Kategorie: Projekte

Schal „Marling im Rhythmus“ 1

Schal „Marling im Rhythmus“ 1

Auf der Stricknadel habe ich nun einen Schal, mal etwas zum Entspannen. Ganz ohne Hinschauen geht das zwar auch nicht, es sind aber nur rechte und linke Maschen, Zu- und Abnahmen an den Rändern, alles ganz regelmäßig.

Designerin ist Britta Kremke von Kremke Soul Wool, erstanden habe ich das Cobweb Lace Garnpaket in ihrem Online-Shop Schmeichelgarne.de.

Dieses Mal muss ich mir den Farbverlauf selbermachen. Dafür sollte ich aus den gelieferten fünf Spulen fünfzehn machen. Also haben wir Pappkerne von Küchen- und Toilettenppaier gesammelt. Als die benötigte Anzahl stimmte, habe ich mich an zwei Abenden hingesetzt und das dünne Garn umgewickelt, die Küchenwaage stets im Blick.

Und dann konnte ich endlich loslegen. Immer mit drei Fäden gleichzeitig. In regelmäßigen Abständen wird je einer davon gegen einen anderen ausgetauscht. So entstehen die sanften Übergänge.

Fast zwei Meter lang soll er werden, das wird wohl noch etwas dauern.

Kleines Deckchen „Herzflimmern“

Kleines Deckchen „Herzflimmern“

Kurz vor dem Valentinstag hat Regina Grewe uns ein paar tanzende Herzen zum Nähen auf Papier geschenkt – vielen Dank!

Vier davon habe ich in Regenbogenfarben genäht und zu einem kleinen, ca. 30 x 30 cm großen, Deckchen zusammengefügt. Reginas Namen „Herzflimmern“ habe ich einfach übernommen.

Für diese kleine Arbeit habe ich Stoffe aus der Restekiste verwendet. Sie sollte Farbe in unseren kalten und grauen Winter bringen. Deswegen habe ich mich auch für ein farbiges Binding entschieden.

Die Farbwechsel sollten schon genau passen und deswegen habe ich die Länge der Streifen genau ausgemessen und den Streifen vor dem Annähen zum Ring geschlossen. Das Nähen der Ecken ist ein wenig friemelig, aber das Ergebnis zählt.

Deckchen Herzflimmern auf PP-Vorlagen von Regina Grewe mit der Nähmaschine genäht und handgequiltet.

Schönes Valentinstags-Wochenende!

Lasagne 3

Lasagne 3

So viele Quadrate aus zwei Dreiecken. Das müsste doch locker für eine Kissenplatte reichen- dachte ich. Weit gefehlt.

55 Streifen hatte ich zusammengenäht. Also 54 geteilte Quadrate. Die musste ich ersteinmal bügeln und trimmen. Aus den ursprünglich 6,5 cm breiten Streifen wurden Quadrate mit 4 cm Kantenlänge, zusammengenäht also nur noch 2,5 cm. Jeweils 4 davon habe ich zu Windmühlen verarbeitet, die nun wieder netto 5, mit Nahtzugabe also 6,5 cm hatten und zu den restlichen Streifen passten.

13 Windmühlen hatte ich, die Kissenplatte sollte 50 x 50 cm groß werden, ich wollte ja die große Decke hineinpacken. Ich brauchte also 10 x 10 Quadrate á 5 x 5 cm, 100 minus 13 – da fehlen wohl noch einige.

An diesem Punkt des Projektes hatte ich eigentlich keine Lust mehr, das würde mich ewig viel Zeit kosten. Aber auf der anderen Seite passen diese Stoffe so gar nicht zu all meinen anderen, was sollte also daraus werden? Und wegwerfen, dafür stecke schon zu viel Arbeit drin. Also bin ich ganz tief in meine Restekisten gestiegen und habe geschnippelt. An Ende waren die 100 Quadrate zusammen und ich konnte sie zur Kissenplatte zusammennähen.

Aus nur 9 Teilen habe ich anschließend die Rückseite genäht, Vorderseite mit Vlies und Rückseite verstürzt und die Kissenplatte gequiltet.

Die passte sehr gut unter die Nähmaschine und ich habe Quadrate gequiltet, einen Viertel Inch innen neben den Nähten, damit es mit der äußeren Runde, knappkantig abgesteppt, zusammenpasste.

