Schlagwort: Patchwork

Sterne der Hoffnung 6

Sterne der Hoffnung 6

Gestern passte es endlich, das Wetter spielte mit und mein Mann und ich hatten auch Zeit. Ein Projekt dieser Größe kann ich nicht allein handhaben, das müssen wir zu zweit machen, wir sind inzwischen schon ein eingespieltes Team.

Zuerst haben wir auf der Terrasse eine Lage Malerfolie ausgelegt und mit Metallstangen beschwert. Darauf haben wir anschließend die drei Lagen ausgebreitet, angefangen mit der Rückseite.

Dann kamen das Vlies und das Top. Da ich von dem Rückseitenstoff noch etwas für die Kissenrückwand benötige, haben wir versucht, die Lagen materialsparend an einer Webkante des Rückseitenstoffes auszurichten. Alle Lagen müssen möglichst faltenfrei und gerade ausgelegt werden, zum Glück war es windstill.

Der Sprühkleber wird immer auf das Vlies gesprüht. Dazu haben wir das Paket viermal jeweils zur Hälfte aufgeklappt. Die jetzt freiliegende Hälfte des Vlieses wird eingeprüht und anschließend werden die Lagen wieder ausgelegt und gatt gestrichen.

So sieht es dann zwischenzeitlich aus und gibt euch ausnahmsweise mal den Blick auf die Rückseite des Tops frei.

Zum Trocknen habe ich das Sandwich über Nacht in der Werkstatt ausgebreitet. Da liegt es nun und wartet auf das Quilten. Garn habe ich schon ausgesucht und die Maschine mit einer Top-Stitch-Nadel ausgerüstet. Nun muss ich mich nur noch trauen, anzufangen.

Küste IV 1

Küste IV 1

Überraschung geglückt! Neben den Projekten, an denen ich euch aktuell habe teilhaben lassen, ist ein Geheimprojekt entstanden. Jetzt ist es an die Freundin, die hier mitliest, verschenkt und ich werde ihr und euch nachträglich und in loser Reihenfolge die Entstehungsgeschichte nachliefern.

Grundlage zu diesem Wandbehang ist der Nordsee-BOM von Ula Lenz aus dem Jahr 2006. Dreimal hatte ich ihn schon genäht, jeweils nach den Originalvorlagen von Ula Lenz. Die Freundin hatte schon gleich beim ersten gesagt, dass sie ihn wohl auch gerne haben möchte. Das habe ich mir gemerkt. Es ergab sich aber keine Gelegenheit für das Gesamtwerk. Nur den Leuchtturm Roter Sand habe ich herausgelöst und schon mal geschenkt.

Und während ich auf der einen Seite noch überlegte, unter welchem Vorwand ich den zurückholen und in den großen Wandbehang einbauen könnte, reifte der Entschluss, einen anderen Leuchtturm in diesen Wandbehang einzubauen.

Den kennt ihr alle aus der Werbung, es ist der Leuchtturm Westerhever Sand, der mit den beiden Häusern. Er steht in Sichtweite von Sankt Peter-Ording, wo meine Freundin sehr gerne Urlaub macht.

Also wurde aus der Idee ein Entwurf und den habe ich Ula Lenz gezeigt und gefragt, ob ich das so umsetzen dürfe. Ich durfte und Ula hat mir auch gleich einen Vorschlag geliefert, wie ich den Leuchtturm in PP umsetzen konnte, vielen Dank.

Das Material hatten wir in einem meiner Lieblingsläden im letzten Dänemark-Urlaub besorgt.

Dann konnte es ja losgehen – das war im Januar.

Sterne der Hoffnung 5

Sterne der Hoffnung 5

Dieses Projekt ruht, weil ich mich nicht entscheiden konnte, wie ich es quilten soll. Inzwischen ist klar, dass es nur maschinengeführt gehen wird. Damit fallen bei dieser Größe alle großartigen Muster aus, ein Drehen und Wenden unter der Maschine ist einfach nicht drin. Es werden also mit ziemlicher Sicherheit gerade Linien im Nahtschatten.

