Die Patchworktage fanden auch in diesem Jahr wieder online statt. Die Patchwork Gilde hatte ein pralles Programm zuammengestellt, vielen Dank dafür. Es gab Ausstellungen anzuschauen, Vorträge anzuhören und ein paar Mitmachaktionen.
Aber vorher musste ich die Werkstatt umräumen und das Material für die Mitmachaktionen zusammensuchen. Freitag Spätnachmittag ging es los und Sonntag kurz nach 17 Uhr war es dann schon wieder vorbei – schade, so schnell ist die Zeit vergangen.
Die erste Mitmachaktion am Freitag habe ich gleich mal ausgelassen, das war nicht mein Thema. Aber Samstag ging es an die Nadeln. Unter Anleitung von Ulla habe ich in mehrern Schritten einen kleinen Schutzengel genäht und gestickt. Der war aber erst am Sonntag Nachmittag fertig.
Deswegen kommt hier erstmal mein Ergebnis der Maus Fiete. Diese Nadel- und Klammermaus war die Mitmachaktion der Patchkids, aber manmal braucht auch Mama ein einfaches, schnell zu realisierendes Projekt. Ist sie nicht süß?
Der Schutzengel wurde erst genäht und gestickt. Anschließend wurden die drei Lagen gequiltet. Zuletzt wurde der ca. 20 x 20 cm große Miniquilt durch das Umschlagen und Absteppen des Bindings geschlossen. Danke Ulla für die nette Idee, davon werde ich sicher noch weitere Engelchen machen.
Tschüß bis nächstes Jahr am Himmelfahrtswochenende!
Das Garn, aus dem ich zuletzt den Schal im Farbverlauf gestrickt hatte, wird noch für weitere Projekte reichen. Außerdem finde ich es auch ganz hübsch, wenn Mütze, Schal und Handschuhe zusammenpassen. Aber Handschuhe, womöglich Fingerhandschuhe, stricken? Nein, nicht wirklich, das ist mir zu fummelig. Also noch ein paar Stulpen.
Das Garn ist superdünn. Also war klar, dass ich auch für die Stulpen mehrere Fäden zusammen verarbeiten muss. Einen Farbverlauf wie beim Schal zu kreieren, war mir zu umständlich. Da errinnerte ich mich an die Kreisstulpen mit dem Ringelmuster und habe mir einen Strang hell und einen Strang dunkel gewickelt.
Nachdem ich die Anleitung wiedergefunden hatte, konnte es losgehen. Diese Stulpen werden am Daumen begonnen. Für die Hand werden ganz viele Maschen zugenommen und die Arbeit irgendwann für die Fingeröffnung geteilt. Dann geht es eine Weile in hin-und-hergehenden Reihen weiter, bevor die Arbeit wieder zusammengelegt und an der Handkante geschlossen wird. Erst danach wird der Schaft angestrickt.
Die Originalanleitung habe ich um ein Bündchen an der Fingeröffnung ergänzt, gefällt mir besser. Eine Stuple Squiggle von Sabine Sass (sasa-handmade.de) ist fertig, die zweite wird es heute Abend beim Fernsehen.
Uff, das war wieder knapp. Daran muss sich etwas ändern, aber es gibt doch außer Handarbeiten auch noch andere schöne Dinge zu tun. In der letzten Tagen habe ich „nebenbei“ eine dreiteilige Neuseeland-Saga verschlungen. Und jetzt wird auch das Wetter besser und ich möchte raus. Mal sehen, wie es hier weitergeht.
Bei Licht betrachtet war der Fehler klein, der Frust am Abend vorher eigentlich zu groß. Beim Annähen der Einfassung sind ein paar Zentimeter vom Außenstoff herausgerutscht.
Diesen Teil der Naht habe ich von außen aufgetrennt, ganz vorsichtig. In die Lücke habe ich danach den Stoff hineingeschoben und die Stelle mit kleinen Handstichen wieder geschlossen. Man sieht fast gar nichts und das Malheur ist schon vergessen.
Der Original-Marktkorb hat geflochtene Griffe. Darauf hatte ich schon bei meinem ersten Versuch verzichtet und stattdessen gefütterte Schulterträger angenäht. Dieses Mal habe ich es mir noch einfacher gemacht. Ich fand nämlich in der Schachtel mit Gurtbändern, Lederriemen und ähnlichem Zubehör eine Rolle Gurtband in einem passenden Farbton.
