Autor: Helga Kamjunke

Kleine Schultertasche

Kleine Schultertasche

Am letzten Wochenende traf sich meine Patchwprkgruppe zum Nähen. Da wollte ich gerne dabei sein und habe mich getraut, obwohl der Arm noch nicht wieder heil ist, es wird schon gehen.

Da kein größeres Projekt in Arbeit ist, habe ich wieder ein paar Reste hervorgeholt. Die waren bei dem großen Shopper übrig geblieben. Daraus sollen nun eine kleine Schultertasche und eine Kosmetiktasche entstehen.

Zuerst habe ich die Kosmetiktasche genäht, sozusagen als Probe, ob ich es noch kann. Dabei habe ich mich an die Anleitung von Sonja gehalten und es hat gut geklappt.

Dann also ran an die Schultertasche. Die Außenseiten hatte ich schon zuhause mit Vlies H640 versehen. Die beiden Innenseiten haben Taschen für Kleinkram bekommen.

Im ersten Schritt habe ich den Reißverschluss auf die richtige Länge gekürzt und die Enden mit kleinen Stückchen Schrägband gesichert. Danach an jede Seite jeweils eine Außen- und Innenseite angenäht. Nun die Teile aufgeklappt und jeweils die beiden Außen- und Innenseiten zusammen genäht – an die Wendeöffnung gedacht.

Die Ecken für den Boden habe ich sowohl bei der Außen- als auch bei der Innentasche genäht. Jetzt brauchte ich die Tasche nur noch zu wenden. Aus einen langen Stück Gurtband habe ich zum Schluss den Riemen geschnitten und auf die Tasche genäht.

Nun habe ich ein neues Mitglied aus der Reihe „Tasche in der Tasche“, dieses Mal sind sogar zwei kleine dazu gekommen.

Der nächste Einkaufsbummel kann kommen.

Zwangspause

Zwangspause

Leider muss ich eine Pause einlegen. Weder beim Golf, noch beim Handarbeiten, sondern bei der Gartenarbeit habe ich mir einen Golf-Arm eingefangen. Zuerst dachte ich noch, das könne ja nicht so schlimm sein. Aber da nun nach der Hälfte der angesetzten Behandlungen noch keine gravierende Besserung eingetreten ist, muss ich wohl vernünftig sein.

Deswegen habe ich alle angefangenen Projekte ein- und weggepackt und werde dem Arm die Ruhe geben, die er wohl braucht.

Hoffentlich dauert es nicht soooo lange.

Kissen Tempus fugit 2

Kissen Tempus fugit 2

Kindermund tut Wahrheit kund. Nur das das Kind inzwischen ein junger Mann geworden ist. Aber er kann es nicht lassen, kommt gerne in der Werkstatt vorbei und kritisiert meine Ideen. Sein Kommentar zu den beiden fertigen Blöcken oben. Der rechte ist okay – das gebe ich dann gerne an Roswitha weiter. Aber der linke, der geht gar nicht. Wie bitte?

Auf Nachfrage kam dann der Hinweis, ich hätte die Diagonale und einen weiteren diagonalen Streifen oben drüber diagonal gestaltet und unten damit gebrochen, weil ich die halbierten Quadrate gesetzt habe. Stimmt, aber mehr gaben die Stoffreste nun mal nicht her. Und vielleicht war das ja auch Absicht? Kreative Freiheit?

Okay, er hat Recht. Aber damit hatte er mir auch den ultimativen Quilttipp geliefert. Ich habe beide Blöcke mit weißen und grauem Stoffstreifen umrundet und gequiltet. Bei Roswithas Block um den inneren Stern und die gelben Segmente im Nahtschatten, also nicht sehr sichtbar. Auf der Rückseite dann diagonal über alle Quadrate, gut sichtbar. Damit habe ich die monierten Quadrate etwas angepasst.

Jetzt noch den Rießverschluss einsetzen und die Kissenhülle schließen – fertig!

Im Hintergrund ist der Sudoku-Quilt zu ahnen. Ich finde, sie passen gut zusammen.

Kissen Tempus fugit 1

Kissen Tempus fugit 1

Zur Zeit hängt im Wohnzimmer mein Sudoku-Quilt. Dazu fehlt mit eindeutig noch eine Kissenhülle. Die Stoffreste liegen praktischerweise noch rum, die Hexe entsteht ja auch daraus. Dieses Mal will ich die Nähmaschine benutzen, ein Handnähprojekt reicht zur Zeit. Aber was? Da habe ich mal in den Ordner mit den QuiltshopBlöcken von Country Rose Quilts geschaut. Die sind alle 30×30 cm groß, mit einem Rahmen drumrum ideal für Kissenhüllen.