Das Sandwich muss noch montiert werden, aber dazu brauchen wir ein paar Tage schönes Wetter, denn ich will kleben und würde das gerne draußen machen.

Diese Decke wird zu einem Quillow. Das ist ein Kunstwort aus Quilt und Pillow, es handelt sich also um eine Decke im Kissen. Dafür wird auf der Rückseite ein Kissenbezug angenäht, in den die zuammengelegte Decke hineingeschoben werden kann.

Also habe ich die Stoffreste herausgesucht und müsste jetzt noch ein paar weitere Sterne nähen, auf geht’s.

Bisher sind wirklich nur Reste vom großen Quilt drin. Der mittlere Stern ist ein Stern der Hoffnung. Aus seinen Resten werden die Windmühlen. Alles andere sind kleine Maverick Stars, mal in bunt auf weiß, mal anders rum.

Das geht ziemlich flott, auch das muss mal sein.

Ordnerhülle Log Cabin 2

Ordnerhülle Log Cabin 2

So ein Ornder hat einen ganz schön großen Umfang, 67 cm Stoff braucht man. Und das natürlich für die Außenseite und das Futter. Die Außenseite habe ich mit dem dünnen Aufbügelvlies H630 verstärkt.

In dem gestückelten Futter habe ich eine Wendeöffnung gelassen, damit ich die beiden Teile jetzt verstürzen, wenden und knappkantig absteppen kann. Der Rollschneider kam nicht zum Einsatz. Statt dessen habe ich das Futter schmaler zugeschnitten, so dass sich die Außenseite nach innen zieht.

Und jetzt habe ich um die LogCabin-Blöcke gequiltet. Zuletzt habe ich die äußeren ca. 10 cm in schwarz nach innen umgeschlagen und wiederum knappkantig festgesteppt. In diese Umschläge wird der Ordner geschoben. Leicht aufgeklappt kommt hier das Muster noch einmal zur Wirkung.

Im Regal ist dann leider nur noch ein schmaler Ausschnitt sichtbar und da daneben schon ein stoffbezogenes Fotoalbun steht, rutscht er auch nicht mehr so einfach in seine Lücke. Irgendwas ist immer…

Ordnerhülle Log Cabin

Ordnerhülle Log Cabin

Zu Pfingsten hatte ich die Einzelteile einer geplanten Tasche ausgebreitet und darüber sinniert, dass ich wohl eher keine weitere Tasche mehr benötige.

Nun soll aus der Tasche also eine Ordnerhülle werden. Gar nicht so einfach und leider sind viele Nähte erforderlich – hätte ich doch bloß nicht schon alles zugeschnitten.

In der Breite, also Vorderseite, Ordner-Rücken und Rückseite brauche ich 65 cm. Dazu auf jeder Seite noch einmal 10 cm für den Umschlag, den ich benötige, um den Ordner hinein zu schieben.

Das LogCabin-Muster kommt nur im Ganzen zur Wirkung, also habe ich die beiden Teile zuerst zusammengenäht. Links und rechts habe ich mit schwarzen Streifen ergänzt und konnte für die Vorderseite auch einen Streifen mit dem Hanburg-Webband verwenden.

Damit passt die Breite, aber leider sind die drei LogCabin-Blöcke übereinander zu hoch. Da hilft wohl nur ein beherzter Griff zu Lineal und Rollschneider. Aber darüber muss ich noch mal schlafen.

The New Hexagon 15

The New Hexagon 15

Das zweite Deckchen aus 7 New Hexagons nach dem Buch von Katja Marek ist fertig. Nachdem ich es über Papierschablonen mit der Hand genäht hatte, ist es nun auch mit der Hand gequiltet. Das Binding auf der Rückseite noch mit ein paar Stichen annähen und nun freuen, dass das neue Deckchen eingesetzt werden kann, rechtzeitig zum Sommer.

Kurz zur Erinnerung, eigentlich sollte dieses Projekt ja ein Tischläufer mit einem Farbverlauf werden. Da es nun zwei Deckchen geworden sind, habe ich beim zweiten, hellen auch einen warmen Farbton für die Hintergrund-Dreiecke gewählt. Mal wieder ein schönes Beispiel dafür, wie nur durch die Wahl der Farben ein ganz anderer Eindruck entsteht.

