch deutlicher aus, das ist ja eine Trompete und viel zu unpraktisch.

Also, ich lass das mal sacken und überdenke das weitere Vorgehen. Aber eigentlich könnte ich den zweiten Ärmel schon mal runterstricken …

Little Amsterdam 3

Little Amsterdam 3

Hier waren die Bauarbeiter sehr fleißig. Zuerst habe ich die Häuser zusammengenäht, einige Details sind appliziert. Die Applikationen habe ich im ersten Schritt mit Vliesofix aufgebügelt und danach die Konturen nachgenäht. Meine ältere Nähmaschine kennt dafür nur den eng gestellten Zick-Zack-Stich. Die jüngere bot einen Zierstich, der dem Handstich sehr ähnlich sieht, den habe ich verwendet. Das sah dann schon sehr nach Arbeit aus, zwei Nähmaschinen nebeneinander am Arbeitsplatz.

Das Wasser der Gracht musste ich leider stückeln, aber ich wollte den Stoff einfach gerne für dieses Projekt verwenden. Die Stoffe für die beiden Brückenteile sind zugekauft und hatten die richtige Größe, so dass ich sie in einem Stück schneiden konnte. Auch sie sind, bzw. werden, mit Vliesofix aufgebügelt und anschließend verschönert.

Nachdem der untere Teil fixiert war, konnte ich den oberen aufstecken und danach die Häuserzeile ausrichten.

Und nun wird es richtig spannend. Mit Hilfe des oberen Brückenteils sollen die Häuserzeile und die Brücke zusammengefügt werden. Zuerst also genau ausrichten und danach bügeln. Dann gibt es aber kein Zurück mehr, was einmal klebt, klebt für immer.

Auf dem Foto oben sind auch schon die ersten Überlegungen zur Randgestaltung zu sehen.

Dreieckstuch Denim-Frosch 2

Dreieckstuch Denim-Frosch 2

Da ich natürlich mal wieder an mehreren Teilen stricke, komme ich bei beiden nur langsam voran. Aber nun sind die ersten Farbwechsel an dem Dreieckstuch zu erkennen und ich wollte es mal wieder zeigen.

Das Garn besteht aus 6 Fäden. An jeweils einen wird eine neue Farbe angefügt, so entsteht der Farbverlauf. Zuerst wechselte gelb zu grün – oder war es umgekehrt? Auf jeden Fall sehr dezent, bei Kunstlicht sind die Übergänge gar nicht zu erkennen. Aber vor ein paar Tagen kam dann der erste blaue Faden dazu, das war dann sehr deutlich.

Also es geht langsam, aber stetig voran und der Sommer fängt ja auch gerade erst an. Vielleicht wird es ja doch noch etwas für laue Abende.

Jacke Zoraya 6

Jacke Zoraya 6

277 Maschen auf der Nadel, in manchen Reihen aufgrund des Musters sogar noch mehr, da habe ich in einer Stunde nicht viel Länge geschafft. Aber mit Geduld und Spucke habe ich die Spitze fertig gestrickt. Birgit Freyer hatte zwei Varianten angeboten, eine mit der für Lace-Arbeiten charakteristischen Zackenkante und eine etwas weniger zipfelige, für die ich mich entschieden habe.

Da ich keine Schneiderpuppe habe, habe ich die Jacke zur Probe über eine Winterlaufjacke gezogen. Hoffentlich nur deswegen sieht sie jetzt ein bisschen kurz aus. Sie ist aber ja auch noch nicht gespannt.

Nun geht es an die Ärmel, neue Herausforderungen stehen an.

Mal wieder etwas aus der Restekiste …

Mal wieder etwas aus der Restekiste …

Ganz viele kleine Quadrate habe ich zu dem auf der Spitze stehendem Quadrat zusammengenäht. Ergänzt wird das üblicherweise mit Dreiecken zu einem weiteren, größeren Quadrat.

Ich brauchte aber ein Rechteck und da ich sowieso in der Restekiste wühlte, fielen mir die Streifen in die Hand. Also habe ich die verwendet und solange angesetzt, bis ich die geplante Größe erreicht hatte. Gequiltet habe ich mit der Nähmaschine.

Und was ist nun daraus geworden? Ich habe noch je einen Ober- und Untertritt angefügt und zwei Kreise angenäht – na, was könnte das sein?

Meine neu bezogene Nackenrolle – endlich fertig.

Die stand schon lange auf der To-do-Liste und ich kann wieder etwas davon abhaken.

Little Amsterdam 2

Little Amsterdam 2

Für dieses Projekt habe ich inzwischen die Häuser „gebaut“ und die Stoffe für Brücke und Wasser im Vordergrund vorbereitet. Danach habe ich alles auf die Designwall gesteckt – fast fertig!

Natürlich nicht, es liegt noch viel Arbeit vor mir. Zuerst muss ich die vielen Applikationen, die z.Z. nur aufgebügelt sind, mit einem Applikationsstich festnähen. Danach kann ich die Häuser miteinander und den unteren Brückenteil mit dem Wasser verbinden. Mit Hilfe des oberen Brückenteils werden diese beiden Teile dann vereint – spannend, ich werde berichten, wie es mir ergangen ist.

Tischläufer New Hexagon 3

Tischläufer New Hexagon 3

Nachdem außer den ersten Hexagons nun auch die ersten Hintergrunddreiecke fertig sind, habe ich mal ausgelegt. Die Teile sind noch nicht zusammengenäht, weil der Transport dann schwierig wird. Bei dieser Technik nähe ich über Papier-/Pappschablonen. Und die bleiben solange drin, bis alle Seiten festgenäht sind. Das dauert also noch eine Weile und solange bleiben die Einzelteile Einzelteile.

Die Idee war, einen Farbverlauf zu gestalten. Der wird erst so richtig zu erkennen sein, wenn alle Hexagons genäht sind, aber einen ersten Eindruck bekommt man jetzt schon. Und solange nichts zusammengenäht ist, kann ich auch noch alles verschieben.

Die Frage der Hintergrundfarbe hat mich ein wenig beschäftigt. Hell wollte ich nicht, wir haben einen hellen Holztisch. Schwarz bringt die Fraben schön raus, war mir aber zu dunkel und traurig. Ich denke, das dunkle Blau ist eine gute Alternative.

So, nun muss ich neue Schablonen schneiden und Stoffe zusammenstellen, vorschneiden und das Spiel geht von vorne los, ich freue mich drauf.