Der auf Papier genähte Block „Tempus fugit – die Zeit fliegt“ soll es werden. Da der fast ausschließlich aus Dreiecken besteht, habe ich mir Zuschneide-Schablonen gemacht und alle Stoffstücke vorher zugeschnitten. Das Beitragsbild ist zu dieser Zeit entstanden.

Ganz in Ruhe habe ich nacheinander die acht Segmente auf Papier genäht und zusammengefügt. Damit war der Block für die Vorderseite fertig. Die Rahmen würde ich erst zuschneiden und nähen, wenn auch der Rückseiten-Block fertig ist.

Dafür habe ich zuerst die kleinsten Reste der Stoffe zu kleinen Einheiten vernäht. Gedacht habe ich in Quadraten.

So langsam wird es.

Mini-Leuchtturm 2

Mini-Leuchtturm 2

Das hat mal wieder richtig Spaß gemacht, Kreuzstich nach Vorlage auf Aida-Stoff. Das habe ich sehr lange nicht mehr gemacht, warum eigentlich nicht? Weil freies Sticken auch toll ist, weil Kreuzstich auf Leinen feiner ist, weil es so viel andere Techniken gibt, die mir auch Spaß machen oder die entdeckt werden wollen.

Jetzt aber dieser kleine Leuchtturm. Fertig gestickt ist er etwas größer als ein 7×10 cm großes Foto, dafür muss ich mir noch einen kleinen Bilderrahmen besorgen. Dann kann ich ihn aufhängen und mich daran erfreuen.

Hier möchte ich aber jetzt zeigen, warum bei diesen Arbeiten die Konturen so wichtig sind. Oben im Beitragsbild sind alle Kreuzstiche gestickt, es ist eindeutig zu erkennen, worum es geht. Und eigentlich ist das Bild fertig. Aber dann kommt die Aufgabe, mit einfädigem Garn Konturen zu sticken. Und plötzlich wird alles viel klarer, deutlicher. Es lohnt sich wirklich, diese letzten Stiche auch noch zu sticken. Und in diesem Fall beleben ein paar Möwen das Bild sogar noch.

Ob ich diesem Leuchtturm schon mal in natura gesehen habe? Auf der Packung von permin of Copenhagen steht leider weder Name noch Ort. Trotzdem ist er schön und weckt die Reiselust.

Hexa-Hexe 1

Hexa-Hexe 1

Nun durfte sich auch unser Patchkreis wieder treffen. Dafür brauchte ich natürlich noch ein Handnähprojekt. In der Werkstatt lagen noch Stoffreste, die perfekt zu der Vorlage „Hexa-Hexen Block 14 – Der böse Blick“ von Country Rose Quilts passten. Diese EPP-Blöcke gibt es exklusiv für die Abonnenten des CountryRoseQuilt-Clubs. Im Adventskalender 2020 versteckte sich ein Gutschein für eine Ausgabe der Club-Email und so habe ich nun auch zwei Hexen-Vorlagen.

Wie immer beim EPP werden zuerst die Schablonen ausgeschnitten. Im zweiten Schritt dann die Stoffstücke. Und so sah die abgeschlossene Vorbereitung aus, unser Treffen kann kommen.

Drei Nähstunden später hatte ich alle Schablonen mit Stoff überzogen und schon die ersten Teile zusammengenäht.

Nun muss ich dieses Puzzle zusammensetzen und sollte wohl besser aufpassen, denn so wird das nichts!

Mini-Leuchtturm 1

Mini-Leuchtturm 1

Und plötzlich durfte sich unser Häkel-Büdel-Club mal wieder treffen, mit Abstand natürlich und draußen bei viel frischer Luft. Schön war’s. Gehäkelt habe ich nicht, das sehen wir sowieso nicht so eng. Hauptsache eine Handarbeit dabei und einen netten Abend mit Freundinnen verbringen.

Hervorgeholt habe ich eine Stickpackung von permin of copenhagen. Meine Freundin hatte diesen Leuchtturm schon vor Jahren gestickt und weil sie weiß, dass ich Leuchttürme auch gerne mag, hat sie mir einfach den Rest der Packung geschenkt. Einige Fäden waren reichlich vorhanden, andere etwas knapp. Aber das ist bei meinem Lager kein wirkliches Problem und so konnte ich ergänzen und loslegen.

So richtig viel habe ich nicht geschafft, aber er ist schon zu erkennen und Kreuzstich macht mal wieder Spaß.

Janker aufgefrischt

Janker aufgefrischt

Im letzten Augenblick habe ich das Strickkgarn beiseite gelegt und durch Stickgarn ersetzt. Das Perlgarn hatte ich noch in verschiedenen Farben und so hatte ich die Möglichkeit, die Jacke bunt zu besticken. Außerden glänzt das Garn und erhöht so den Effekt.