Um das Quilting der großen Decke nicht zu stören, habe ich die Kissenplatte danach mit der Hand auf die Rückseite genäht und sie freudig hineingepackt.

Wer mich kennt, ahnt, dass das Ergebnis mich nicht befriedigt hat. Woran mag es liegen? Ich kann nur Vermutungen anstellen. Zu einem liegt es wohl an dem Vlies, das sich nicht bauscht und „stopfen“ lässt. Zum anderen habe ich die Öffnung an die Außenseite verlegt. In der Anleitung stand, man sollte die obere, innere Seite offen lassen. Aber das erschien mir unpraktisch, ich will mich doch nicht mit den Füßen in dem Kissen verheddern.

Also habe ich die Kissenplatte wieder abgetrennt und nun gehen eine kleine und eine große Decke getrennte Wege.

Ob das mit meinem Quillow noch mal was wird?

Lasagne 2

Lasagne 2

Nach den vielen kleinen Projekten im Dezember habe ich nun wieder die große Decke hervorgeholt. Da ich mich mit Namen immer schwer tue, bleibt sie ganz einfach „Lasagne“, nicht wirklich ein Name, sondern eher der Hinweis auf die geschichteten Streifen, die hier zum Ganzen wurden.

Das Top lag also fertig bereit und der Weihnachtsmann brachte mir das Buch „Walk 2.0“ von Jacquie Gering. Darin habe ich sofort geblättert und mit ein paar ihrer Tricks und Anregungen den Mut gefasst, das Riesentop – fast 140 x 210 cm – mit meiner kleinen Pfaff zu bearbeiten.

An einem windstilleren Tag hat mein Mann geholfen, die Lagen zu kleben. Hinterher war klar, dass es bei uns nie wirklich windstill ist, aber mit den kleinen Falten auf der Rückseite muss und kann ich gut leben.

Zuerst habe ich alle waagerechten Nähte gequiltet. Anschließend quer dazu Zick-Zack-Linien. Das ergibt das Muster „Arrows“ aus dem neuen Buch.

Nächste Herausforderung war dann fast 7 Meter Binding. Da ich absolut keine Lust hatte, die letzte Naht mit der Hand auf der Rückseite zu schließen, habe ich mich für Sue’s Magic Binding entschieden. Das ist die zweifarbige Variante, die zuerst auf der Rückseite und danach auf der Vorderseite mit der Maschine angenäht werden kann.

Fertig!

Und noch ein Detailfoto vom Quilting „Arrows“ nach Jacquie Gering.

Die Decke ist nun fertig. In einer kleinen Schachtel liegen aber noch all die vorbereiteten Dreiecke und andere restliche Stoffe. Soll ich noch einen Versuch „Quillow“ starten?

Jacke Iliana 3

Jacke Iliana 3

Schon lange nicht mehr habe ich so viel geribbelt, also aufgereppelt und zurückgestrickt. Es wollte einfach nicht passen.

Zuerst fiel das Muster nach dem Umstieg auf das Nadelspiel in der gleichen Nadelstärke wie bis dahin benutzt, viel kleiner aus. Lag wahrscheinlich daran, daß die Zwischenrunde beim Rundstricken ja rechts gestrickt wird. Da stricke ich unbewusst wohl fester als bei der linken Rückreihe wenn ich in Reihen stricke.

Also ribbeln, am Ende Masche für Masche zurückstricken, damit alle Maschen und Umschläge auch wirklich mitkommen. Neuer Versuch mit einer halben Nadelstärke mehr. Sieht gut aus, also marsch. Und dann nicht rechtzeitig aufgehört. Ärmel zu eng und zu lang geworden. Und wieder ribbeln….

Der zweite Versuch mit etwas weniger Abnahmen sieht besser aus. Da im Netz schon fertige Modelle gezeigt wurden, habe ich mich auch für enge 3/4-Ärmel entschieden. Die Spitzenborte sieht zwar gut aus, ist aber nicht alltagstauglich. Es reicht schon, wenn sich die Nadelspitzen im Gestrick verfangen, da müssen sie nicht auch noch in meiner Jacke hängen.