Daraus habe ich zwei kurze Handgriffe und einen längeren Schulterriemen geschnitten. Diese haben an den Enden je einen Stoff-Überzug bekommen. Anschließend habe ich die Griffe von außen auf den Korb genäht. Bei der Griffprobe musste ich feststellen, dass 4cm ein wenig sehr zu breit ist. Um zu vermeiden, dass sich das Gurtband beim Tragen irgendwie zusammenkrumpelt, habe ich es an den Handgriffen jeweils mittig ca. 15 cm zusammengelegt und festgesteppt. Nun passt es besser.
Damit mir nichts aus dem Korb heraushüpfen kann und meine Einkäufe auch ein wenig vor Wind und Wetter geschützt sind, habe ich mir noch zwei Klappen vorbereitet, die ich am oberen Rand zusammen mit der Einfassung festgenäht habe. Durch den Tunnel wurden zwei Kordeln gefädelt und nun kann ich den „Deckel“ zusammenziehen und alles bleibt drinnen.
Ich freue mich schon auf den ersten Einsatz meines neuen Einkaufs-Begleiters.
Immer öfter mache ich mir, machen wir Patch- und HandarbeiterInnen uns Gedanken, was wohl mit unseren Werken passiert, wenn wir uns verkleinern müssen oder wollen oder gar irgendwann unsere Wohnungen aufgelöst werden müssen. Etwas wehmütig starrte ich auf die vier Rollen mit Quilts, die trotz vieler verschenkter hier bei mir liegen und umschichtig gezeigt oder benutzt werden. Und die vielen Taschen und Beutel, wer soll die eigentlich alle benutzen? Aber die richtige fehlt uns ja immer.
Also beschloss ich, eine der älteren Schultertaschen in einen Marktkorb umzuwandeln, der dann bitteschön genau in meinen Fahradkorb passen sollte. Dieses Mal für den großen auf dem Gepäckträger. Der ist wohl noch etwas größer als gedacht. Jedenfalls versank die Tasche darin und auch wenn ich die Clutch mit aufgetrennt hätte, hätte das Material nicht gereicht. Aber der Marktkorb hatte sich festgesetzt, den wollte ich unbedingt haben.
Und dann habe ich mich getraut und eine Rolle abgewickelt. Ganz innen eingerollte war ein Sonnenblumenquilt aus meiner Anfangszeit. 2002 habe ich einen meiner ersten Kurse besucht. Die Stoffhändlerin, in deren Laden er stattfand, hatte mich überredet. Schon die Auswahl der Stoffe hat mir nicht so gefallen, die gelben Stoffe waren mir nicht gelb genug. Und die Kursleiterin ließ mich dann mehrfach wissen, dass dies kein Anfängerkurs sei und ich schon wissen müsse, wie ich die Blöcke genäht bekomme. Wusste ich natürlich nicht und so wurde alles schief und krumm, fast alle Blattspitzen waren abgeschnitten. Trotzdem war ich stolz wie Oskar, diesen Wandbehang fertig zu haben und er hat uns auch viele Jahre im Spätsommer begleitet. Seit einiger Zeit mag ich ihn nicht mehr aufhängen. Er ist mir einfach zu ungenau und es gibt inzwischen ja auch mehr als genug neuere. Aber in die Tonne damit – geht gar nicht.
Mit dem Nahttrenner in der Hand habe ich mich von einem meiner Erstlingswerke verabschiedet und es in seine Einzelteile zerlegt. Und siehe da, plötzlich war das Top nur noch eine Ansammlung mehr oder weniger verunglückter Blöcke und ich konnte mich trennen.
Die Rückseite wurde zur Außenseite, das nennt man wohl Upcycling. Nur ein paar neue, violette Streifen habe ich eingefügt. Das Vlies brauche ich jetzt nicht, aber die Vliesstreifen für diesen Marktkorb sind beim ersten übrig geblieben, also wieder ein paar Reste verarbeitet. Ebenfalls Rest ist das Innenfutter, das ist nämlich von der fleckgeschützen Tischdecke übrig geblieben, praktisch für einen Marktkorb.
Zuerst werden die Streifen genäht und diese zur Runde geschlossen. Er steht und sieht schon aus wie ein Korb, oder?
