Autor: Helga Kamjunke

Dänemark 1

Dänemark 1

Nachdem ich das Projekt Schweden abgeschlossen habe, habe ich das Material und die ersten Überlegungen für Dänemark rausgeholt. Seit mehr als 20 Jahren machen wir Urlaub an der Jammerbucht, in der Nähe von Lökken. Schon lange habe ich die Idee, einen Wandquilt zu machen, nun geht es los.

Oben im Beitragsbild liegt die Stoffauswahl bereit. Darüberhinaus gibt es nur Ideen und vage Vorüberlegungen.

Mein erster Ansatz war eine Landschaft aus Wasser, Strand und Dünen im Hintergrund und darin verteilt ein paar „Fotos“ von Sehenswürdigkeiten. Nach meinen Erfahrungen mit dem Schweden-Quilt hat sich das nun erledigt, ich werde traditioneller arbeiten.

Natürlich habe ich bei Ausstellungen, in Büchern und Zeitschriften immer mal wieder Ideen aufgeschnappt und daraus werde ich mir jetzt aussuchen, was zu mir und meinem Quilt passen könnte. Toll war der Tipp, auch Landschaftquilts in Reihen zudenken. Und ich werde die Reihen sogar in Blöcke unterteilen.

Da mir auch das Format nicht so richtig gefiel, habe ich auf ein Quadrat mit 4 x 4 Blöcken umgestellt. Mit Notizzettelchen habe ich eine erste Aufteilung vorgenommen.

Mit Papier und Stiften habe ich einen neuen Entwurf gezeichnet.

Vielleicht drängeln sich die „Fotos“ in der Mitte, da sollte ich wohl noch ein wenig hin und her schieben. Und bevor es mit den einzelnen Blöckchen im Detail weitergeht, muss ich jetzt entscheiden, wie groß sie werden sollen. Jedes Blöckchen 20×20 cm groß? Oder ist das zuviel, reichen 15x15cm?

Mein Bauerngarten 5

Mein Bauerngarten 5

Wie vermutet, kommen auch die Monate Juli und August als Doppelpack daher. Roswitha hat sich für diese beiden Blöcke ein ganz neues Design ausgedacht. In einem Rahmen aus Hexagons soll ein schöner Stoff präsentiert werden. Das passt bei mir gar nicht, da ich mit Stoffresten arbeite. Ich habe weder schönen, noch Hintergrundstoff in der benötigten Größe dabei. Also eine sehr gute Ausrede, um auch dieses Mal das Thema Handnähen zu umschiffen.

Ich werde das Design vom letzten Monat aufgreifen und in die Mitte kommt der Flechtstern aus dem Sternenerwachen. Im Beitragsbild zeige ich die fertig zugeschnittenen Dreiecke und Quadrate, aus denen der Flechtstern zusammengesetzt wird.

Ausgebreitet habe ich die Teile auf einem mit Flanell bezogenen und leicht gepolsterten Sortierbrett, damit sie mir nicht verrutschen und durcheinander geraten. Nun schön langsam und Schritt für Schritt zusammennähen. Zwischendurch immer wieder kontrollieren, trimmen und bügeln.

Die Aufgabe für Juli und August ist erledigt.

Nun fehlt noch der große Mittelblock, 40×40 cm wird er werden. Ich freue mich schon sehr auf Roswithas Idee, bin aber gedanklich auch schon vorbereitet, wenn ich mir wieder selbst etwas aussuchen darf.

Stick-Herz 8

Stick-Herz 8

Fleißarbeit geschafft! Oben zeige ich ein Detail, das den Unterschied deutlich zeigt.

Und hier ein Foto vom fertig gestickten Herz nach der Kreuzstichvorlage „Ellens Herz“ von Chalotte, yayaya.de. Das gestickte Bild ist ca. 28×25 cm groß.

Nun muss ich mir überlegen, welchen Rahmen ich wähle. Bilderrahmen, Keilrahmen oder Patchwork stehen zur Auswahl.

Tuch Denim-Frosch II 6

Tuch Denim-Frosch II 6

Seit dem letzten Beitrag im Mai ist das Tuch gewachsen. Ob ich wohl schon die Größe des ersten Versuchs erreicht habe?

Ich könnte ja die Küchenwaage nehmen und die Restwolle auf dem Knäul wiegen, aber das Ergebnis war neulich ziemlich frustrierend. Und auch der Farbverlauf lässt keine Schlüsse zu. Es sind noch zwei grüne Fäden dabei, also zwei Farbwechsel noch bis zum rein blauen Faden.