Für das Foto durften die Zwillinge mal ganz eng zusammenrücken, um einen Eindruck von meiner ursprünglichen Idee zu zeigen. Im richtigen Leben wird das wohl eher nicht der Fall sein.

Ich freue mich riesig, dass ich dieses Projekt nach über einem Jahr abgeschlossen habe und muss mir nun ein neues Handnäh-Projekt suchen, wohl eher ohne Schablonen, die haben jetzt erst einmal Pause.

Erinnerungsquilt

Erinnerungsquilt

Heute zeige ich einen Wandbehang aus der Zeit vor meinem Blog, deswegen gibt es nur diese beiden Bilder und keine von seiner Entstehung.

2014 habe ich ihn meiner Mutter zum Geburtstag geschenkt. Genäht habe ich ihn hauptsächlich aus Hemden meines verstorbenen Vaters, zwei seiner Seidenkrawatten fanden auch Verwendung.

Diese Art von Quilts, s.g. Medaillon-Quilts, plant und arbeitet man von der Mitte aus. Man beginnt also mit einem Mittelmotiv und näht darum herum in Runden weiter. Das ist ein bisschen Rechnerei und manchmal hilft trotzdem nur noch ein Zwischenstreifen, damit die Blöcke alle zusammenpassen.

Meine Mitte ist ein Doppelter Sägezahn-Stern, auf englisch Double Sawtooth Star. Das kleine, mittlere Quadrat ist ein Teil einer Seidenkrawatte.

In der ersten Runde fliegen Flying Geese zu den Herzen. Hier habe ich außer Hemden auch wieder Krawatten verwendet. Und ja, außer den stets korrekten, hell- bis dunkelblauen Oberhemden, fand sich auch das orangene, wahrscheinlich ein Freizeithemd. Und orange und blau, die Gegenfarben, das passt ja immer. Da ich nur zwei Herzen einbauen wollte, habe ich die übrigen Ecken mit anderen Motiven aufgefüllt.

Ein schmaler, orangener Rand hält die Mitte optisch zusammen, bevor die zweite Runde kommt. Hier habe ich mit Gänsen, Windmühlen und Freundschaftssternen gespielt. In der letzten Ecke habe ich Freundschaftsbänder verwoben.

Da der Platz begrenzt war und es mir so gefiel, kommt der Quilt ohne Rand aus und wird nur durch das wieder orangene Binding abgeschlossen.

Der Wandbehang ist ca. 1 x 1 m groß, mit der Maschine genäht und handgequiltet und hat einen schönen Platz bei meiner Mutter gefunden.

Urlaubsvertretung

Urlaubsvertretung

Stellt euch vor, es ist Urlaub und keiner darf hin. So ergeht es uns gerade, aber wir machen das Beste daraus, nur kam „Handarbeiten“ dabei etwas zu kurz. Darum kann ich nicht mit aktuellen Fortschritten dienen und bin mal wieder tief in meine Foto-Ordner eingestiegen.

Etwas mit Urlaub, für mich immer gerne wieder Strand und Meer, sollte es zu tun haben. Und hier ist es noch etwas mehr, denn die Stoffe habe ich im Urlaub in Dänemark gekauft.

2005 war das Hobby für mich noch relativ neu und wir waren mal wieder in meinem Lieblings-Patchwork-Laden in Fjerretslev. Da hing ein großer Attic-Window-Wandbehang mit einem tollen Blick aus dem Sprossen-Fenster auf Dünen, Strand und Meer. Natürlich waren alle Stoffe für das Projekt im Laden vorrätig und ich habe mir ein kleines Paket davon mitgenommen. Einen großen Wandbehang traute ich mir damals noch nicht zu und Attic-Window hatte ich auch noch nie gehört. Aber eine schöne, große Einkaufstasche, die wollte ich mir gerne nähen.