Eigentlich sollte er gestern fertig werden, damit ich ihn heute zeigen kann. Aber dann entdeckte ich einen Fehler. Das heißt auftrennen und nachbessern, deswegen gibt es den fertigen nun erst nächste Woche zu sehen.
Fast hätte ich „diese Woche kein Foto für dich“ gehabt, frei nach Heidi K. Denn manchmal gibt es auch in meiner Werkstatt langweilige Arbeiten, die kein Foto und keinen Beitrag wert sind.
Dazu gehörten diese Woche Hosenbeine kürzen und Tischdecke nähen. Unser Esstisch hat ein ungewöhnliches Maß und selten passen fertige Tischdecken. Dieses Mal hatten wir Glück, außer fertigen Decken wurde auch Meterware angeboten. Da haben wir zugeschlagen.
Überlegt hatten wir, aus dem großen Stück Stoff eine Decke und Servietten zu nähen. Aber die hatten wir zwischenzeitlich fertig gekauft. So konnte ich die Decke etwas großzügiger zuschneiden. Gesäumt habe ich sie mit einer einfachen Briefecke. Dafür wird im ersten Schritt rundherum ein schmaler Saum umgebügelt. Danach werden die vier Ecken rechts auf rechts zusammengenäht und gewendet. Im dritten Schritt wird der breite Saum umgebügelt und zuletzt wird der Saum festgesteppt.
Der Stoff ließ sich gut bügeln, so dass er auch gut lag und einige wenige Stecknadeln reichten. Einmal 8,5 Meter geradeaus, immer an dem Abstandslineal entlang, war nach dieser Vorarbeit zügig erledigt.
Zur Belohnung gab es als Abschluss noch einen MugRug. Das Bild mit Tieren Afrikas war nun das wirklich letzte Stückchen Motivstoff aus der Kinderbox. Und es gibt da die eine Freundin, die in Giraffen vernarrt ist. Also schnell noch einen Block aus den 36 herausgesucht und den MugRug zusammengenäht. Die Giraffe musste auf die Vorderseite, allein ging es nicht, deswegen zusammen mit dem Zebra. Elefant und Löwe verstecken sich auf der Rückseite.
Der MugRug kommt nun in die Mitgebringsel-Schachtel und wenn ich mal wieder hinkomme, kommt er mit.
Nach einer etwas längeren Pause habe ich mal wieder Frühchenquilts für die Aktion „Preemiequilts – Minis für Minis“ genäht. Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, pro Monat einen fertigzustellen. Das hat für den Anfang schon mal gut geklappt, denn aus der Sammelbox mit, nach meinem Geschmack, kindgerechten Stoffen konnte ich insgesamt 5 Minis zusammenstellen.
Auch diese Box hatte ich geleert, bevor ich die Resteverwertung gestartet habe, brauchte ich doch auch von diesen Motivstoffen welche für die MugRugs. Nachdem ich die auf den Weg gebracht hatte, konnte ich mich dem Quilten der Frühchenquilts widmen.
Dafür habe ich die Nähmaschine mit dem Walking Foot benutzt. Nur bei einem Mini habe ich in zwei größere einfarbige Flächen noch ein Motiv mit der Hand hineingequiltet.
Zuerst kommen hier die drei farbenfrohen.
Und hier die beiden für eine kleine Prinzessin.
Wie schön, dass wieder etwas fertig geworden ist. Nun hoffen ich, dass ich die Minis, meine eigenen und weitere, die mir geschickt wurden, auch zu den Frühchen ins Krankenhaus bringen oder wenigstens schicken darf.
Ostern habe ich den Schal fertiggestellt. Wie passend, dass der Winter hier im Norden noch nicht aufgegeben hat, sondern gerade mal wieder Schnee schickt.
Da ich dünnere Nadeln verwendet hatte, war mir der Schal nach dem ersten Durchlauf mit den 5 Farben noch zu kurz. Was tun? Ich habe mich dafür entschieden, die Farbfolge einfach rückwärts zu stricken, bis zur gewünschten Länge. Die hatte ich nach zwei Metern erreicht. Nun konnte ich die Maschen abgeketten, die Fäden vernähen und den Schal in lauwarmen Wasser kurz durchwaschen. Danach habe ich ihn liegend trocknen lassen, auf das Spannen konnte ich verzichten.