Auf jeden Fall habe ich schon mal einen längeren Draht an die Nadelspitzen geschraubt, damit keine Maschen runterrutschen. Nun könnte ich es ja auch schon mal umlegen, aber das ist noch viel zu klein.

Aber ich war doch neugierig und habe den ersten Versuch geholt und auf dem Tisch ausgelegt. Auf dem kleinen Knäul ist der letzte Streifen, den ich aufgeribbelt habe, als ich den Versuch des Anstrickens gestartet hatte.

Mutig habe ich dann meinen neuen Versuch darauf gelegt und siehe da, es ist doch schon ein ganzes Stück geschafft.

Bei diesem Vergleich wird jetzt auch deutlich, dass bei einer größeren Lauflänge die einzelnen Farbzusammenstellungen länger gearbeitet werden und nicht am Anfang oder Ende andere Farben dazu kommen.

Das Projekt wird mich noch eine Weile begleiten, aber ich freue mich, dass es zu einem guten Ergebnis führen wird und gehe mit neuem Mut daran.

Schweden 7

Schweden 7

Nachdem ich mit dem Maschinenquilten fertig war, habe ich die Ränder angenäht.

Zum freien Sticken wird die Arbeit auf einen flachen Rahmen gepinnt, der dann mit Schraubzwingen am Tisch befestigt wird. Das hat den Vorteil, dass ich mit beiden Händen arbeiten kann, weil ich keinen Rahmen halten muss.

Mit verschiedenen Garnen und mit verschiedenen Stichen habe ich die Gräser im Vordergrund gestickt. Einen Teil der losen Fäden habe ich auf der Rückseite vernäht, die rechts unten brauche ich später noch.

Links und rechts vom gelben Streifen habe ich in der Naht gequiltet. Erst danach habe ich die Halme der rechten Gräser zuende aufgestickt. Sie fallen jetzt ein wenig aus dem Rahmen. Für das Binding habe ich wieder den gelben Stoff gewählt, es war ja Sommer und die Sonne schien.

Außer den Gräsern sind mir auch ein paar Kieselsteine aus dem Rahmen gefallen. Damit habe ich zum ersten Mal die dritte Dimension in eine meiner Arbeiten eingearbeitet.

Mein kleiner Wandbehang „Sommer auf Blidö“ ist ca. 45 x 60 cm groß. Entstanden ist er nach dem Besuch des Kurses Landschaftsimpressionen mit Gudrun Brückner-Krebbel nach meinen Foto.

Schweden 6

Schweden 6

Auf zum Endspurt! Das Projekt liegt nun schon wieder so lange rum, es muss jetzt fertig werden.

Da ich mich mit dem Vordergrund so schwer getan habe, habe ich mich erstmal um die Randgestaltung gekümmert. Nach mehreren Versuchen an der Design-Wall habe ich mich für einen schmalen Streifen in Gelb entschieden. Damit will ich das Bild zusammenhalten. Drumherum gibt es nur Wasser und Himmel, ich bin ja gedanklich auf einer Insel. Auch einen Namen habe ich mir ausgedacht. “ Sommer auf Blidö“ soll mein Erinnerungsquilt heißen. Blidö ist die Insel im Schärengarten vor Stockholm, wo ich 2019 das Foto aufgeommen habe, das mir als Vorlage dient.

Bevor ich die Ränder annähen kann, muss ich quilten. Im Vordergrund habe ich erste Gräser mit der Nähmaschine gestickt/gequiltet. Aber irgendwie sind sie mir zu „dünn“. Da werde ich auf jeden Fall in freier Sticktechnik weitere Halme wachsen lassen.

Zwischendurch habe ich aber auch den Himmel nachgearbeitet. Dadurch, dass im Mittel- und Vordergrund extrem gequiltet ist, wölbte er sich. Um das zu beseitugen, habe ich auch im Himmel noch ein wenig mehr gequiltet.

Vorm Handsticken habe ich die Ränder angenäht.

Nun kann ich die Arbeit auf dem großen Stickrahmen befestigen und den Vordergrund ausfüllen.

Stick-Herz 7

Stick-Herz 7

Eigentlich müsste ein Herz an dieser Stelle doch nun wohl mit einer Spitze enden, aber dieses geht noch weiter.

Allmählich wird es in meiner Garn-Box sehr licht. Vor allem die Hintergrundfarben, von denen ich für die Flächen doch viele Fäden brauche, werden weniger. Daumendrücken und weitermachen.

Nach ein paar Stunden ist endlich die Spitze von „Ellens Herz“ erreicht.