Da ich sorgfältig notiert hatte, wie ich den ersten Ärmel gestrickt habe, ging der zweite dann zügig von der Hand. Anschließend ein paar Fäden vernähen. Das sind bei dieser Technik, Raglan von oben, wirklich wenige.

Danach habe ich die Jacke gespannt und mit einem feuchten Handtuch bedeckt trocknen lassen. Und voila, so sieht meine Iliana nun aus.

Zusammengehalten wird die Jacke von einem Cardigan Clip von Klipsutin, den hatte ich mir gewünscht und der Weihnachtsmann hat ihn gebracht.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken…

Jacke Iliana, Design Birgit Freyer, die-wolllust.de. Gestrickt mit Baby-Cotton in der Farbe Pervinca, auch von die-wolllust.de. Der KAL startete im September 2020 – also ich finde, ich habe es gut geschafft.

PS: Das Seidentuch ist – natürlich – auch eigene Produktion, aus einem Kurs im Jahr 2000!

Guten Rutsch,

Guten Rutsch,

aber vorher muss ich noch ein paar Geschenke zeigen.

Nach einem PP-Schnitt von Regina Grewe sind diese Strandhäuser entstanden. Ich habe sie zu zwei Tisch-Sets für meinen Bruder und seine Frau verarbeitet.

Die Stoffe waren eigentlich für etwas Anderes gekauft, aber nun passen sie gut in deren neues Zimmer.

Noch viel länger lag eine Fertigpackung von Malen&Quilten, Gunhild Müller. Wo und wann genau ich „Bärbels kleine Tasche“ gekauft habe, weiß ich nicht mehr. Aber jetzt brauchte ich ein Geschenk für eine liebe Freundin und habe sie herausgeholt. Zuerst habe ich die Einzelteile vorbereitet.

Aus Futter mit Innentasche, Außentasche, Taschenklappe, Trageriemen und Aufhängeschlaufen habe ich das kleine Umhängetäschchen zusammengefügt. Der Stoff für die Klappe wurde mit Hilfe eines speziellen Vlieses gekrumpelt. Dafür habe ich das Vlies dicht auf den Stoff gesteppt und es anschließend mit Dampf aus dem Bügeleisen zum Schrumpfen gebracht. Ein interesssanter Effekt.

Einen Sonnentag habe ich genutzt und ein Foto von der fertigen Tasche im Garten gemacht.

Ein aufregendes und arbeitsreiches Jahr geht zu Ende, ich wünsche einen guten Rutsch ins neues Jahr!

Frohe Weihnachten!

Frohe Weihnachten!

2008 habe ich diesen kleinen Bruder von meinem großen Weihnachtsbaum für eine Freundin genäht. Sie hatte sich in den großen verliebt, aber keinen Platz, so einen Wandbehang aufzuhängen. Beim Durchblättern meiner Hefte fand ich dann diese 60 cm hohe Variante.

Die sichbare Streifenbreite beträgt stellenweise nur einen Zentimeter, der Zuschnitt also 2,5. Das war schon ein wenig friemelig, aber LogCabin näht sich leicht und es ging flott voran.

Ein wenig überlegt habe ich beim Kerzenschein. Für meinen habe ich dafür Flammen aus goldenem Stoff geschnitten und appiliziert. Bei diese Größe – Kleine – hatte ich keine Chance. Da ich nebenher auch mal mit Perlen gearbeitet hatte, wusste ich, dass es Perlen in Tropfenform gibt. Die habe ich dann tatsächlich auch im Laden gefunden und konnte die Kerzen an diesem Weihnachtsbaum entzünden.

Meine Freundin hat sich riesig über den kleinen Bruder gefreut und einen schönen Platz für ihn gefunden.

Mal eben schnell

Mal eben schnell

und die Folgen. Nach ein wenig Überlegung zeige ich nun doch, was mir am Wochenende passiert ist. Das kleine Deckchen war so gut wie fertig, es fehlte nur die letzte Naht, nämlich das Binding auf der Rückseite mit der Hand an zu nähen.

Leider war das Sandwich ein wenig zu dick und das Binding war etwas zu knapp, es war sehr stramm und machte keinen Spaß. Aber das ist ja kein Problem, abschneiden geht immer. Tja – und da war ich dann zu schnell und habe in das Binding geschnitten. Ich habe ziemlich laut geschimpft.