Nach zwei Tagen war er wieder trocken und sollte fotografiert werden. Dafür habe ich dann den Osterhasen verpflichtet, der hat sich über den kuscheligen Schal sehr gefreut.
Die Strickanleitung Schal „Marling im Rhythmus“ ist von Britta Kremke, das Cobweb Lace Garn von Kremke Soul Wool. Es ist noch viel von dem tollen Garn übrig, ich muss wohl noch Stulpen und eine Mütze stricken. Mal sehen, welche Anleitungen ich mir dafür heraussuchen werde.
In März haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr 5 Mittwoche, das bedeutet also auch 5 Beiträge im Monat. So schnell gibt es gerade nichts Neues und deswegen habe ich diesen Osterhasen hervorgeholt. Er begleitet uns schon seit 2008 und ist nach einer PP-Vorlage von Ula Lenz genäht. Wenn ich es richtig erinnere, war es ein Mystery.
Schöne Ostertage, ich nähe und stricke weiter und melde mich wieder.
Zu dem Stapel der vorbereiteten MugRugs hat sich nun ein Stapel Thermolam gesellt. In Fließbandarbeit will ich mich jetzt an die Fertigstellung machen.
Dazu sind mehrere Schritte nötig. Zuerst stapele ich die drei Lagen und stecke sie zusammen. Danach werden sie rundherum gesteppt, Wendeöffnung lassen! Nun Ecken abschneiden, MugRug wenden und die Ecken ausarbeiten. Die Wendeöffnung stecken/klammern und die Teile bügeln. Zuletzt einmal außen rum absteppen, dabei wird die Wendeöffnung geschlossen.
Es geht wirklich schneller, wenn man bei allen Teilen den gleichen Schritt macht und erst danach das Werkzeug ändert und wieder bei allen das gleiche macht, als wenn man jedes Teil erst ganz fertigstellt, industrielle Produktion halt. Die habe ich zugegebenermaßen für das Foto unterbrochen, um die unterschiedlichen Schritte zeigen zu könnnen.
Das Ergebnis sind 36 MugRugs aus je einem Motivstoff und einem farblich abgestimmten Blöckchen aus dem E-Book 36 Tage – 36 Blöcke von CountryRoseQuilt.
Verpackt in einen Karton hoppelt der Osterhase damit nun in die Kinder-Intensiv-Station der Klinik Itzehoe. Ich möchte den MitarbeiterInnen, die dort seit vielen Jahren die Extrem-Frühchen mit kleinen Quilts aus der Preemiequilter-Aktion „Minis für Minis“ versorgen, eine kleine Freude machen. Dieses Mal dürfen sie sich etwas aussuchen und behalten.
Hier wollte ich schon viel weiter sein. Aber das Suchen nach geeigneten Motivstoffen und ihren Begleitern hält mich sehr auf. Aber so langsam bin ich auf der Zielgeraden. Inzwischen weiß ich auch, dass ich alle 36 Blöckchen aus dem Projekt 36 Tage – 36 Blöcke nähen muss.
Es waren immer mehrere gleichzeitig in der Mache. Da lagen Motivstoffe, die auf ihre Begleiter oder manchmal auch auf ein passendes Blöckchen warteten. Daneben liegt schon mal eine Auswahl auf der ausgedruckten PP-Vorlage. Neben der Nähmaschine im Hintergrund wurden zuerst die Stoffstücke zugeschnitten, damit es beim Zusammennähen möglichst keine Probleme gibt. Und dann endlich ging es ans Nähen. Von einigen Fehlern abgesehen und mit ein wenig Einsatz des Nahttrenners ging das dann relativ zügig.
Und nach ein paar weiteren Tagen war es geschafft, alle 36 Blöckchen sind mit ihrer zweiten Seite verbandelt und haben auch eine Rückseite angenadelt.
Schnell habe ich die Schalen mit den Stoffresten in den Schrank verbannt und die zukünftigen MugRugs ausgebreitet. Im Foto stehen sie nun allerdings hochkant, es passte nicht besser. Immer oben der Motivstoff und darunter der genähte Block. Unten links zum Größenvergleich die Nummer 1, der einzige, der schon ganz fertig ist.
Und nein, die Stoffreste sind nicht merklich weniger geworden, da wird es noch das eine oder andere Projekt geben. Aber jetzt muss ich erstmal dieses beenden.
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