Die weißen Flecken werden jetzt ausgefüllt, dafür ist noch einmal Kreativität gefragt. Soll ich Kontraste wählen oder lieber Ton-in-Ton arbeiten? Die Vorlage hilft nur beim Erkennen der kleinen Muter, es werden zum Teil Blumen, zum Teil sollen es wohl grafische Muster sein.

Da die Auszählarbeiten aber nun beendet sind, kann ich die Arbeit jetzt auch zu Handarbeitstreffen mitnehmen und könnte zuhause andere Projekte in Angriff nehmen.

Nebenbei bemerkt, mein Blog ist jetzt fünf Jahre alt. Seit dem 25. Juni 2017 lasse ich euch in meine Werkstatt blicken und an meinen Handarbeiten teilhaben.

Stick-Herz 6

Stick-Herz 6

Ein paar Sonnenstunden im Garten haben mich motiviert, an diesem Projekt weiter zu sticheln.

Die Garnvorräte schmelzen dahin wie Eis in der Sonne, aber ich bin zuversichtlich, dass ich am Ende irgendwie hinkomme. Und das Herz wird ja nun auch endlich schmaler, die Flächen damit kleiner.

Wer genau hinsieht, findet hier die erste wirkich „geflickte“ Stelle. Die Farbe stimmt, aber der Ersatzfaden war deutlich dünner, damit wirken die Stiche anders, aber ich kann damit leben. Und der Fotoapparat war so gnädig, es fast zu kaschieren, im Original ist die gelbe Spitze etwas scheckiger.

Damit bin ich nun auf dem Weg zur Spitze des Herzens. Aber die Vorlage „Ellens Herz“ biete da noch eine Überraschung, es bleibt spannend!

Zweite Projektmappenhülle

Zweite Projektmappenhülle

Ist das nun Re- oder Up-cycling oder gar schon Transformation? Ich weiß nicht. Ich weiß nur, dass die Projektmappenhülle vom Bernina-Blog sehr praktisch ist und ich für ein zweites Langzeitprojekt noch eine weitere haben möchte. Und das möglichst schnell und ohne viel Zeit mit dem Zusammensetzen des Umschlages zu vertrödeln. Was könnte ich nehmen?

Da! Eine Tasche, die ich selten bis gar nicht benutzt habe. Und die vorher schon mal eine Tischdecke war, ebenfalls ungenutzt. Gerade noch rechtzeitig vor dem endgültigen Auftrennen habe ich das Bild oben gemacht. Es sieht so aus, als wenn ich die Taschenteile komplett als Umschlag für die Projektmappenhülle verwenden kann. Vielleicht sogar die Klappe wieder als Verschluss, der Knopf liegt auch noch da. Fehlen nur noch die Reißverschlüsse, Stoff für die Innentaschen und das Vinyl, das sollte sich doch wohl alles finden lassen.

Alles da! Dann geht es nun an das Zusammensetzen.

Es läuft gut. Und dank des Tipps, Papier unterzulegen, wenn das Vinyl nicht so gut rutscht, ist dieses Mal auch die letzte Naht keine Problem gewesen. Danke, Anke!

Da sind sie nun, die beiden Schwestern.

Die neue habe ich gleich mit dem Dauerprojekt Mawerik Stars bestückt. In der einen Tasche sind die fertigen Sterne, in der anderen die Zuschnitte für die nächsten.

Ich bin für den kommenden Nähtag mit meiner Gruppe gerüstet.

Mein Bauerngarten 4

Mein Bauerngarten 4

Heute ist der zweite -Stern an der Reihe. Für die Mitte habe ich aus dem gleichen Stoff wie beim ersten einen andern Ausschnitt gesucht. Die Farben für die Zacken sollen zum Mittelstoff und zu den Blöcken oben und unten passen. Die farbintensiven AGF-Stoffe machen sich gut als Partner der Tildastoffe.

Die Zacken, die aus Flying-Geese-Blöcken bestehen, habe ich wieder in der no-waste-Methode gearbeitet. Der Sternen-Neuner-Block bildet die Mitte für den neuen Neuner-Block, der sich wiederum in die rechte Seite des Gesamtwerkes einfügt.

Jetzt einmal alle fertigen 6 Blöcke in der richtigen Ausrichtung.

Seht ihr die kleinen Schnipsel auf den Blöcken? Das sind meine Hilfszettelchen, mit denen ich die Blöcke nach Reihe und Platz in der Reihe kennzeichne. Dann sitzen sie beim nächsten Auspacken und Aufhängen sicher in der gleichen Reihenfolge.

Mit diesem Projekt bin ich auf dem Laufenden und kann es beruhigt beiseite legen.