Aber es war ja eigene Dummheit und so habe ich mich an die Reparatur gemacht. Dafür habe ich das Binding stellenweise wieder abgetrennt, damit ich den beschädigten Streifen herauslösen konnte. Glücklicherweise war noch Stoff vorhanden. Den kaputten Streifen habe ich als Schablone benutzt und einen neuen, genau passenden eingefügt. Dann das Binding wieder angenäht. Danach die Rückseite mit Handstichen angenäht.

Fertig ist das kleine Deckchen für meinen Beistelltisch. Die drei Stoffe, aus denen ich die Windmühlen genäht habe, sind aus dem Adventskalender von CountryRoseQuilts, den ich mir in diesem Jahr spendiert habe und dessen Inhalt mir viel Freude macht.

Das Deckchen ist ca. 20 x 40 cm groß und mit der Nähmaschine genäht und gequiltet.

Lasagne-Quilt 1

Lasagne-Quilt 1

So sieht es aus, wenn die vielen Streifen für diesen Quilt nacheinander durch die Maschine geschickt werden. Eine Patchworkfreundin hatte ausgetüftelt, wieviele Streifen für eine Kuscheldecke benötigt werden und ich brauchte nur noch abzuzählen und zusammenzunähen.

Verwendet habe ich zwei Jelly-Rolls, das sind fertig zugeschnittene Streifen verschiedenener Stoffe, die zur Rolle gewickelt im Ganzen verkauft werden. Die Anzahl reichte nicht, aber ich konnte im Patchworkladen meines Vertrauens zukaufen und habe sogar fertig geschnittene Streifen mitnehmen können, klasse Service, danke Mara.

Die Streifen werden diagonal aneinander genäht. Um Garn zu sparen, habe habe ich in Kette genäht. Und ich habe alle Streifen zweimal genäht, mit einem halben Inch Abstand. Auf diese Weise sind die Restdreiecke gleich zusammen genäht. Was daraus werden soll, weiß ich noch nicht, aber ich bin vorbereitet.

Nach dem Nähen der langen Schlange werden die Nahtzugaben (Dreiecke) abgeschnitten und die Schlange gebügelt. Danach werden Anfang und Ende rechts auf rechts gelegt und der Streifen zusammengenäht. Das hat ziemlich lange gedauert, denn da kommen viele Meter zusammen.

Dieses Zusammenlegen und -nähen wird so lange wiederholt, bis die gewünschte Breite erreicht ist.

Das Top ist fertig, die Streifenfolge zufällig. Die Nähsucht ist befriedigt und nun ist der Kopf wieder frei, die Nähstube wird zur Weihnachts-Werkstatt.

Projekt-Wechsel

Projekt-Wechsel

Sortiments-Wechsel (inzwischen immer häufiger), Perspektiv-Wechsel (manchmal hilfreich) und bei mir in der Werkstatt jetzt Projekt-Wechsel.

Eigentlich will ich ja keine UFOs produzieren, sondern abbauen. Aber die freie Landschaftsgestaltung ist nicht meins, jedenfalls im Moment nicht. Vielleicht fehlt mir auch der Austausch, die Anregung durch die Kursleiterin, auf jeden Fall komme ich alleine nicht weiter, bzw. kann ich meine Ideen nicht auf den Stoff bringen.

Nach einigen Wochen voller Zweifel und unbefriedigender Versuche habe ich mich entschlossen, das Projekt Schweden beiseite zu legen und ein neues „altes“ Projekt hervor zu holen. Schließlich ist es ein Hobby, Freizeitgestaltung und soll Spaß machen. Der war mir abhanden gekommen.

Hervorgeholt habe ich das Material für einen Lasagne-Quilt. Schuld daran ist eine Quilt-Freundin, die neulich ihren fertigen Lasagne-Quilt gezeigt hat. Das will ich jetzt auch, einfach fertige Streifen zusammennähen und dieses Jahr noch ein Top nähen.

Aufmersame Leser werden sich erinnern, das Material hatte ich schon mal gezeigt.

Der Beitrag ist vom 4. Oktober 2017 und da hatte das Material schon etwas gelegen. Nun geht es aber endlich los.