Zuerst wollte ich nur die äußere Kante besticken. Dazu habe ich das rosafarbene Garn und den Schlingstich gewählt. Begonnen habe ich am Halsausschnitt hinten in der Mitte und dann einmal links- und einmal rechtsrum um die ganze Kante. Hinten, unten in der Mitte, treffen die beiden Schlingen sich wieder.

Das sah schon mal gut aus, aber die Jacke insgesamt war mir immer noch zu trist. Mein nächstes Opfer wurden die Knopflöcher, die ich mit dem Knopflochstich in gelb umrundet habe. Davon sieht man allerdings viel zu wenig, wenn ich die Knöpfe schließe. Wo kann denn noch mehr Gelb hin?

Zuerst fielen mir die Kanten der Taschen ins Auge. Da passte der Knopflochstich perfekt. Und wenn ich schon mal dabei bin, auch gleich um die Ärmelkanten rum.

Fertig? Nein noch nicht, die Ärmelnähte wollen auch verschönert werden. Für den Stich in grün habe ich nur einen englischen Namen, Chevron Stitch.

Nun ist die Jacke einsatzbereit, muss ja nicht so schnell sein.

Auf der Suche nach einem neuen Projekt

Auf der Suche nach einem neuen Projekt

An der Designwall hängen erste Stoffstücke für eine Kissenrückseite. Der Block für die Vorderseite ist fertig, es fehlen 1-2 Rahmen drumherum, um auf 40 x 40 cm zu kommen. Nun will ich erst die Rückseite aus den Resten der Reste zusammensetzen. Damit es einheitlich wird, soll auch die Rückseite die Rahmen bekommen. Aber das Wetter ist viel zu schön, um drinnen an der Nähmaschine zu sitzen. Was gibt das Lager denn sonst noch her?

Ein Stoffpaket mit bunten Batik-Stoffen. Das habe ich für ein Applikationsprojekt gekauft. Die Vorlagen sehen kompliziert aus und da ich noch nicht so viel Erfahrung habe, muss ich jetzt endlich üben. Dazu habe ich schon vor längerer Zeit ein Buch mit unterschiedlichen Techniken gekauft. Die von Country Rose Quilts vorgeschlagene Technik habe ich zuerst ausprobiert. Das Ergebnis befriedigt mich noch nicht, da muss ich noch viel mehr üben. Das lege ich erstmal wieder weg.

Also doch stricken. Hier liegt noch ein tolles Garn, eine Mischung aus Baumwolle und Seide. Aber leider habe ich dafür noch keine passende Anleitung gefunden und mir alles selber ausdenken – puh, dazu habe ich gerade keine Lust. Und bevor ich anfangen kann, muss ich erst noch die Knäule wickeln. Das dauert mir auch zu lange. Gibt es denn gar nichts, womit ich sofort loslegen kann?

Doch, da liegt noch das pinke Garn, mt dem ich einen uralten Janker aufpeppen will. Das ist die Idee. Gleich mal bei Britta Kremke hineingeschaut, wie sie den Anschluss zwischen Stoff und Garn macht. Auf der Rückseite sticken und dahinein die ersten Maschen stricken oder häkeln? Das kommt mir spanisch vor. Ich würde lieber aufsticken, ganz frei. Womit wir dann doch wieder beim Thema der letzten Wochen sind.

Das Material und Handwerkzeug ist alles hier – hurra, das neue Projekt ist gefunden. Und das ohne Umweg über „Laden“.

Der nächste Winter kann kommen

Der nächste Winter kann kommen

Gerade rechtzeitig zum Sommeranfang habe ich nun auch die Mütze aus dem tollen Cobweb Lace Garn von Kremke Soul Wool fertig gestellt.

Nach dem Schal in der Original-Farbwechsel-Methode hatte ich für die Stulpen je drei Fäden zu einem neuen Faden zusammengewickelt. Für die Mütze hieß die Devise nun, Reste verarbeiten. Auch für dieses Projekt immer mit drei Fäden, aber nacheinander aufgebraucht und in der Technik von 100 Farbspiele zusammengefügt.

Die Mütze habe ich nach der Anleitung „Mütze Simplyx“ von Birgt Freyer gestrickt. Dafür wird zuerst ein Band für das Bündchen gestrickt. Das wird zur Runde geschlossen und daran wird die Mütze gestrickt, die durch regelmäßige Abnahmen geschlossen wird.

Da liegen sie nun alle drei ganz friedlich nebeneinander. Den „Schal Marling in Rhythmus“ hat Britta Kremke entworfen, die Stulpen „Squiggle“ Sabine Sass und die Mütze „Simplyx“ Birgit Freyer.

Angezogen sieht es so aus.

Aber nun räume ich die Sachen weg, erst wollen wir noch ein bisschen Sommer haben und dem Teddy war’s auch zu warm.