Autor: Helga Kamjunke

Steinbock 3

Steinbock 3

An diesem Projekt geht es zügig weiter – ist ja auch eine Terminsache.

Auf den Foto oben ist der Unterscheid zwischen den zusammengenähten, unteren und den losen Reihen oben deutlich zu erkennen.

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen und ich bin mit dem Top fertig.

Aber da stimmt doch etwas nicht. Na ja, ein paar Ungenauigkeiten sind drin. Während die kleinen quadratischen Connector-Ecken gut passen, sitzen die länglichen diagonal geteilten Rechtecke leider nicht so genau, damit kann ich aber leben.

Aber was ist denn da oben an dem Hornansatz? Das ist doch viel zu eckig.

Tja, da fehlt genauso ein diagonal geteiltes Rechteck Himmel/Horn – da hilft nur trennen. So etwas Dummes, aber das passiert im Eifer des Gefechts. Ein Glück, dass der Fehler so nahe am Rand sitzt und ich da gut rankomme.

Nikolaus

Nikolaus

Auch in dieser Woche gibt es wieder die fertigen Projekte zu sehen und keinen Entstehungsprozess. Warum? Es sind Geschenke und da konnte ich ja nicht öffentlich nähen, sonst wären es keine Überraschungen mehr gewesen.

Traditionell bekommen meine Freundinnen aus der Handarbeitsgruppe, unserem Häkelbüdel-Club, Kleinigkeiten bei dem Treffen im Dezember, also „zum Nikolaus“. Manchmal bastele, aber lieber nähe ich.

So also auch in diesem Jahr. Leider muss ich gestehen, dass ich versäumt habe, mir zu notieren, wer sich diese kleinen Geldbörsen ausgedacht hat. Mir flogen sie im Netz zu, wahrscheinlich bei FB. Und da gleich ein Schnitt mitgeliefert wurde, habe ich mir den abgeguckt.

Außen- und Innenseite (mit Vlies verstärkt) werden verstürzt und gefaltet. Heraus kommt dann ein Täschen mit drei Fächern und einer Klappe, die ich mit Knöpfen verschließe. Die Fächer sind so groß, dass (Kredit-)Karten hineinpassen. Die kleine Börse passt locker in die Jackentasche und ist mein ständiger Begleiter, wenn die große Handtasche zuhause bleiben kann.

Danke an die unbekannte Erfinderin, hoffentlich gefällt ihre Börse auch meinen Freundinnen.

Advent, Advent

Advent, Advent

Zum ersten Advent zeige ich diesen Adventskranz. Er begleitet uns schon lange und da ich heute das neue Foto versemmelt habe, kann ich nur das alte zeigen – dumm gelaufen. Aber nun zur Geschichte.

Es war mal wieder im Dänemark-Urlaub, mein Hobby war noch neu und wir klapperten Patchworkläden ab. Im Kobmandsgarden in Fjerritslev hing ein toller Sonnenblumenkranz. Schnell waren wir uns einig, Anleitung und Material gekauft. Damals hatte ich noch nicht soviel gesammelt und die Arbeiten wurden zeitnah umgesetzt. Als die Tischdecke fertig war, hatte ich beim Ansehen immer das Gefühl, die mittleren vier „Herdfeuer“ sehen aus wie Kerzen. Das müsste doch auch zu einem Adventskranz umzusetzen sein.

So kam es zu diesem Teil, das inzwischen keine Tischdecke mehr ist, sondern zu einem Wandbehang umgearbeitet wurde. Deswegen hätte es auf dem heutigen Foto auch keine Klammern zu sehen gegeben…..

In den Jahren habe ich das Projekt fünfmal genäht, zwei Sommerkränze und drei Adventskränze – LogCabin geht immer. Es handelt sich um eine Vorlage vom Kobmandsgarden aus 2002, meine beiden Kränze sind 2003 entstanden. Sie sind jeweils ca. 80×80 cm groß.

Hier noch ein Blick auf das „Original“ oder hätte ich das lieber für den nächsten Sommer aufheben sollen? Der kommt bestimmt, aber nun erstmal eine schöne Adventszeit!

Dreiecktuch Denim-Frosch 4

Dreiecktuch Denim-Frosch 4

Hurra, wieder ein Projekt fertig. Am Ende wurde es noch richtig zäh, die Reihen waren nahezu endlos lang und kraus rechts ist auf Dauer ein wenig ermüdend. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen und entschädigt mich.

Das fertige Tuch ist ca. 120×70 cm groß. Damit ist es kein Riese, aber passt gut zu mir. Gestrickt habe ich mit einem 300 Gramm-Knäuel Farbverlaufsgarn von 100 Farbspiele. Da ich eher locker stricke, habe ich mit Nadelstärke 3 gearbeitet, etwas dünner, als auf der Banderole empfohlen.

Auf 780 m Lauflänge sind 12 Farben verteilt, von hellgrün mit gelb bis zu dunkelblau mit hellblau.

Steinbock 2

Steinbock 2

Nun sind die markanten Hörner dran und stehen kann er auch seinen eigenen Beinen.

Anschließend habe ich den Vorder- und Hintergrund nach Ruth Leitzs Vorlagen zusammengesetzt. Leider kommen die schneebedeckten Gipfel auf dem weißen Design-Vlies nicht zur Geltung, aber sie sind auch schon da.

Es erstaunt mich immer wieder, wieviel Material doch in den Nahtzugaben verschwindet. In diesem Zustand sieht man deutlich, dass die waagerechte, fertig genähten Reihen viel kürzer sind, als die nur übereinander ausgelegten Reihen in der Höhe. Die Anzahl der Quadrate waagerecht und senkrecht ist gleich, am Ende wird ein quadratischer Wandbehang daraus werden.