Tja, genäht habe ich sie, nach der Vorlage „Snow Crystals“ aus dem Aufklapp-Kalender „365 Quilt Blocks a Year“. Und groß war sie auch, so 45 bis 50 cm in Quadrat werden es wohl gewesen sein, denn der Block allein ist schon 16 Inch, also ca. 40 cm groß. Aber benutzt habe ich sie nie, denn sie ist schon lange nicht mehr hier. Eine gute Freundin brauchte ein Geschenk für eine gute Freundin und ich habe sie weggegeben. Wenn ich es recht erinnere, wurde sie nach Dänemark verschenkt.

Aus den Stoffresten hatte ich mir ein Sortiment an Täschchen und sonstigem Zubehör genäht, das mich erst viele Jahre bei meinen Kurs-Abenden und heute noch auf dem Nähtisch begeitet.

So ist immer ein bisschen Urlaub.

Sterne der Hoffnung 4

Sterne der Hoffnung 4

Nun ist er fertig, der Signaturblock. Er ist handgestickt in grün, der Farbe der Hoffnung.

Danach habe ich ihn erst in seine Reihe eingefügt, anschließend die Reihe an die übrigen Reihen genäht. Drumherum gibt es einen Rand – auch wieder in grün. Das hat aber ehrlicherweise weniger mit Hoffnung als mit den Farben der Rückseite zu tun. Die wird aus einem Stoff mit dem Namen Terrazzo sein. Den gab es im mehreren Farbvarianten und bei meinen bunten Steinchen passte nur das Grün zu den Stoffen der Vorderseite. Und nun passt das eben auch super zum Thema, Glück muss man haben.

Und dann habe ich versucht, das Top zu fotografieren. Gar nicht so leicht, 120 x 200 cm aufzunehmen. Ich bin extra auf eine Leiter geklettert, aber meine Arme sind zu kurz und so kam das dabei heraus.

Viele der anderen Sterne der Hoffnung, die genäht wurden, werden jetzt mit der Hand gequiltet. Da habe ich schon tolle Varianten gesehen. Aber mit meinen dicken Stoffen, das Top allein hat schon ein ziemliches Gewicht, habe ich dazu keine Lust. Aber auch das Quilten mit der Maschinen wird aufgrund vieler dicker Naht-Treffpunkte kompliziert werden.

Ich werde noch ein wenig drumherum schleichen und Ideen schmieden, verwerfen und irgendwann loslegen.

Regina Grewe Mystery 2020

Regina Grewe Mystery 2020

Und immer lauern am Weg Ablenkungen. Dieses Mal in Form von Regina Grewes Mystery 2020. Eigentlich…., aber was soll’s, so eine Kleinigkeit mache ich doch nebenbei.

Oben seht ihr das Material und die ersten drei Schnipsel. Anhand einer vorbereiteten Farbkarte und ungefährer Mengenangaben konnte ich mir die Stoffe heraussuchen und weil die Box gerade offen herum stand, fiel die Wahl wieder auf die selbstgefärbte Bettwäsche.

Der Anfang war gemacht und nun hieß es abwarten bis zur Veröffentlichung weiterer Teile. Mit jedem Teil mehr wurde herumgepuzzelt, aber es ergab irgendwie keinen Sinn. Nur der Schirmgriff war für mich schnell erkennbar, aber wie sollte der Stoff darum passen? Erst mit dem drittletzten Blatt, auf dem spitze Ohren und schräge Augen zu erkennen waren, war mir klar, dass auch eine Katze geteiligt war.

Auf dem vorletzten Blatt waren dann die letzten drei Puzzleteile drauf und nach dem Nähen konnte ich das Bild zusammen setzen.

Sicherheitshalber habe ich die Auflösung abgewartet. Außerdem brauchte ich mir dann über die Reihenfolge des Zusammennähens keine Gedanken zu machen, das gehörte zur Auflösung und war von Regina bestens vorbereitet. Danke Regina, es hat mal wieder Spaß gemacht.

Da sitzt sie nun im Schatten unterm Schirm und muss noch auf die Fertigstellung warten. Denn zuerst muss ich die Sterne der Hoffnung fertig machen. Erst danach weiß ich, wieviele Stoffe in welchen Mengen über sind, um auch dieses Projekt zu Ende zu nähen.