Und er braucht auf jeden Fall ein farbiges Binding, damit die Scheeflächen auf den ersten Blick zu erkennen sind. Aber bis dahin dauert es noch ein wenig.

Magic Pouch

Magic Pouch

Alle haben schon eine, alle schreiben drüber – nun muss ich also auch eine nähen. Die Außenseite meiner Magic Pouch ist gepatcht, aus geschenkten Stöffchen, die jetzt endlich ihren Einsatz haben.

Es gibt hunderte Tipps zum Nähen im Internet und in meiner Patchworkgruppe. Wenn man so lange wartet wie ich, kann man sich die – vermeintlich – besten aussuchen. Es sieht einfach aus und es ist ja auch nicht die erste Tasche , die ich nähe, also frisch ans Werk.

Die Außenseite habe ich gepatcht, mit Bügelvlies H630 verstärkt und gequiltet. Die Innenseite habe ich mit H250 verstärkt, damit die Tasche mehr Stand bekommt.

Nun werden alle Teile zugeschnitten und zusammengesetzt. Da waren einige sehr knifflige Ecken dabei. Fast hätte es die Nähmaschinen-Nadel gebrochen, aber wir sind Sieger geblieben. Die letzten Nähte auf der Innenseite werden mit Handstichen geschlossen.

Fertig ist ein durchdachtes Körbchen, vielen Dank der oder dem unbekannten SpenderIn.

Steinbock 1

Steinbock 1

Seit 2004 habe ich immer mal wieder Sternzeichen-Quilts nach dem Buch „Sternzeichen in Patchwork“ von Ruth Leitz genäht und verschenkt. Endlich komme ich dazu, auch meines zu nähen.

Die Vorlagen von Ruth Leitz sind sehr farbenfroh. Mein Mann und ich haben uns im Urlaub in Dänemark, auch schon wieder mehr als ein Jahr her, viel Zeit genommen und nach naturnaheren Farben gesucht. Okay, Kompromisse müssen sein, aber mir gefallen die Stöffchen immer noch.

Die Wandbehänge werden gedanklich aus 5×5 cm großen Quadraten zusammengesetzt. Damit es weniger eckig wird, werden diese mit Ecken entschärft, manchmal halbiert oder diagonal geteilt. Es gibt zu jedem Bild eine genaue Zeichnung mit Raster und die kniffligen Ecken werden in Wort und Bild erklärt.

Für mein Projekt habe ich mich für eine reihenweise Verarbeitung entschieden, es geht sicher auch anders. Aber so habe ich die Möglichkeit, wenn möglich, längere Streifen zu schneiden und damit Nähte zu sparen – es sind auch so noch genug!

Der Anfang ist gemacht.

Weiter geht es mit den so typischen Hörnern, Beinen/Hufen und ein bisschen Hochgebirge. Lange nicht mehr gemacht, aber es macht mir wieder viel Spaß.

New Hexagon 9

New Hexagon 9

Ein letztes Mal sieht man Vorder- und Rückseite nebeneinander.

Jetzt wird das Sandwich geschichtet. Mit kleinen Stecknadeln habe ich jeweils die Ecken der Hexagons im Top angepiekst und durch das Vlies auf der Rückseite die passende Ecke gesucht. Diese Punkte habe ich zuerst mit Stecknadeln gesichert, bevor ich das Top mit Reihgarn geheftet habe.

Nun ist es fertig zum Quilten. Dabei will ich versuchen, Teile der Muster von der Vorderseite auf der Rückseite entstehen zu lassen. Bin sehr gespannt, ob das funktioniert.

New Hexagon 8

New Hexagon 8

In Laufe der Zeit sammelt man Erfahrungen, bekommt Anregungen und sucht sich aus allem das heraus, was am besten zu einem passt, einem am besten von der Hand geht.

Deswegen sind meine Schablonen aus sehr festem Papier, fast schon Karton und haben ein Loch in der Mitte. Wegen der Dicke der Schablonen hefte ich nicht dadurch, sondern hefte nur die Nahtzugaben. Dafür verwende ich ein Nähgarn und lasse die Fäden am Ende in der Arbeit, sie sichern die Nahtzugaben.

Und mit der Häkelnadel steche ich durch das Loch, halte von außen die Schablone fest und kann sie relativ leicht herausziehen.

Die Schablonen will ich später vielleicht noch einmal verwenden, deswegen habe ich sie sortiert, in kleine Beutelchen verpackt und in eine Schachtel gelegt – für neue Projekte aus New Hexagons.

An diesem Projekt habe ich die blauen Randstreifen im Überwendlingsstich angenäht, weil ich ja an den Schablonen keine Nahtzugabe hatte. An den Ecken müssen die Randstreifen aber nun „richtig“ zusammengenäht werden. Da ich mit dem Running-Stitch genannten Handstich auf Kriegsfuß stehe, werde ich die Nähmaschine benutzen.

Aber zuerst muss ich mir die Nahtlinie vormalen. Dafür das Sechseck sorgfältig zusammenlegen. Die Verlängerung des Bruchs muss im 60°-Winkel auf die Kante des Stoffstreifens treffen.

Alle sechs Ecken so vorbereiten und dann ab an die Nähmaschine.

New Hexagon 7

New Hexagon 7

Vorder- und Rückseite passen aufeinander, hurra. Das Top ist kleiner, weil die Nahtzugaben alle um die Schablonen geschlagen sind. Das ist hier im Detail noch deutlicher zu erkennen.

Im nächsten Schritt habe ich an das Top die blauen Randstreifen genäht. Dabei habe ich die Enden an den 6 Ecken überstehen lassen.

Jetzt sind alle Teile rundherum festgenäht und ich kann die Schablonen entfernen. Wieso brauche ich dafür eine Häkelnadel?